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Augmented Reality für Android: Das musst Du über ARCore wissen

Mit ARCore macht Google Android fit für die Augmented Reality.
Mit ARCore macht Google Android fit für die Augmented Reality. (©Google 2018)

Das Thema Augmented Reality für Android bekommt mit ARCore ordentlich Aufschwung. Doch was ist ARCore eigentlich, was bringt es und welche Smartphones unterstützen es?

Mit Augmented Reality (kurz: AR) haben App-Entwickler und Smartphone-Hersteller längst ein neues Spielfeld gefunden, auf dem sie sich austoben können. Grob gesagt geht es dabei um die Verschmelzung der echten Welt mit digitalen Inhalten. Künstliche und im Computer erzeugte Objekte werden so in die Realität eingeblendet und es entsteht ein Mix aus echter Welt und Computergrafik. Ein perfektes Beispiel dafür ist etwa die App Snapchat, die auf Dein echtes Gesicht eine digitale Maske setzt.

Snapchat ist die wohl bekannteste AR-App. (© 2017 Snapchat/YouTube)

ARCore soll Augmented-Reality-Apps zum Standard machen

Damit Augmented Reality funktioniert, müssen in einem Smartphone eine ganze Menge von Komponenten zusammenarbeiten. Die Kamera zeigt die echte Welt, die GPU erzeugt die digitalen Objekte und mithilfe der Positionssensoren werden diese dann in der Realität platziert. Der Prozessor hält diese ganzen Arbeitsschritte zusammen.

Für App-Entwickler bedeutet es eine Menge Arbeit, Software und Hardware in diesen Bereichen so aufeinander abzustimmen, dass wirklich täuschend echte AR-Erlebnisse entstehen, was auch der Grund dafür ist, warum es bislang nur wenige wirklich gute Augmented-Reality-Apps gibt. Genau da setzt Google allerdings mit ARCore an, einem Entwicklerkit, das die Programmierung von solchen Apps vereinfachen soll.

Genau wie ARKit von Apple ist ARCore eine Sammlung von verschiedenen Tools, mit denen sich Programmierer die Entwicklung einer Augmented-Reality-App erleichtern können. Das Ganze funktioniert ähnlich wie ein Baukasten mit verschiedenen vorgefertigten Bauteilen für bestimmte Prozesse.

ARCore hat drei zentrale Komponenten

Bewegungs-Tracking: Mithilfe interner Sensoren und Bilderkennungssoftware wird die relative Position des Smartphones erkannt.

Umgebungs-Erkennung: Das Smartphone erkennt Objekte in der echten Welt und kann verschiedene Oberflächen auseinanderhalten.

Erfassung des Umgebungslichts: Auch das Licht spielt für die Platzierung von virtuellen Objekten in der echten Welt natürlich eine wichtige Rolle. Beleuchtung und Schattenwurf der virtuellen Objekte werden dadurch in Echtzeit den reellen Lichtbedingungen angepasst.

ARCore funktioniert (nur) mit über 100 Millionen Android-Phones

Seit ARCore im August 2017 eingeführt wurde, wurde das Entwicklerkit für insgesamt 13 Smartphone-Modelle optimiert. Das sind die folgenden Geräte

  • Google Pixel
  • Google Pixel XL
  • Google Pixel 2
  • Google Pixel 2 XL
  • Samsung Galaxy S7
  • Samsung Galaxy S7 Edge
  • Samsung Galaxy S8
  • Samsung Galaxy S8 Plus
  • Samsung Galaxy Note 8
  • LG V30
  • LG V30 Plus
  • Asus Zenfone AR
  • OnePlus 5
  • Huawei P20
  • Huawei P20 Pro

Die beiden neuen Geräte Samsung Galaxy S9 und S9 Plus sollen ebenfalls in Kürze unterstützt werden. Zudem arbeitet Google mit weiteren Herstellern wie Huawei, Sony und Motorola zusammen, um in Zukunft noch mehr Smartphones fit für ARCore zu machen.

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