Wo ist Walter? Dieser Roboter weiß es

Andreas Müller Hat im vergangenen Jahr so viele Smartphones getestet, dass er einen Orden verdient hätte.

Ein Roboter findet die Kinderbuch-Figur Walter schneller als die Kleinen. Dabei hilft ihm eine Künstliche Intelligenz von Google. Der Roboter analysiert die Seite, auf der sich Walter verbirgt, und nach ein paar Sekunden zeigt er auf den Ort, wo sich der Brillenträger mit dem rot-weiß gestreiften Pullover aufhält.

Eltern und Kleinkinder liefern sich gerne einen Wettbewerb darum, wer auf den "Wo ist Walter?"-Wimmelbildern zuerst die Figur findet. Ein neuer Roboter mit Künstlicher Intelligenz hat allerdings ein noch besseres Auge für den Mann mit der rot-weißen Pudelmütze, wie The Verge schreibt. Der Roboter wurde von der Kreativagentur RedPepper entwickelt und macht dem überheblichen Blick Deiner Kinder ein Ende, wenn sie wieder mal Walter vor Dir entdeckt haben.

Roboter findet Walter dank maschinellem Lernen

Der Roboterarm knipst mit seiner Kamera ein Foto des Wimmelbilds und analysiert es mithilfe der OpenCV-Tools auf menschliche Gesichter. Googles Tool AutoML für maschinelles Lernen studiert anhand von 107 Darstellungen von Walters Kopf und Körper, wie die Kinderbuchfigur aussieht. Hat der Roboter mit einer 95-prozentigen oder höheren Wahrscheinlichkeit Walter entdeckt, zeigt er mit seinem Arm auf die Figur.

Oder sind Menschen doch schneller?

Der Walter-findende Roboter ist nur eine Illustration dafür, was AutoML tun kann und kein Produkt für Konsumenten. Schließlich geht es beim beliebten Wimmelbild-Spiel nicht wirklich darum, möglichst schnell Walter zu finden, sondern um ein gemeinsames Erlebnis zusammen mit dem Nachwuchs. Aber selbst wenn der Roboter auf den Markt käme: Sein Rekord liegt bei 4,45 Sekunden und es gibt sicher Walter-vernarrte Eltern, die Walter schneller finden – wenn ihnen die Kleinen nicht zuvorkommen.

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