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WhatsApp ab 16: So funktioniert die Altersprüfung gemäß DSGVO

WhatsApp ab 16? So einfach funktioniert die Altersbestätigung.
WhatsApp ab 16? So einfach funktioniert die Altersbestätigung. (©TURN ON 2017)

Im Rahmen der neuen Datenschutzgrundverordnung muss WhatsApp prüfen, ob seine Nutzer auch wirklich alle mindestens 16 Jahre alt sind. Wie das funktionieren würde, war bisher unbekannt – nun hat der Messenger mit der "Prüfung" begonnen. Die Facebook-Tochter macht es sich hier aber verblüffend leicht.

Seit April war klar: Auch WhatsApp muss seine Datenschutzbestimmungen überarbeiten. Aufgrund der neuen EU-Verordnung ist der Messenger nun erst ab 16 Jahren freigegeben. Ab dem 25. Mai ist die geschärfte Gesetzeslage gültig, die die Verarbeitung von Daten erst nach ausdrücklicher Zustimmung zulässt.

Das Mindestalter für die Nutzung von WhatsApp betrug zuvor 13 Jahre und wird nun also um drei Jahre angehoben. Nur: Wie genau das Facebook-Tochterunternehmen die neuen Regeln umsetzen würde, war bisher unklar.

Bestandskunden werden zur Bestätigung aufgefordert

Schließlich erscheint eine echte Altersprüfung schwer machbar – zumindest, ohne damit einen Großteil der Millionen WhatsApp-Nutzer in der EU zu vergraulen. Nun wurde das Problem aber offenbar schlank gelöst, wie AppGefahren berichtet: Nutzer, die sich innerhalb der letzten Tage das erste Mal bei dem Messenger angemeldet haben, bestätigten mit neuen Nutzungsbedingungen von WhatsApp automatisch auch das neue Mindestalter.

Bestandskunden werden nun auch nach und nach um eine einfache Bestätigung gebeten. Unterhalb eines langen Fließtextes mit aktualisierten Nutzungsbedingungen muss ganz einfach ein Schalter neben "Bestätige, dass du mindestens 16 Jahre alt bist" umgelegt werden – fertig.

Wohl keine Konsequenzen bei Falschangaben

Bis Anfang Juni haben Nutzer offenbar Zeit, die Bestätigung durchzuführen. Was dann passiert, ist unklar. WhatsApp schiebt die Verantwortung so also auf die Nutzer ab: Wer das Lesen der neuen Bedingungen und sein Alter bestätigt hat, ohne wirklich schon 16 zu sein, ist selber Schuld, wenn er den Schutz durch die neue EU-Verordnung aufgibt.

Gleichzeitig spart der Anbieter sich die echte Prüfung der Angaben – echte Konsequenzen wird es wohl für WhatsApp selbst und die Nutzer unter 16 Jahren kaum geben.

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