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Babybauchfotos selber machen: 6 Tipps für private Aufnahmen

Bei Gegenlicht kommt der Babybauch besonders gut zur Geltung.
Bei Gegenlicht kommt der Babybauch besonders gut zur Geltung. (©picture alliance / dpa 2015)

Eine Schwangerschaft ist eine einzigartige und sehr emotionale Zeit. Um den Babybauch toll in Szene zu setzen und ihn als Fotografie für später festzuhalten, muss nicht immer ein Profi ran. Auch Anfänger können tolle Bilder aufnehmen, wenn sie ein paar einfache Tipps befolgen.

Die Schwangerschaft befindet sich auf der Zielgeraden und unter dem Pullover wölbt sich ein beachtlicher Bauch. Um diesen wunderbaren Zustand für später festzuhalten, kannst Du Babybauchfotos selber machen oder jemanden aus dem Freundeskreis darum bitten. Mit unseren Tipps sehen die Bilder aus, als hätte sie ein Profi-Fotograf geschossen.

1. Der perfekte Zeitpunkt für das Babybauch-Shooting

Der richtige Zeitpunkt für sinnliche Babybauchfotos ist ein wichtiger Punkt. Dieser sollte zum Zeitpunkt des Shootings natürlich schön rund sein, aber wiederum nicht so rund, dass der Nachwuchs jeden Moment kommen könnte. Der optimale Zeitpunkt hängt zwar nicht zuletzt immer individuell von der Schwangeren ab, doch gemeinhin empfiehlt sich der achte oder neunte Monat, um Fotos des Babybauchs anzufertigen.

2. Ob im Studio oder in der Natur: Das sind die Vorteile

Die Wahl des richtigen Ortes sollte man für sein Shooting ebenfalls nicht unterschätzen. Grundsätzlich lassen sich derlei Aufnahmen in einem Studio gut produzieren, doch genauso gut eignet sich die Natur als perfekte Location. Der Vorteil des Studios ist grundsätzlich die völlige Unabhängigkeit vom Wetter. Muss der Termin verschoben werden, muss man keine Angst vor schlechten Wetterverhältnissen haben. Steht die Entbindung des Babys im Sommer an, sollte ein Shooting unter freiem Himmel in Angriff genommen werden. Natürliches Licht, herrliche Landschaften und mehr sprechen für eine Session außerhalb des Fotostudios.

3. Babybauch-Shooting: Die optimale Position finden

Damit der gerundete Babybauch richtig gut zur Geltung kommt, müssen die Konturen in Szene gesetzt werden. Das geht am besten, wenn Du die Schwangere in der Profilansicht, also von der Seite, fotografierst. Um den Eindruck zu verstärken und die Silhouette zu betonen, kannst Du während des Babybauch-Shootings Gegenlicht einsetzen. Als Lichtquelle dienen entweder eine Lampe oder natürliches Sonnenlicht.

Die werdende Mutter sollte zudem darauf achten, ein Outfit zu wählen, in dem sie sich vollends wohlfühlt und das bequem ist. Damit ist klar, dass sowohl auf ein zu enges Bauchteil als auch auf stremmende Hosen verzichtet werden sollte. Auch die Farben der Kleidung sollten nach Möglichkeit nicht allzu bunt oder gar knallig sein. Für eine noch bessere Wohlfühlatmosphäre kann die Schwangere gerne ihren Partner und ihre Kinder zum Shooting mitbringen.

4. Die richtige Stimmung schaffen

Mithilfe kleiner Accessoires kannst Du die Stimmung auf dem Foto wesentlich beeinflussen. Eine Gardine aus transparentem Voile, die sich sanft im Wind bauscht, verleiht dem Foto einen verträumten, zarten Touch. Malt Ihr hingegen mit Creme oder Fingerfarbe einen Spruch, ein Bild, das aktuelle Datum, den voraussichtlichen Geburtstermin oder der Name des ungeborenen Kindes auf den nackten Babybauch, wirkt das eher verspielt und fröhlich.

Eine gute Idee ist es auch, wenn die Schwangere ein Ultraschallbild des ungeborenen Nachwuchses vor ihrem Bauch hält. Auch Babykleidung eignet sich als Accessoire hervorragend. sind bereits Babyschuhe vorhanden: umso besser. Der Kreativität bei der Auswahl von Accessoires sind hier kaum Grenzen gesetzt.

