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Windows 10 läuft auf Apples M1-Chip schneller als auf Surface Pro X

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Nicht nur Apples eigenes Betriebssystem profitiert von der Leistung des M1-Chips, sondern auch Windows 10. Bild: © Apple 2020

Apples neuer MacBook-Chipsatz M1 ist rasend schnell, erste Benchmarks haben das eindrucksvoll gezeigt. Was uns aber doch überrascht: Sogar Microsofts Betriebssystem Windows 10 läuft auf dem M1-Chip schneller als auf dem Surface Pro X von Microsoft.

Ein Entwickler hat Windows 10 über eine Virtualisierung auf Apples M1-Chipsatz laufen lassen und die Resultate auf Twitter veröffentlicht, meldet iMore. Das überraschende Ergebnis fällt für das Surface Pro X ernüchternd aus. Die Tests basieren auf der Geekbench-Software in den Versionen 4 und 5, in denen Windows 10 auf einem M1-Computer mit Microsofts hauseigenem Surface Pro X verglichen wurde.

So dominiert der M1-Chip die Windows-Konkurrenz

Während Windows 10 in Kombination mit dem M1 einen Single-Core-Score von 1.288 und einen Multi-Core-Score von 5.685 erreicht hat, muss sich das Surface Pro X mit lediglich 800 und 3.000 Punkten begnügen. Als Grundlage für den Test diente ein SQ2-Chipsatz auf Basis der ARM-Architektur, den Microsoft zusammen mit Qualcomm entwickelt hat.

ARM-Prozessoren unterscheiden sich von herkömmlichen Chips vor allem durch ihre energieeffizientere Arbeitsweise. Sie waren deswegen bislang vor allem in Smartphones und Tablets zu finden – und tauchen jetzt aufgrund ihrer Leistungsstärke immer öfter auch in Laptops auf.

Zwar ist nicht klar, wie verlässlich die Wertungen sind. Doch sollte Windows unter Apples M1-Chip wesentlich schneller laufen als auf Microsofts eigener Hardware, wäre das ein Schlag für Microsofts Bemühungen, Windows-Hardware auf Basis der ARM-Architektur zu etablieren.

Windows 10 als ARM-Lizenz nur für PC-Hersteller

In der Praxis dürfte Windows aber ohnehin nicht so schnell auf Macs mit M1-Chips zu finden sein: Microsoft lizenziert sein Betriebssystem auf ARM-Basis nur für seine eigenen Surface-Modelle und exklusiv für PC-Hersteller – eine Lizenzierung durch Endkunden ist nicht vorgesehen. Theoretisch müsste Apple bei Microsoft Lizenzen kaufen, um Windows 10 auf seinen Macs anbieten zu können. Wahrscheinlich ist das nicht. Erste Macs mit M1-Chip gibt es seit November zu kaufen.

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