Ratgeber

Akku-Test fürs iPhone: So kannst Du Ladezyklen auslesen

Programme können mittlerweile die Ladezyklen des iPhones auslesen.
Programme können mittlerweile die Ladezyklen des iPhones auslesen. (©CC: Flickr/Kārlis Dambrāns 2015)

Von Zeit zu Zeit kann es sinnvoll sein, die Ladezyklen des iPhone-Akkus auszulesen. Anhand der ausgewerteten Daten lassen sich dann Rückschlüsse ziehen, ob die Batterie noch in Ordnung ist. Wie man die Akku-Ladezyklen beim iPhone ausliest, erklären wir in diesem Ratgeber.

Besitzer eines iPhones sind oftmals wahre Power-User. Das alltägliche Laderitual ist da längst Routine. Da Akkus allerdings verschleißen, verliert das Smartphone kontinuierlich an Akkukapazität. Apple selbst garantiert, dass der Akku nach 400 bis 500 Ladezyklen noch eine Kapazität von mindestens 80 Prozent aufweist – ausgehend vom Anfangswert eines neuen iPhone-Akkus. Das bedeutet aber nicht, dass das iPhone danach nicht mehr richtig funktioniert. Vielmehr lässt einfach die Power etwas nach und in der Summe muss das Smartphone öfter an die Steckdose, da der Saft schnell ausgeht. Dann könnte ein Akkuwechsel sinnvoll sein.

App iBackupBot (Win/Mac) kann die Ladezyklen auslesen

Für das Auslesen der Ladezyklen gibt es mittlerweile mehrere Tools, die diese Aufgabe übernehmen. So gibt es für Windows und Mac ein Programm namens iBackupBot. Nach erfolgter Installation das iPhone via USB an den PC/Laptop anschließen, das Programm iBackupBot öffnen – das iPhone sollte als neues Gerät von allein erkannt werden. Das kann beim ersten Mal durchaus etwas Zeit in Anspruch nehmen, wovon wir uns in unserem Test selbst überzeugen konnten. Anschließend präsentiert das Freeware-Programm Dir eine Vielzahl von Zahlen und Daten.

Um weitergehende Informationen zum Akku-Status zu erhalten, muss das entsprechende Smartphone unter "Devices" ausgewählt werden. Dann einfach mit einem Klick auf "More Information" weitere Auswertungen anfordern, nach einiger Zeit sollte sich dann ein neues Fenster öffnen. Von Interesse sind vor allem die beiden folgenden Werte:

  • Cycle Count: Hier erfährst Du, wie viele vollständige Ladezyklen dein iPhone-Akku bereits hinter sich hat. Dabei gilt: Ein kompletter Ladezyklus umfasst eine Ladung von 0 auf 100 Prozent.
  • FullChargeCapacity: Dieser Wert signalisiert Dir, wie viel Kapazität der Akku nach einer vollständigen Ladung noch hat.

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Das Programm iBackupBot liefert wichtige Infos, ist aber nicht so ausführlich wie coconutBattery. (©TURN ON 2015)

Bei unserem iPhone liegt der Cycle Count-Wert bei lediglich 48, es ist demnach noch sehr neu und hat nur wenige Ladezyklen hinter sich. Das spiegelt sich auch im weiteren relevanten Wert FullChargeCapacity wider. Hier erscheint ein Wert von 1800 mAh, der iPhone-Akku hat also noch annähernd seine volle Leistung – diese liegt bei 1810 mAh.

Mac-Tool coconutBattery liefert detailliertere Analysen

Für Mac-Besitzer gibt es noch ein anderes Programm namens coconutBattery, welches ursprünglich für die MacBooks von Apple entwickelt wurde. Das Programm beherrscht mittlerweile aber auch das Auslesen der Akku-Ladezyklen von iPhones. Nachdem das Handy an den Mac angeschlossen wurde, einfach das Programm coconutBattery öffnen. Dann am oberen Rand den Reiter "iOS Device" auswählen. Im unteren Bereich sind dann die wichtigen Punkte wie "Current charge" (aktuelle Ladung), "Maximum charge" (derzeit maximale Ladung) und "Design capacity" (ursprüngliche maximale Ladung) zu finden. Darunter kannst Du anhand der "Loadcycles" die Ladezyklen ablesen.

Übrigens: Mithilfe einiger Tipps kann die Akkzulaufzeit des iPhones erheblich verlängert werden – so fallen letztlich auch weniger Ladezyklen an und der natürliche Akkuverschleiß schreitet weniger schnell voran. Mit dem anstehenden Release von iOS 9 bekommt das iPhone zusätzlich noch einen separaten Energiesparmodus spendiert.

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Das Mac-Programm coconutBattery liefert die ausführlichsten Infos zum iPhone-Akku. (©coconut-flavour.com 2015)

Zusammenfassung:

  1. Das Programm iBackupBot (Win/Mac) oder coconutBattery (Mac) herunterladen
  2. Das iPhone an den PC/Laptop/Mac anschließen, die Akku-Daten werden dann von den Programmen ausgelesen
  3. Bei iBackupBot sind die relevanten Werte "Cycle Count" und "FullChargeCapacity"
  4. Bei coconutBattery sind "Current charge", "Maximum charge", "Design capacity" und "Loadcycles" interessant
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