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Apple M1 und Windows 10: Das musst Du dazu wissen

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Apples M1-Macs und Windows 10 sind nicht die besten Partner. Bild: © TURN ON 2020

Du möchtest vielleicht Windows 10 auf einem Mac mit Apple-M1-Chip installieren. Leider musst Du auf diesen Systemen ohne Boot Camp auskommen. Aktuell sind M1-Macs aus diesem Grund und anderen nicht die besten Laptops für eine Windows-Installation – einzelne Windows-Apps funktionieren aber über einen Umweg.

Darum ist der Apple M1 ein Problem für Windows

Der Apple M1 ist ein Chip mit einer ARM-Architektur. Solche Chips kennst Du von Smartphones wie dem iPhones. Der M1 ist dafür optimiert, für Apple-ARM-Chips entwickelte Anwendungen zu starten. Dank des Übersetzungssystems namens Rosetta 2 kann er außerdem Mac-Apps für Intel-Prozessoren mit M1-Macs kompatibel machen. Der Apple-Chip kommt sowohl mit 32-Bit- als auch mit 64-Bit-Software für den Mac zurecht.

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Der Apple M1 ist nicht für Windows entwickelt worden. Bild: © Apple 2020

Die Macs mit Intel-Prozessoren bieten das Feature "Boot Camp". Damit kannst Du Windows auf dem Mac installieren. Ein Neustart genügt, um Windows oder macOS auszuführen. Leider verzichten M1-Macs auf Boot Camp. Und würden sie das Feature bieten, dann könnten sie nur die ARM-Version von Windows 10 ausführen. Microsoft testet gerade die Emulation von 64-Bit-Software mit dieser Windows-Version, noch ist sie aber nicht dazu in der Lage. Davon abgesehen ist "Windows 10 on ARM" weniger ausgereift als macOS Big Sur in Kombination mit M1-Macs.

Schließlich bietet Microsoft die ARM-Version von Windows 10 nicht zum Download an. Sie wird lediglich für die Hersteller von Laptops und Tablets bereitgestellt und ab Werk installiert. Microsofts eigenes Windows-Tablet Surface Pro X ist das bekannteste Gerät mit Windows on ARM.

Windows auf M1-Macs mit virtuellen Maschinen

Windows läuft auf Intel-Macs auch mit Hilfe von virtuellen Maschinen wie Parallels Desktop und VMWare Fusion. Diese Programme sollen letztlich auch auf M1-Macs funktionieren – zurzeit tun sie das aber noch nicht. Das größte Hindernis besteht darin, dass sie bislang auf die Hardware-Virtualisierungsfeatures der Intel-Chips setzten. Davon abgesehen würde allenfalls Windows 10 on ARM auf den virtuellen Maschinen laufen. Und das hat Microsoft nicht zum Download im Angebot.

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Windows on ARM wird nur ab Werk mit Geräten wie dem Surface Pro X ausgeliefert. Bild: © TURN ON 2019

Windows-Apps auf M1-Macs mit CodeWeavers CrossOver

Mit dem kostenpflichtigen CodeWeavers CrossOver funktionieren einige Windows-Anwendungen auf Nicht-Windows-Systemen. Nicht jede Anwendung kommt damit zurecht und es gibt einige Bugs. Grundsätzlich funktioniert CrossOver allerdings auf MacBooks mit Apple Silicon. Und falls die Software eine Windows-Anwendung auf einem Intel-Mac zum Laufen bringt, dann schafft sie das auch auf einem ARM-Mac. Hier findest Du eine Dankenbank mit Windows-Anwendungen, die via CrossOver ausführbar sind.

Einen M1-Mac für Windows kaufen?

Das MacBook Air, MacBook Pro 13 und der MacMini mit dem M1-Chip sind die erste Generation von Apple-Rechnern mit Apple Silicon. Dass sie kein Boot Camp mitbringen, ist schon ein guter Hinweis darauf, dass eine Windows-Installation auf diesen Macs zurzeit nicht vorgesehen ist

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Leider sind die Apple-M1-Macs wie der Mac Mini nicht die erste Wahl für Windows. Bild: © Apple / Screenshot: TURN ON 2020

Wer unbedingt eine einzelne Windows-Anwendung auf einem M1-Mac nutzen möchte, kann sich mit CodeWeavers CrossOver aushelfen. Es gibt jedoch aktuell keine Möglichkeit, das vollwertige Windows 10 auf einem M1-Mac auszuführen. Und selbst Windows 10 on ARM, sofern es zum Download erhältlich wäre und mit virtuellen Maschinen auf M1-Macs laufen würde, was nicht der Fall ist, könnte wohl nur als Notlösung durchgehen.

Du könntest allenfalls Windows auf einem Windows-PC ausführen und aus der Ferne darauf auf einem M1-Mac zugreifen. Das würde jedoch einen zusätzlichen Windows-Rechner erfordern. Die Macs mit Apple Silicon der ersten Generation sind also keine gute Wahl für Windows 10.

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Zusammenfassung

  1. Die M1-Macs verzichten auf Boot Camp.
  2. Virtuelle Maschinen funktionieren darauf noch nicht´.
  3. Windows on ARM ist nicht zum Download verfügbar.
  4. Einzelne Windows-Programme laufen mit CodeWeavers CrossOver.
  5. M1-Macs sind keine gute Wahl für Windows.
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