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Wie Apple Music: Facebook plant angeblich Streaming-Dienst

Geheimtreffen: Facebook soll an einem Musikangebot arbeiten.
Geheimtreffen: Facebook soll an einem Musikangebot arbeiten. (©CC: Flickr/mkhmarketing 2015)

Facebook könnte an einem eigenen Streaming-Angebot für Musik als Konkurrenz zu Apple Music arbeiten. Möglicherweise zu diesem Zweck gab es kürzlich mehrere Geheimtreffen zwischen Facebook-Mitarbeitern und großen Musikfirmen wie Sony, Universal und Warner.

Facebook habe angeblich mit den großen Labels gesprochen, um "was mit Musik" zu machen, schreibt The Verge und beruft sich dabei auf verschiedene Quellen. Demnach sollen Mitarbeiter des sozialen Netzwerks nicht nur mit Sony Music Entertainment und der Universal Music Group, sondern auch mit der Warner Music Group über das Interesse der Zuckerberg-Firma an Musik gesprochen haben. Was genau Gegenstand der geheimen Gespräche war, ist unklar. Aber es kann sich eigentlich nur um eine Art Streaming-Angebot handeln, obwohl es hinter den Kulissen heißt: Facebook hat sich noch nicht entschieden.

Facebook will noch mehr Nutzer-Aktivität

Facebooks Interesse an Musik liegt auf der Hand: Schon jetzt verbringen die Nutzer jede Menge Zeit mit dem sozialen Netzwerk – durchschnittlich mehr als 40 Minuten pro Tag in den USA. Hätte Facebook ein Musikangebot, würde diese Zeit dramatisch steigen, was sich wiederum positiv auf Werbeerlöse auswirken könnte. Eine Rolle in den Plänen könnte Facebooks Video-Plattform spielen, das Unternehmen will laut den Informanten jedenfalls etwas ganz besonderes auf die Beine stellen.

Aber die Insider betonen auch, dass sich die Gespräche in der Tat in einem noch sehr frühen Stadium befinden und absolut nichts festgezurrt sei. Facebook wollte zu den Geheimverhandlungen, ebenso wie die angeblich beteiligten Musikfirmen, keine Stellungnahme abgeben. Versuche, Musikangebote in Facebook einzubauen, gab es schon früher, etwa mit den "Hören"-Schaltflächen auf den Seiten von Musikern. Viel daraus geworden ist bislang nicht, jetzt könnte das anders werden.

Besonders mit dem Start von Apple Music hat sich der Markt gewandelt. Während Amazon, Apple, Google und auch Microsoft eigene Musikangebote haben, steht Facebook diesbezüglich im Regen. Während das soziale Netzwerk 798 Millionen mobile Nutzer pro Tag erreicht, hat Apple Music dank iTunes eine Kundendatenbank mit 800 Millionen Kreditkartennummern. Mit seiner großen Reichweite könnte Facebook hier von heute auf Morgen also auch ein Big Player werden.

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