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Apple Music: Alles Wichtige zu Features, Preisen und Release

Die Vorstellung von Apple Music erfolgte im Rahmen der WWDC 2015.
Die Vorstellung von Apple Music erfolgte im Rahmen der WWDC 2015. (©Picture Alliance/ Jeff Chiu 2015)

Mit Apple Music bringt Apple seinen eigenen Musikstreaming-Dienst an den Start. Wir verraten Dir, was Apple Music kann und welche Features neben dem reinen Streaming noch zur Verfügung stehen sollen.

"One more thing..." – mit der üblichen Standardfloskel, mit der Apple seit einigen Jahren seine Neuheiten ankündigt, leitete Tim Cook auf der WWDC 2015 die Präsentation von Apple Music ein. Mit seinem neuen Musikstreaming-Dienst tritt der Anbieter aus Cupertino gegen Konkurrenten wie Spotify und Co. Doch was steckt hinter dem Namen Apple Music?

Was bietet Apple Music?

Grundsätzlich unterscheidet sich Apple Music zunächst wenig von seinen Mitbewerbern. Gegen eine monatliche Gebühr von 9,99 Euro erhalten Kunden Zugriff auf rund 30 Millionen Songs. Ein Gratis-Grundangebot wie bei Spotify wird es nicht geben.

Immerhin will Apple seinen Dienst allen Neukunden drei Monate lang kostenlos anbieten, um diese vom Angebot zu überzeugen. Interessant ist das Familien-Abo, über welches insgesamt sechs Personen Zugriff auf Apple Music erhalten sollen.

Mit einem Preis von 14,99 Euro liefert Apple hier ein attraktives Paket. Ähnlich wie bei Spotify und Co. Wird es auch bei Apple Music Playlists geben, die nach verschiedenen Geschmäckern und Genres zusammengestellt wurden.

Welche Zusatz-Features gibt es?

Neben dem reinen Streaming-Dienst soll Apple Music weitere zentrale Features bieten. Zu nennen wäre dabei der Internet-Radiosender Beats 1, der auf der WWDC ebenfalls zum ersten Mal vorgestellt wurde. Dieser soll von DJs aus New York, Los Angeles und London betreut werden und täglich 24 Stunden Musik senden. Zur genauen Musikauswahl, die Beats 1 spielen soll, hat Apple bislang nichts verraten. Angekündigt wurde jedoch, dass der Sender "nur gute Musik" spielen soll. Wie genau diese sich anhört, dürfte allerdings Geschmackssache sein. Zu befürchten ist daher, dass der Sender in seiner Ausrichtung am Ende zu beliebig geraten könnte. Neben der Musik soll es auf Beats 1 auch noch Interviews und Talkrunden mit Künstlern zu hören geben.

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Beats 1 wird der Name von Apples eigenem Radiosender sein. (©Picture Alliance/ Jeff Chiu 2015)

Ein weiteres Zusatz-Feature von Apple Music hört auf den Namen Connect, wohinter sich eine Art Social-Media-Plattform für Musiker verbirgt. Mit der Funktion sollen Künstlern eigene Profile auf der Plattform pflegen und mit ihren Fans in Kontakt treten können. Dort lassen sich zum Beispiel Demos , Videos und Fotos teilen – also im Prinzip das Gleiche, was bisher über Facebook, Twitter und Instagram passiert. Neben den namhaften Größen der Musikszene soll Connect auch unbekannten Künstlern eine Plattform bieten, ihre Werke zu verbreiten.

Insgesamt wirkt das Angebot rund um den Streaming-Service damit bislang etwas enttäuschend. Ein weiterer Internet-Radiosender dürfte sicherlich nur die wenigsten hinter dem Ofen hervorlocken, und auch mit einer Social-Media-Plattform hatte Apple schon einmal experimentiert. Das iTunes-Portal Ping wurde jedoch 2012 aufgrund mangelnden Erfolges wieder eingestellt.

Welche Funktionen hat Apple Music ohne Abo?

Ohne Abo geht bei Apple Music nicht viel. Immerhin bietet der Dienst jedoch einige kostenlose Grundfunktionen. So können auch nicht-angemeldete Nutzer den Radiosender Beats 1 hören. Auf der Connect-Plattform lassen sich zudem die Künstler-Profile durchstöbern.

Wie lässt sich Apple Music nutzen?

Genutzt werden kann Apple Music natürlich auf iOS-Geräten. Anstatt eine eigene App zu programmieren, möchte Apple jedoch eine überarbeitete Version der bereits bekannten Musik-App anbieten, in welcher der neue Streaming-Dienst integriert sein soll. Neben den mobilen Geräten soll der Streaming-Dienst auch für Windows und OS X verfügbar werden. Später im Jahr sollen dann eigene Apps für Apple TV und erstmals auch für Android folgen.

Ab wann ist Apple Music verfügbar?

Starten soll der neue Musik-Dienst bereits in diesem Monat für iOS, Mac OS X und Windows. Aus dem Stand sollen dabei Kunden aus mehr als 100 Ländern Zugriff auf die Apps bekommen. Die App-Versionen für Apple TV und Android wurden grob für den Herbst diesen Jahres angekündigt. Genauere Daten hatte der Anbieter dazu noch nicht auf Lager.

Welche Alternativen gibt es zu Apple Music?

Die Alternativen sind riesig. Mit Spotify, Deezer, Rdio, Tidal, Juke, Napster. Google Play Music und Xbox Music stehen eine ganze Reihe von Streaming-Diensten zur Auswahl, die einen ähnlichen Funktionsumfang bieten, wie Apple Music. Auch beim Preis bewegen diese sich auf dem gleichen Niveau wie das neue Apple-Angebot, wobei jedoch Spotify und Deezer auch ein kostenloses Grundangebot zur Verfügung stellen.

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