Zensur? Tumblr muss alle nicht jugendfreien Inhalte entfernen

Nicht jugendfreie Inhalte soll es auf Tumblr künftig gar nicht mehr geben.
Nicht jugendfreie Inhalte soll es auf Tumblr künftig gar nicht mehr geben. (©picture alliance / NurPhoto 2018)
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Nachdem Apple die Tumblr-App jüngst aus dem App Store verbannte, hat der Dienst jetzt neue Richtlinien für die Nutzung seines Angebots angekündigt. Nicht jugendfreie Inhalte werden mit Stichtag 17. Dezember automatisch gelöscht und sind nicht mehr gestattet.

Das teilte die Blog-Plattform am Montag in einem Blogeintrag mit, berichtet The Verge. Das Unternehmen werde seinen Service grundsätzlich neu ausrichten und pornografische Inhalte von seiner Plattform vollständig verbannen. Das Verbot umfasse explizite sexuelle Inhalte und – bis auf wenige Ausnahmen – die Darstellung von Nacktheit.

Damit reagiert Tumblr offenbar auf pornografisches Material von Minderjährigen, das auf der Plattform entdeckt und womöglich zum Rauswurf der Tumblr-App aus dem App Store führte. Mit den neuen Bestimmungen und dem Ausschluss von nicht jugendfreien Inhalten geht Tumblr aber noch über das hinaus, was zum eigentlichen Bann des Dienstes führte. Andererseits sei bis heute nicht vollständig geklärt, ob Apple die App tatsächlich bannte oder Tumblr seine Anwendung selbst vorsorglich aus dem Store nahm.

Nicht jugendfreie Inhalte werden mittels Algorithmen automatisch entfernt

Nach dem Inkrafttreten der neuen Nutzungsbestimmungen am 17. Dezember werden anstößige Inhalte markiert und durch einen Filter entfernt. Betroffene Nutzer, deren Inhalte als nicht jugendfrei gekennzeichnet wurden, werden derzeit von Tumblr per E-Mail darüber informiert, dass ihre Beiträge künftig nicht mehr einsehbar sein werden. Beiträge mit pornografischem Material werden auf privat gesetzt, um eine weitere Verbreitung zu unterbinden.

Wurde früher gegen nicht jugendfreie Inhalte auf Tumblr allenfalls mit angezogener Handbremse vorgegangen, hat sich spätestens seit der Übernahme durch die Verizon-Tochterfirma Oath ein Richtungswechsel angebahnt. Schon im August wurden härtere Richtlinien durchgesetzt, mit den neuen Bestimmungen verbietet der Dienst noch deutlich mehr Inhalte.

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