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Zensur? Apple löscht "New York Times"-App in China

Die Apps der New York Times sind in China nicht mehr zugänglich.
Die Apps der New York Times sind in China nicht mehr zugänglich. (©picture alliance / AP Photo 2017)

Apple hat im chinesischen App Store die Anwendungen der Zeitung "New York Times" entfernt. Der Konzern beugt sich damit offenbar dem Wunsch chinesischer Zensoren.

Apple hat die englischsprachige und die chinesische Version der New York Times-App aus dem App Store in China entfernt. Wie die New York Times selbst berichtet, seien die Anwendungen schon am 23. Dezember 2016 gelöscht worden. Apple selbst erklärte lediglich, dass die Apps gegen "lokale Regularien" verstoßen hätten, nannte jedoch keine genaueren Details oder Gründe für das Löschen.

Zensiert Apple aus wirtschaftlichen Gründen?

"Schon seit einiger Zeit durfte die New York Times-App in China für viele Nutzer keine Inhalte mehr darstellen und wir wurden informiert, dass die App gegen lokale Regularien verstößt", so Apple-Sprecher Fred Sainz. Daher musste die Anwendung laut Apple aus dem chinesischen App Store entfernt werden. Andere westliche Medien wie etwa die Financial Times oder das Wall Street Journal stehen als Apps auch weiterhin in China zur Verfügung.

Wie die New York Times weiter berichtet, wird die Internetseite der Zeitung in China schon seit 2012 blockiert. Zuvor hatte das Blatt diverse Artikel über den Reichtum der Familie von Wen Jiabao veröffentlicht, damals Premierminister in China. Diese Berichte stießen der kommunistischen Regierung offenbar sauer auf. China ist ein wichtiger Absatzmarkt für Apple – Kritiker werfen dem iPhone-Konzern daher vor, aus rein wirtschaftlichen Interessen vor der chinesischen Zensur einzuknicken.

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