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Witwe nimmt Asche ihres toten Mannes mit in Handyladen

Verzweifelte Maßnahmen: Weil T-Mobile UK den Vertrag ihres toten Mannes nicht lösen wollte, brachte eine Witwe die Asche des Gatten in den Handyladen.
Erst die Asche eines Toten konnte T-Mobile zur Auflösung eines Handyvertrags bewegen.
Erst die Asche eines Toten konnte T-Mobile zur Auflösung eines Handyvertrags bewegen. (©Thinkstock.com/kzenon 2014)

Verzweifelte Situationen erfordern verzweifelte Maßnahmen: T-Mobile UK wollte den Mobilfunkvertrag ihres verstorbenen Mannes nicht auflösen – da nahm eine Witwe in Großbritannien kurzerhand die Asche ihres Ehegatten mit in den Handyladen.

Wie der Daily Telegraph berichtet, drohte T-Mobile UK der Britin Maria Raybould zuvor sogar mit einem Gerichtsvollzieher. Der Grund: Die Frau weigerte sich, die Handyrechnung ihres verstorbenen Mannes weiter zu zahlen. So sollte die 56-Jährige sogar eine Annullierungsgebühr überweisen, um den Mobilfunkvertrag aufzulösen. Maria Raybould entschied sich daraufhin zu einem radikalen Schritt: "Bewaffnet" mit der Sterbeurkunde ihres Mannes, der Rechnung für die Begräbniskosten und der Asche von David Raybould ging sie in einem T-Mobile-Shop in Cardiff.

"Es war einfacher, meinen Mann zu begraben, als seinen Handyvertrag zu kündigen"

Im Handy-Laden erlitt die verzweifelte Witwe schließlich fast einen Zusammenbruch. "Ich gab ihnen 20 Minuten um die Sache zu regeln. Dann ging ich nach draußen und erlitt eine Panikattacke." Als Maria Raybould den Handy-Laden wieder betrat, erklärte sich der Manager schließlich bereit, den Vertrag aufzulösen. Es sei einfacher gewesen, ihren Mann zu begraben, als seinen Handyvertrag zu kündigen, erklärt Maria Raybould bitter.

T-Mobile entschuldigt sich kleinlaut für "Fehler im automatischen Storno-Prozess"

T-Mobile gibt sich nach dem unangenehmen Vorfall inzwischen etwas kleinlaut. Das Mobilfunkunternehmen entschuldigte sich für das Durcheinander und erklärte, dass eine Verzögerung im automatischen Storno-Prozess zu den Mahnbriefen geführt habe. Inzwischen sei der Handyvertrag von David Raybould aber endgültig aufgelöst worden.

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