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WPA2: Wi-Fi-Verschlüsselung offenbar geknackt

Dein WLAN-Netzwerk ist nicht länger sicher.
Dein WLAN-Netzwerk ist nicht länger sicher. (©Thinkstock/iStockphoto/allanswart 2017)

Wi-Fi ist angeblich nicht mehr vor Hackern sicher. Der aktuelle WLAN-Verschlüsselungsstandard WPA2 wurde nämlich offenbar geknackt. Bis ein Patch für die WLAN-Router zur Verfügung steht, sollten Nutzer beim Internetzugang über Wi-Fi einige Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.

Nach 13 Jahren wurde nun offenbar der Sicherheitsstandard WPA2 geknackt. WLAN-Netzwerke sind somit wohl nicht mehr vor Hackern geschützt. Das schreibt Ars Technica mit Bezug auf eine Mitteilung der US-amerikanischen Behörde US-CERT, die Bedrohungen für die Internet-Sicherheit bekämpft. Da es sich bei US-CERT um eine seriöse Quelle handelt, muss man die Bedrohung für die Datensicherheit sehr ernst nehmen.

Die Untersuchungsergebnisse sollen am 1. November ausführlich bei der ACM Conference on Computer and Communications Security in Dallas vorgestellt werden. Auf krackattacks.com erläutert der Entdecker der Schwachstelle, Mathy Vanhoef, was die Sicherheitslücke bedeutet.

Hacker können nun auf fremden Datenverkehr zugreifen

Wenn sich ein Hacker in der Nähe eines fremden WLAN-Netzwerks befindet, könnte er nun das Wi-Fi-Passwort knacken. Dann hätte der Angreifer Zugriff auf die Internetaktivitäten und er könnte ungeschützte oder unverschlüsselte Datenströme wie ein Passwort, das auf einer Nicht-HTTPS-Website eingetippt wird, abfangen.

Allerdings weist krackattacks.com darauf hin, dass selbst via HTTPS geschützte Eingaben in zahlreichen Fällen wie in Android-Apps, in iOS und OSX, in Online-Banking-Apps und in VPN-Apps abgegriffen werden konnten. Dennoch ist HTTPS deutlich sicherer als Eingaben in reiner Textform.

WPA2-Patch genügt

Letztlich können WLAN-Nutze offenbar gar nichts tun, um sich vor Hacker-Angriffen zu schützen, als auf einen Patch ihres Router-Anbieters zu warten oder kein WLAN mehr zu nutzen. Auch die meisten VPN-Anbieter vernachlässigen laut Ars Technica die Sicherheit oder sie sammeln sogar selbst Nutzerdaten. Am Ende gibt es nur eine gute Nachricht: Laut krackattacks.com muss nicht schnell WPA3 entwickelt werden, sondern es genügt ein WPA2-Patch. Dieser wird allerdings dringend benötigt.

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