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Wie iOS 11: Auch Android steigt auf 64-Bit-Apps um

Smartphones wie das Pixel 2 sind bereits auf 64-Bit-Apps ausgelegt.
Smartphones wie das Pixel 2 sind bereits auf 64-Bit-Apps ausgelegt. (©YouTube/The Verge 2017)

Während Apple in iOS 11 Schluss mit 32-Bit-Apps machte, ist Google in dieser Hinsicht etwas gnädiger. Aber: Ab August 2019 müssen alle neuen Apps sowie Updates im Play Store mit 64 Bit kompatibel sein. Die Entwickler können ergänzend aber auch weiterhin 32-Bit-Versionen anbieten.

Auf seinem Blog hat Google wichtige Neuregelungen für App-Entwickler verkündet. Während 64-Bit-Apps bereits seit Android Lollipop unterstützt werden, waren sie bislang nicht verpflichtend – ganz im Gegensatz zu Apple, das in iOS 11 den Support für 32-Bit-Anwendungen komplett gestrichen hatte. Das wird sich künftig jedoch ändern. So müssen ab August 2019 alle Android-Apps 64-Bit-Code integriert haben. Anders als auf dem iPhone werden Programmierer aber nicht dazu gezwungen, 32 Bit vollständig den Rücken zu kehren. Google weist in seiner Ankündigung aber darauf hin, dass es künftig Android-Smartphones geben könnte, die ausschließlich 64-Bit-Code unterstützen.

Ab 2018 muss Android-Oreo-Schnittstelle unterstützt werden

Zusätzlich wird Google Anfang 2018 aus Gründen einer verbesserten Sicherheit damit beginnen, den APK-Dateien der Apps zusätzliche Sicherheits-Metadaten hinzuzufügen, um die Echtheit der App zu verifizieren – Entwickler müssen für diese Maßnahme aber nicht aktiv werden. In der zweiten Jahreshälfte 2018 werden neue Apps und Updates aber eine bestimmte Programmierschnittstelle benötigen. Dabei handelt es sich konkret um API Level 26, die Bestandteil von Android 8.0 Oreo ist. Die Apps selbst müssen dafür nicht für Android Oreo optimiert sein, aber zumindest diese Schnittstelle explizit nutzen – aus Gründen der Sicherheit und Performance, begründete Google diesen Schritt.

Wenngleich Google keinen so harten Schnitt macht wie Apple, so dürfte die neue Marschrichtung Bewegung in die Entwickler-Gemeinde bringen. 64-Bit-Apps sind zwar nicht automatisch besser, doch die notwendige Anpassung des Programmcodes dürfte in vielen Fällen in einer Verbesserung des App-Erlebnisses resultieren.

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