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Windows 10-Leak weist auf Peer-to-Peer-Updates hin

Neue Funktion: Kommen Updates für Windows 10 per Peer-to-Peer-Methode?
Neue Funktion: Kommen Updates für Windows 10 per Peer-to-Peer-Methode? (©Microsoft 2015)

Bislang kommen die regelmäßigen Updates für Windows-Systeme per Windows-Update von zentralen Microsoft-Servern. Das könnte sich ab dem kommenden Windows 10 ändern. Ein Leak der letzten Version (Build 10036) weist auf die Möglichkeit hin, Updates von verteilten Quellen über eine "Peer-to-Peer"-Funktion zu beziehen.

Das Peer-to-Peer-Verfahren ist in der Musik-Tausch-Szene weltweit populär geworden. Man verbindet mit verschiedenen Methoden und Protokollen einzelne Rechner auf der ganzen Welt übers Internet miteinander und kann dann beliebige freigegebene Daten auf diesen Computern austauschen. Ein Großteil dieser Tauschaktionen war allerdings  illegal und verstieß gegen das Urheberrecht – aber das Verfahren bietet auch jede Menge legaler Einsatzmöglichkeiten. So nutzt beispielsweise der World-of-Warcraft-Hersteller Blizzard mit seinem Downloader das Peer-to-Peer-Verfahren. Damit will man Engpässe umgehen, wenn alle Spieler gleichzeitig versuchen, Updates so schnell wie möglich von den Blizzard-Servern herunterzuladen.

Windows-Updates lokal und übers Internet

Wie The Verge jetzt schreibt, können sowohl Apps als auch Updates für das kommende Windows 10 von Computern im lokalen Netzwerk oder aber von Rechnern, die übers Internet miteinander verbunden sind, heruntergeladen werden. Besonders überraschend ist dieser Schritt nicht, denn Microsoft hat schon 2013 Pando Networks gekauft, den Hersteller einer Peer-to-Peer-Technologie, die etwa wie Bit Torrent funktioniert. Ob Microsoft diese Pando-Lösung in Windows 10 verwendet, ist aber nicht klar.

Eine offizielle Bestätigung, dass Windows-Updates künftig auch von weltweit verteilten Rechnern kommen können, steht noch aus. Aber die Windows-Macher aus Seattle planen demnächst ein Release der offiziellen Windows-10-Vorversion, in der die neue Funktion enthalten sein dürfte. Und dann gehen vermutlich auch die Diskussionen darüber los, wie sicher ausgerechnet Betriebssystem-Updates sind, die nicht mehr direkt von Microsoft stammen, sondern von irgendwelchen Computern auf der ganzen Welt.

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