menu

Wegen Fake News: Musks Forscher veröffentlichen KI-Textgenerator nicht

Eine KI-Software kann bereits so gute Texte schreiben, dass sie auch von einem echten Menschen stammen könnten.
Eine KI-Software kann bereits so gute Texte schreiben, dass sie auch von einem echten Menschen stammen könnten.

Ein von Elon Musk mitfinanziertes Forschungsprojekt namens OpenAI hat eine künstliche Intelligenz entwickelt, die automatisch Sprache analysiert und auf dessen Basis täuschend echte Texte erstellt.

Die Non-Profit-Organisation OpenAI, die unter anderem von Tesla-Chef Elon Musk finanziert wird, hat einen Software-Textgenerator entwickelt, der selbstständig Nachrichten verfassen kann. Die Ergebnisse sollen so gut sein, dass die Entwickler sie nicht veröffentlichen wollen, berichtet BGR. Der Grund: Man habe Angst vor Missbrauch. Das Modell namens GPT-2 habe allerdings so erschreckend gute Ergebnisse produziert, dass die Forscher jetzt von einer Veröffentlichung absehen – obwohl der Anspruch lautet, der Öffentlichkeit alle Forschungsergebnisse zugänglich zu machen. 

KI wurde mit 40-GB-Datenbasis trainiert

Doch wie funktioniert das Sprachmodell auf Basis künstlicher Intelligenz? Die Software kann für ihre Texterstellung auf einen umfangreichen Datensatz zurückgreifen, der aus etwa acht Millionen Websites und 40 Gigabyte Daten besteht, und für das Trainieren der KI verwendet wird. Der Textgenerator erkennt so anhand riesiger Datenmengen mögliche Sprachmuster und passt sich an Stil und Inhalt der Vorgabe an. Einen vollständig von der KI verfassten Text in englischer Sprache haben die Forscher auf ihrem Blog veröffentlicht. Ganz perfekt arbeitet die KI aber noch nicht: Auf Basis der handgeschriebenen Textvorgabe benötigte die Software zehn Versuche, um eine ordentlich lesbare Nachricht zu erstellen.

Schade nur, dass die clevere KI so schnell wohl nicht das Licht der Welt erblicken wird. "Aufgrund unserer Bedenken bezüglich missbräuchlicher Anwendung dieser Technologie", heißt es im Blog, "werden wir dieses trainierte Modell nicht veröffentlichen." Immerhin wurde eine abgespeckte Variante der Software für kleinere Experimente bereitgestellt. Klar scheint: Die Angst vor Fake News ist allgegenwärtig, und KI soll das Erstellen von Fake-Nachrichten- und/oder Kommentaren nicht begünstigen.

Kommentar schreiben
Relevante Themen:

Neueste Artikel zum Thema Software

close
Bitte Suchbegriff eingeben