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4 Tipps fürs Fotografieren mit dem Pop-up-Blitz der Digicam

Der Profi greift zum Aufsteckblitz oder externen Blitzgeräten. Was aber bleibt dem Hobbyfotografen mit seiner Kompakt-, Bridge- oder Systemkamera? Viele dieser Modelle besitzen einen kleineren, nicht so leistungsstarken Pop-up-Blitz. Mit diesen vier Tipps holst Du dennoch alles aus der Blitzlichtaufnahme raus.

In dunklen Umgebungen ist Fotografieren immer eine schwierige Angelegenheit. Ist nicht genügend Licht vorhanden, gerät das Foto zu dunkel. Manuelle Anpassungen an der ISO-Zahl, der Belichtungszeit oder der Blendenöffnung lässt jedoch nicht jedes Kameramodell zu – oder es fehlt dem Kamerabesitzer an nötigem Hintergrundwissen. Was also tun? Mit Blitz fotografieren? Auch das liefert häufig nicht die gewünschten Ergebnisse. Ein Blitz, insbesondere der integrierte Blitz vieler Kameras, ist natürlich keine Wunderwaffe. Richtig eingesetzt kann er aber dennoch nützlich sein. Wir geben Dir Tipps für den Umgang mit dem Pop-up-Blitz Deiner Digicam.

1. Stärke des Blitzlichts anpassen

Moderne DSLR-Modelle sind häufig in der Lage, die Intensität des Blitzlichts automatisch anzupassen. Dazu werden Daten wie Brennweite, Blendenöffnung und Entfernung zum Motiv zwischen Objektiv, Kamerachip und Blitz ausgetauscht. Bei vielen anderen Kameramodellen, die die Lichtintensität nicht automatisch regeln können, ist dafür häufig eine manuelle Anpassung der Blitzstärke möglich. Wird das Motiv zu dunkel abgebildet oder zeigt das Foto unerwünschte Schatten, stelle die Blitzintensität in den Kameraeinstellungen hoch.

 Via Blitzbelichtungskorrektur lässt sich die Intensität des Blitzlichts regeln. fullscreen
Via Blitzbelichtungskorrektur lässt sich die Intensität des Blitzlichts regeln. (©TURN ON )

Wirkt das eingesetzte Licht zu grell oder entstehen harte Schattenkanten, dann ist die Blitzkraft zu hoch eingestellt. Das Bild wirkt dann kühl, Personen erscheinen blass und viel zu hell im Vergleich zum dunklen Hintergrund. Um eine solche "flache" Ausleuchtung des Motivs zu verhindern, regle die Blitzbelichtungskorrektur etwas herunter. Mitunter braucht es mehrere Probeaufnahmen, um die perfekte Balance beim Blitzen zu finden.

2. Diffusor für den integrierten Blitz basteln

 Ein Diffusor lässt sich z.B. aus Butterbrotpapier improvisieren. fullscreen
Ein Diffusor lässt sich z.B. aus Butterbrotpapier improvisieren. (©TURN ON )

Eine weitere Möglichkeit, flache Aufnahmen mit harten Schatten zu vermeiden, ist das Verwenden eines Diffusors. Diffusoren zum Aufstecken gibt es bereits für kleines Geld. Wer das sparen möchte, kann aber auch auf einen simplen Life-Hack zurückgreifen. Ein Hilfsmittel, um hartes Licht weicher zu machen, lässt sich aus verschiedenen weißen, halbtransparenten Materialien basteln. Aus einer alten Aufbewahrungsbox für Analogfilme, einem Taschentuch oder Butterbrotpapier wird im Handumdrehen ein passender Diffusor für den Pop-up-Blitz der Digitalkamera.

3. Pop-up-Blitz auch tagsüber nutzen

 Tagsüber hilft der Blitz beim Fotografieren gegen das Licht. fullscreen
Tagsüber hilft der Blitz beim Fotografieren gegen das Licht. (©TURN ON )

Geblitzt wird nur, wenn es dunkel ist? Nicht unbedingt. Der integrierte Blitz der Kamera kann auch tagsüber und im Freien dabei helfen, Bilder schöner auszuleuchten. Bei Sonnenlicht kann es durchaus vorkommen, dass fotografierte Menschen unschöne Schatten im Gesicht aufweisen oder im Vergleich zum Hintergrund unterbelichtet wirken. Das lässt sich durch den integrierten Blitz und das direkte Anblitzen der Person verhindern. Insbesondere bei Gegenlicht kann der Pop-up-Blitz helfen, eine gleichmäßigere Ausleuchtung von Vorder- und Hintergrund zu erzielen. Mitunter musst Du auch hier etwas mit der Blitzbelichtungskorrektur spielen.

4. Rote Augen durch Mehrfachblitzen vermeiden

 Mehrfachblitzen hilft gegen rote Augen auf Fotos. fullscreen
Mehrfachblitzen hilft gegen rote Augen auf Fotos. (©TURN ON )

Viele Kameras bringen auch eine Vorblitz-Funktion mit. Diese ist praktisch zum Fotografieren von Personen, denn sie soll rote Augen auf Fotos verhindern. Dafür löst der Pop-up-Blitz schon einmal vor der eigentlichen Aufnahme aus. Die Pupillen der Fotomodelle verkleinern sich und die Netzhaut reflektiert den Blitz bei der anschließenden Aufnahme nicht mehr so stark. Setzt Du den Pop-up-Blitz beim Fotografieren in Innenräumen ein, achte allerdings auf eine korrekte Farbwiedergabe. Weisen die entstehenden Bilder einen Farbstich auf, kann es nötig sein, einen manuellen Weißabgleich an der Kamera vorzunehmen. Diesen musst Du dann natürlich unter Einsatz des Blitzlichts durchführen.

Zusammenfassung

  1. Nutze die Blitzbelichtungskorrektur der Kamera, um die Intensität des Pop-up-Blitzes zu erhöhen oder zu verringern
  2. Ein Diffusor, egal ob gekauft oder gebastelt, sorgt für weicheres Licht beim Blitzen
  3. Setze den Pop-up-Blitz auch tagsüber ein, um harte Schatten zu vermeiden und das Bild gleichmäßig auszuleuchten
  4. Ein Vorblitz verhindert, das fotografierte Personen rote Augen auf dem Bild bekommen

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