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WhatsApp: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle Nutzer

WhatsApp verschlüsselt jetzt alle Daten bei der Kommunikation.
WhatsApp verschlüsselt jetzt alle Daten bei der Kommunikation. (©picture alliance / dpa 2016)

Ab sofort bietet der weltweit beliebte Messenger WhatsApp eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle Nutzer an. Das bedeutet: Außer Sender und Empfänger kann niemand dazwischen die gesendeten Inhalte verstehen. Auch nicht die NSA, verspricht WhatsApp.

Lange Zeit galt WhatsApp als nach außen unsicher. Die auf dem jeweiligen Gerät befindlichen Daten werden zwar schon seit einiger Zeit verschlüsselt, die zwischen den Nutzern ausgetauschten Informationen aber bisher nicht. So war es möglich, dass etwa Geheimdienste den Datenverkehr abhören und Konversationen zwischen WhatsApp-Nutzern im Klartext mitschneiden konnten. Mit der jetzt eingeführten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist damit Schluss, wie die WhatsApp-Bosse Jan Koum und Brian Acton im Firmenblog erklären.

Verschlüsselung klappt mit der neuesten Version

Wer die neueste Version des Messengers verwendet (2.16.1 bei iOS und 2.12.556 bei Android) profitiert von der neuen Verschlüsselung. Diese ist automatisch aktiviert, unter Android sieht man eine entsprechende Nachricht, dass die Chats verschlüsselt sind, unter iOS muss man diese in den Sicherheitseinstellungen des Accounts erst aktivieren. Grundsätzlich ist jetzt jeder Text, jedes Bild, jede Sprachnachricht, jedes Video und auch jeder Anruf so verschlüsselt, dass nur die Beteiligten diese Nachrichten im Klartext sehen können. Laut WhatsApp gilt das auch für Gruppenchats – allerdings nur dann, wenn alle Teilnehmer die entsprechende Version haben. "Niemand kann in diese Nachricht schauen. Keine Hacker. Keine unterdrückenden Regimes. Nicht einmal wir", betonen die WhatsApp-Bosse.

Für User, die wissen wollen, wie die Verschlüsselung funktioniert, hat WhatsApp eine eigene Seite eingerichtet. Und wer es wirklich ganz genau wissen will, wie das technische Verfahren funktioniert, für den ist dieses PDF-Dokument bestimmt eine spannende Lektüre – allerdings auf Englisch. Zusätzlich ist jetzt die Möglichkeit eingebaut, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu prüfen. Die WhatsApp-Macher betonen, wie wichtig die Arbeit der Polizei sei, um Sicherheit zu gewährleisten, weisen aber auch darauf hin, dass unverschlüsselte Daten auch von Kriminellen und Schurkenstaaten genutzt werden können. Dieser Hinweis geschieht natürlich im Zusammenhang mit der aktuellen Auseinandersetzung zwischen Apple und dem FBI in den letzten Wochen, die dadurch beendet wurde, dass es den Behörden anscheinend gelungen ist, das iPhone zu entschlüsseln.

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