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Akku richtig laden: So lädst Du Dein Handy am besten auf

Beim Aufladen des Smartphones werden immer noch viele Fehler gemacht.
Beim Aufladen des Smartphones werden immer noch viele Fehler gemacht. (©Adobe Stock/Tomasz Zajda )

Nachrichten empfangen, online surfen oder Games zocken: Ein Leben ohne Handy können oder wollen sich die meisten wohl gar nicht mehr vorstellen. Damit der Dauer-Begleiter unterwegs aber nicht plötzlich schlapp macht, ist es wichtig, den Akku richtig zu laden. Welche Dos und Don'ts es beim Smartphone gibt, wird hier verraten.

Um kaum einen anderen Prozess ranken sich so viele Mythen, wie darum, wie das Handy richtig geladen wird. Tatsächlich können User einiges tun, um die Lebensdauer ihres Akkus zu schonen, wenn sie folgende Tipps beachten.

Handy richtig laden: So geht's

Eines vorweg: Den sogenannten Memory-Effekt kannst Du guten Gewissens ins Reich der Smartphone-Sagen verbannen. Der Mythos besagt, dass es sinnvoll sei, den Akku vollständig ent- und wieder aufzuladen. Doch das gilt höchstens für steinzeitliche Handy-Modelle mit Nickel-Cadmium-Akkus. Bei den heute zumeist verwendeten Lithium-Batterien (durchschnittliche Lebensdauer bis zu drei Jahre) greift der Memory-Effekt nämlich nicht mehr, sondern kann eher schädlich für die Lebensdauer des Gerätes sein.

Erster Merksatz in puncto korrekter Handy-Aufladung lautet daher: Häufiges Entladen auf 0 Prozent sowie das Aufladen auf satte 100 Prozent solltest Du nicht allzu oft durchführen. Der Grund: Die Elektroden eines Lithium-Ionen-Akkus werden dabei stark belastet. Als ideal gilt gemeinhin ein Bereich zwischen 30 und 70 Prozent.

Akku richtig laden: Belastungen vermeiden

Mit der richtigen Lademenge ist es aber noch nicht getan. Auch der Ladezeitpunkt und Ladezeitraum sind ausschlaggebend. Steht die Akku-Ladung noch bei 50 bis 70 Prozent, kannst Du Dir mit dem Nachladen noch Zeit lassen. Sobald der Akku-Warnhinweis aufpoppt, solltest Du aber spätestens zum Ladekabel greifen.

Der zweite Merksatz lautet: Verzichte darauf, den Smartphone-Akku bei niedrigem Stand nur für kurze Zeit an das Kabel zu hängen. Wiederkehrende, kurze Ladezeiten strapazieren nämlich das Handy. Die Folge – Du musst immer häufiger zum Ladegerät greifen und schon steckst Du mittendrin im Lade-Teufelskreis.

Ebenfalls ungünstig – permanente Stromzufuhr. Der dritte Merksatz lautet daher: Nimm nach dem Aufladen das Gerät zeitnah vom Storm. Das praktische Laden über Nacht sollten sich User daher auf jeden Fall sparen. Denn hat der Energiespeicher einmal seine volle Kapazität erreicht, wird der Ladevorgang eventuell unterbrochen und erst wieder fortgesetzt, wenn die Ladung unter einen bestimmten Punkt fällt. Das ständige Auf- und Entladen beansprucht nicht nur den Akku, sondern letztendlich auch die Stromrechnung.

Nach dem Aufladen sollte das Smartphone von der Steckdose genommen werden. (© 2018 thinkstock/baloon111)

Kein Mythos: Äußere Einflüsse

Extreme Temperaturen spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle – egal, ob es darum geht, einen iPhone-Akku richtig laden zu können, oder ein Android-Smartphone. Lade den Akku daher immer nur bei Zimmertemperatur auf, da zu hohe oder zu niedrige Temperaturen den Energiespeicher schneller altern lassen.

Steht schon fest, dass das Mobilgerät für länger Zeit nicht genutzt wird, solltest Du den Akku falls möglich außerhalb des Geräts an einem kühlen Ort lagern. Er darf hierbei etwa halb aufgeladen sein, zwischen 40 und 50 Prozent. Da er auch dabei allmählich an Ladung verliert, ist es ratsam, ihn ab und an wieder aufzuladen, damit er nicht bei 0 Prozent endet.

Zusammenfassung

  1. Der Mythos vom Memory-Effekt bei Akkus ist veraltet
  2. Häufiges Entladen auf 0 Prozent sowie das Aufladen auf satte 100 Prozent solltest Du nicht allzu oft durchführen
  3. Verzichte darauf, den Smartphone-Akku bei niedrigem Stand nur für kurze Zeit an den Strom zu hängen
  4. Nimm nach dem Aufladen das Gerät zeitnah vom Netz
  5. Der Akku sollte nicht bei extrem hohen oder niedrigen Temperaturen geladen werden
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