WhatsApp zahlt keine Abo-Gebühren zurück

Facebook, WhatsApp
WhatsApp wird keine Abo-Gebühren zurückerstatten. (©TURN ON 2015)
Gregor Rumpf Würde sich auch in 10 Jahren noch das iPhone SE kaufen, weil große Smartphones nerven.

Anfang der Woche überraschte WhatsApp mit der Nachricht, dass die App in Zukunft komplett kostenlos sein soll. Manche Android-Nutzer hatten jedoch im Rahmen eines Abo-Modells für fünf Jahre im Voraus bezahlt und wollten nun vom Unternehmen wissen, ob es eine Rückzahlung gibt – die Antwort ist ernüchternd.

WhatsApp ist in Zukunft komplett gratis – bereits bezahlte Abo-Gebühren werden aber nicht zurückgezahlt. Das berichtet Caschys Blog unter Berufung auf eine Nachricht, die Nutzer des Messengers von WhatsApp zugeschickt bekamen. Darin bedankt sich das Unternehmen für die Treue der User, kündigt allerdings an, dass es keine Rückerstattung von bereits gezahlten Abo-Gebühren geben wird.

"Wir wissen die Nutzer zu schätzen, die bereits jahrelang WhatsApp verwenden und es uns ermöglicht haben, das Produkt so zu bauen, wie es heute ist", heißt es in der Mail etwas entschuldigend. Im Klartext: Android-User, die kurz vor der Umstellung von WhatsApp auf einen kostenlosen Dienst ein Abo abgeschlossen haben, bekommen kein Geld zurück.

Gratis-WhatsApp beseitigt intransparentes Preismodell

Für die Android-Version von WhatsApp wurde im Jahr 2013 ein Abo-Modell eingeführt, das bis zu fünf Jahre Laufzeit anbot. Je länger das Abo lief, desto größer fiel auch der Rabatt aus – bei einem 5-Jahres-Abo kostete WhatsApp 3,34 Euro. Für einige Nutzer war diese Summe offenbar Grund genug, bei WhatsApp nach einer Rückzahlung zu fragen – die es aber wenig überraschend nicht geben wird.

Das Preismodell von WhatsApp war in den vergangenen Jahren für viele Nutzer recht undurchsichtig. Offiziell wurde nach einem Jahr kostenloser Nutzung eine jährliche Gebühr von 0,89 Euro fällig. In der Praxis funktionierte dieses Abo-Modell aber nicht zuverlässig, viele User mussten nie etwas für den Dienst bezahlen. Mit der offiziellen Umstellung auf einen Gratis-Dienst ist zumindest dieses Problem jetzt behoben.

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