WPA3: Neue WLAN-Verschlüsselung soll Netzwerke sicherer machen

WLAN-Netzwerke sollen dank WPA3 sicherer werden.
WLAN-Netzwerke sollen dank WPA3 sicherer werden. (©AVM 2017)
Patrick Schulze Fragt sich, wann VR-Brillen endlich so massentauglich werden wie in "Ready Player One".

Mit dem neuen Verschlüsselungsprotokoll WPA 3 sollen öffentliche und private WLAN-Netze in Zukunft viel sicherer werden. Allerdings werden dafür wahrscheinlich auch neue Router benötigt.

Es ist gerade einmal wenige Monate her, dass die WLAN-Sicherheitslücke Krack für Aufsehen sorgte. Mit Krack konnten sämtliche über WPA2-verschlüsselten WLAN-Netze und die darin befindlichen Geräte gehackt werden. Glücklicherweise haben sowohl Router- als auch Gerätehersteller mittlerweile reagiert und entsprechende Patches veröffentlicht. Doch auch die Wi-Fi Alliance, die für Spezifikationen und Sicherheit von WLAN-Netzen verantwortlich ist, hat sich ihre Gedanken gemacht und am Dienstag das neue Verschlüsselungsverfahren WPA3 offiziell vorgestellt.

Sicher auch bei schwachen Passwörtern

WPA3 soll die Schwachstellen bisheriger Sicherheitssysteme für WLAN-Netze beheben und die drahtlosen Internetverbindungen wieder dauerhaft sicher machen. So sollen die Daten sogar dann sicher sein, wenn die Nutzer ihr Wi-Fi-Netz nicht mit einem übermäßig komplizierten Passwort gesichert haben. Zudem soll es leichter werden, Geräte für das WLAN-Netzwerk zu konfigurieren, die selbst nicht mit einem Display ausgestattet sind.

Auch in öffentlichen Hotspots soll das Surfen dank WP3 endlich deutlich sicherer werden. Dafür sorgt eine individuelle Datenverschlüsselung. Selbst wenn Hacker in öffentlichen Hotspots die Daten von anderen Nutzern abfangen, sollen diese mit dem neuen Protokoll noch verschlüsselt sein, wodurch sie für den Angreifer unbrauchbar wären.

Wahrscheinlich werden für WPA3 neue Router benötigt

Noch ist unklar, ob WPA3 nur mit neuen Routern und Endgeräten funktioniert, oder ob sich auch bestehende Geräte mit neuer Software für den neuen Standard aufrüsten lassen. Die Wi-Fi Alliance verlangt in jedem Fall eine Zertifizierung der Endgeräte für WPA3, was im ersten Moment eher gegen eine Nachrüstbarkeit per Software-Update spricht. Weitere Details wurden bislang allerdings nicht bekannt gegeben. Die Einführung des neuen Protokolls soll im Laufe des Jahres erfolgen.

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