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Apple Maps vs. Google Maps: Die beiden Karten-Apps im Vergleich

Apple Maps vs. Google Maps: Welche Karten-App kann mehr?
Apple Maps vs. Google Maps: Welche Karten-App kann mehr? (©Adobe Stock/ Antonio Guillem 2018)

Apple Maps – beziehungsweise "Karten", wie die App in Deutschland heißt – wurde 2012 mit iOS 6 eingeführt. Was anfangs als Dienst mit vielen Bugs belächelt wurde, hat sich mittlerweile zu einer echten Alternative zum Platzhirsch Google Maps gemausert. Wie vergleichen die beiden Anwendungen im Detail.

1. Kartengenauigkeit

Wie der Kartograf Justin O'Beirne in einem lesenswerten und sehr ausführlichen Artikel erklärt, liegt Google Maps bei der Detailgenauigkeit seiner Karten nach wie vor deutlich vor Apple Maps – und auch vor allen anderen Konkurrenten wie Bing Maps oder Waze. So bietet Google Maps Gebäudegrundrisse in fast allen Städten auf der ganzen Welt und oftmals sogar 3D-Modelle, während Apple Maps dies nur in einigen ausgesuchten Metropolen schafft. Die Daten für Googles genaue Darstellung von Gebäuden stammen aus Luftbildern, die mit maschinellem Lernen und einer Mustererkennung ausgewertet wurden. Bei der allgemeinen Straßen-Navigation ist Apple Maps aber inzwischen genauso exakt wie Google Maps.

Google Maps zeigt sogar die Umrisse von Gebäuden an, wie hier das Hamburger Rathaus. (© 2018 Screenshot TURN ON)

2. Features

Google Maps ist nicht nur genauer beim Kartenmaterial als Apple Karten, die Navi-App bietet auch ein paar mehr Features. Dazu gehört etwa die Anzeige von Hotspots (gelbe Bereiche), die bei Google auch "Areas of Interest" heißen. Die Daten dafür stammen aus Satelliten- und Street-View-Aufnahmen. Auch bei der Anzeige von Verbindungen des öffentlichen Nahverkehrs ist Google Maps deutlich weiter als Apple Karten.

Zudem bietet Google Maps auch eine Navigation für Fahrradfahrer, Offline-Karten sowie die Street-View-Ansichten. Alle diese Funktionen hat Apple Karten nicht. Dafür bietet die App des iPhone-Konzerns das einzigartige Feature "Flyover", das dem Nutzer in ausgewählten Städten eine Art interaktiven Überflug im Miniformat ermöglicht. Damit kann man Sehenswürdigkeiten in hoher Auflösung aus der Vogelperspektive erkunden und zudem den Ausschnitt beliebig drehen, zoomen, bewegen und neigen.

3. Wegbeschreibungen

Die zentrale Funktion einer jeden Navi-App ist natürlich die detaillierte Wegbeschreibung, die heutzutage quasi das klassische Navigationsgerät im Auto ersetzt hat. Sowohl Google Maps als auch Apple Karten bieten diese Funktion – wenn auch mit ein paar kleinen Unterschieden. Größter Pluspunkt für Apple Karten ist sicher die 3D-Darstellung in der Wegbeschreibung, die allerdings noch nicht an allen Orten auf der Welt verfügbar ist. Zudem wirkt die Navigation bei Apples Dienst etwas übersichtlicher und "polierter".

Solche 3D-Ansichten bietet Apple Maps nur für ausgewählte Städte wie eben Hamburg. (© 2018 Screenshot TURN ON)

4. Preis und Verfügbarkeit

In Sachen Preis nehmen sich Google Maps und Apple Maps glücklicherweise nichts: Beide Anwendungen sind kostenlos. Während Google Maps für iOS und Android verfügbar ist, gibt es Apple Maps nur für iOS-Geräte – dort ist die App dann sogar vorinstalliert und als Standard definiert. Auf Wunsch kann man auf dem iPhone oder iPad aber aus vielen Apps heraus auch Google Maps zur Navigation nutzen, wenn es bereits installiert wurde.

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