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WhatsApp bestätigt: Bald Werbung in der Status-Ansicht

Die werbefreie Zeit von WhatsApp neigt sich ihrem Ende entgegen.
Die werbefreie Zeit von WhatsApp neigt sich ihrem Ende entgegen. (©TURN ON 2017)

Dass WhatsApp demnächst Werbeanzeigen an seine Nutzer ausspielen wird, ist längst bekannt. Nun wurden die Pläne konkretisiert: Als primäre Vermarktungsfläche soll demnach die Status-Ansicht dienen.

Das bestätigte Facebook-Manager Chris Daniels gegenüber Outlook India. Die Tage einer vollkommen werbefreien Plattform sind damit gezählt: "Wir werden Werbung in der Status-Ansicht platzieren", heißt es. Diese Anzeigefläche werde die primäre Monetarisierungsmethode von WhatsApp sein und Unternehmen die Möglichkeit geben, viele potenzielle Kunden zu erreichen.

Wird WhatsApp geöffnet, ist die Status-Ansicht im Normalfall das, was Nutzer der App zunächst zu Gesicht bekommen. Über diesen Bereich können User einen eigenen Status definieren und diesen mit Bildern, Videos oder GIFs anreichern. Der Status bleibt 24 Stunden lang sichtbar. Zugleich wird in diesem Menü auch der Status anderer Kontakte angezeigt.

WhatsApp-Gründer haben Facebook längst den Rücken gekehrt

Die WhatsApp-Gründer, Jan Koum und Brian Acton, haben Facebook aufgrund abweichender Ansichten über die Ausrichtung des Messengers längst verlassen. Beide hatten Werbung in WhatsApp stets abgelehnt. Im Jahr 2012 veröffentlichten die beiden Köpfe hinter WhatsApp einen viel beachteten Blogeintrag unter dem Titel "Warum wir keine Anzeigen verkaufen", in dem sie ihre Entscheidung gegen Werbung begründeten.

Darin heißt es unter anderem: "Sobald Werbung im Spiel ist, bist du, die Nutzerin, der Nutzer, das Produkt." 2014 kaufte Facebook WhatsApp schließlich für den Betrag von rund 19 Milliarden US-Dollar. Dass sich die Vision eines werbefreien Messengers unter Facebook nicht aufrecht erhalten ließ, gestand Acton zuletzt in einem Interview mit Forbes im September ein: "Am Ende des Tages habe ich meine Firma verkauft. Ich habe die Privatsphäre meiner Nutzer für einen größeren Profit verkauft."

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