Tipp: Genauso wie der gezielte Einsatz von Accessoires die Bildatmosphäre beeinflusst, können auch unbewusst gesetzte Eyecatcher wie ein großer Ring am Finger oder auffällig lackierte Fingernägel den Blick des Betrachters auf sich ziehen und vom Babybauch ablenken. Beim Fotografieren des Babybauches ist in Sachen Schmuck und Make-up deshalb weniger mehr.

5. Die perfekte Kameraeinstellung

Ein toller Gesichtsausdruck, ein leichter Windzug spielt für einen Moment mit den Haaren, die letzten Sonnenstrahlen blitzen über den Balkon und Du hast im richtigen Augenblick auf den Auslöser gedrückt. Ärgerlich, wenn das Foto dann verwackelt ist. Mit dem richtigen Equipment und den optimalen Kameraeinstellungen wäre das nicht passiert. Ein Tipp vorweg: Nach Möglichkeit und wenn die Kamera das hergibt, solltest Du Fotos immer im RAW-Format aufnehmen. Die Bilder lassen sich so im Nachhinein deutlich besser bearbeiten.

 Ein tiefe Kameraposition ist besonders empfehlenswert. fullscreen
Ein tiefe Kameraposition ist besonders empfehlenswert. (©CC: Flickr/Evan Blaser 2015)

Neben einem guten Lichtaufbau ist die ideale Perspektive von großer Relevanz. Für eine präsentere Aufnahme und einen möglichst schlanken Körper empfiehlt sich eine tiefe Kameraposition. Um Verzerrungen zu minimieren sollte eine Tele-Brennweite von etwa 100 bis 150 Millimeter verwendet werden. Zudem wird die Schwangere durch diese Wahl stärker vom Hintergrund getrennt.

Bei schwierigen Lichtverhältnissen sorgt ein Stativ dafür, dass die Kamera auch während des Auslösens stabil steht. Eine kürzere Belichtungszeit (im Studio 1/125 oder 1/160), ein höherer ISO-Wert und die "Tageslicht"-Einstellung beim Weißabgleich verhindern darüber hinaus ein Verwackeln und ermöglichen eine gute Aufnahme bei schwachem Licht. Tipp: Bei Babybauchfotos solltest Du kein Blitzlicht verwenden. Tageslicht wirkt natürlicher und sorgt für einen wärmeren Farbton auf dem Bild.

Und noch ein wichtiger Tipp: Achte bereits während des Shootings auf Kleinigkeiten. Die mögen nicht immer sofort ins Auge fallen, schaut man sich die Aufnahmen jedoch später an, können kleinere Schnitzer wie ein offener Knopf oder ein versehentlich aufgenommener Gegenstand ganz schön ärgerlich sein – und nicht zuletzt den sonst positiven Gesamteindruck etwas trüben. Damit Dir das erspart bleibt, achte von vornherein akribisch auf alle wichtigen Details.

6. Schwarz-Weiß oder Farbbild?

Auch Farben gestalten ein Bild. Überlasse dabei nichts dem Zufall. Willst Du eine farbige Babybauchfotos selber machen, achte auf die Farbkomposition, die im Bildausschnitt zu sehen sind. Perfekt miteinander harmonieren Komplementärfarben. Diese befinden sich im Farbkreis auf der jeweils gegenüberliegenden Seite.

Schwarz-Weiß-Fotografien bilden hingegen lediglich verschiedene Grauwertabstufungen ab. Sie wirken kontrastreicher, ruhiger und eleganter als Farbbilder. Seitlich ausgeleuchtet heben sie zudem die Persönlichkeit der fotografierten Frau auf faszinierende Weise hervor. Um Babybauchfotos in Schwarz-Weiß zu knipsen, nutzt Du am besten den Schwarz-Weiß-Modus "Monochrom" Deiner Kamera. Alternativ kannst Du Farbbilder später am Computer mit einem Bildbearbeitungsprogramm in Schwarz-Weiß-Fotografien umwandeln.

Zusammenfassung

  1. In der Regel eignet sich der achte oder neunte Schwangerschaftsmonat am ehesten
  2. Shooting im Studio ist wetterunabhängig, Aufnahmen in der Natur punkten mit Tageslicht
  3. In Profilansicht mit Gegenlicht kommt der Babybauch besonders gut zur Geltung
  4. Accessoires beeinflussen die Stimmung im Bild
  5. Verwackelte Aufnahmen vermeidest Du durch den Einsatz eines Stativ, einer kürzeren Belichtungszeit, einem höheren ISO-Wert und der "Tageslicht"-Einstellung beim Weißabgleich
  6. Schwarz-Weiß-Fotografien wirken kontrastreicher und eleganter als Farbbilder

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