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Chromium vs. Chrome: Worin unterscheiden sich die Browser?

Chromium vs. Chrome: Wir erklären Dir die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Browser.
Chromium vs. Chrome: Wir erklären Dir die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Browser.

Chrome und Chromium ähneln sich nicht nur beim Namen, sondern sind auch eng miteinander verwandt. Was die beiden Browser verbindet und wo sie sich unterscheiden, verraten wir Dir jetzt.

Chrome und Chromium verwenden den gleichen Quellcode

Chromium ist ein Open-Source-Browser, der vom Chromium Project weiterentwickelt und gepflegt wird. Grundsätzlich darf jeder auf den Quellcode des Projekts kostenlos zugreifen und ihn für seine Zwecke modifizieren. Am Code des Browsers selbst dürfen aber nur vertraute Mitglieder des Teams Hand anlegen und Veränderungen durchführen.

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Beide Browser verwenden den gleichen Quellcode.

Chrome wird hingegen von Google entwickelt, baut aber auf Chromium auf. Beide Browser verwenden den gleichen Quellcode. Das Unternehmen hat bei Chrome jedoch eigenen Code eingespielt, wodurch der Webbrowser einige zusätzliche Features erhält. Zudem handelt es sich Googles Browser um proprietäre Software, was bedeutet, dass Nutzer den Quelltext von Chrome nicht über Reverse Engineering auslesen oder Teile des Codes für eigene Projekte verwenden dürfen.

Die Browser im Vergleich: Das sind die Unterschiede zwischen Chrome und Chromium

Wie bereits erwähnt, verfügt Chrome dank des eigenen Codes von Google über mehr Funktionen als Chromium. Der Open-Source-Browser kann dafür aber in anderen Bereichen punkten. Hier eine Liste mit den wichtigsten Unterschieden zwischen Chrome und Chromium:

  • Chromium bekommt schneller Updates: Da der Browser direkt aus dem Quellcode des Chromium Project kompiliert wird, erhält er besonders schnell Verbesserungen. Selbst Googles am schnellsten aktualisierte Chrome-Version, die Canary Build, kann da nicht mithalten.
  • Chrome verfügt über einen Auto-Updater: Obwohl Chromium bei Updates besonders flott ist, müssen diese leider manuell ausgeführt werden. Chrome ist in dieser Hinsicht wesentlich komfortabler, denn der Browser lädt Aktualisierungen völlig automatisch runter und installiert sie sogar noch.
  • Chrome sammelt Nutzerdaten: Während die Entwickler von Chromium kein Interesse daran haben, Deine Gewohnheiten beim Surfen im Internet auszulesen, ist Google stets darum bemüht, so viele Daten wie möglich von Dir abzugreifen. Daran ändert auch ein Wechsel in den Inkognito-Modus nichts.
  • Chrome-Erweiterungen grundsätzlich nur aus dem Web Store: Möchtest Du für Deinen Browser Erweiterungen installieren, führt bei Chrome kein Weg am Web Store von Google vorbei. Chromium zeigt sich hier offener und erlaubt auch Extensions von außen. Möchtest Du trotzdem die gleiche Freiheit wie bei Chromium genießen, musst Du in Chrome den Entwicklermodus aktivieren.
  • Chromium unterstützt standardmäßig kein Adobe Flash: Flash ist mittlerweile zwar lange nicht mehr so bedeutend wie früher, einige Webseiten benötigen es aber unbedingt, damit sie korrekt dargestellt werden. Da Flash nicht Open Source ist, wird es standardmäßig nicht von Chromium unterstützt. In Chrome ist es hingegen nativ dabei.
  • Chromium kann keine Videos im H.264-Format abspielen: Beim Support für H.264-Videos tritt bei Chromium das gleiche Problem wie bei Flash auf: Der Videocodec ist lizenziert und wird deshalb nicht unterstützt. Wenn Du Videos in diesem Format schauen willst, musst Du den Codec entweder per Hand nachinstallieren oder auf Chrome zurückgreifen.

Chrome vs. Chromium: Welcher Browser ist besser?

Da sich die beiden Browser sehr ähneln und nur in einigen Punkten unterscheiden, ist es gar nicht so einfach zu beantworten, ob nun Chromium oder Chrome besser ist. Hier kommt es tatsächlich darauf an, wie viel Erfahrung Du im Umgang mit Browsern hast und worauf Du besonders viel Wert legst.

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Chrome kommt mit allen Videoformaten auf YouTube klar. Chromium hat dagegen mit dem MSE- und H.264-Codec Probleme.

Chrome ist ein Browser, der nach der Installation einfach funktioniert. Du musst nichts einstellen und er kommt problemlos mit jedem gängigen Medienformat klar.

Fortgeschrittene Nutzer, die sich nicht davor scheuen, auch selbst Hand am Browser anzulegen, können Chromium einige Vorteile abgewinnen. Sie müssen sich beispielsweise keine Sorgen darum machen, dass sie von Google getrackt werden. Außerdem wird der Open-Source-Browser häufiger mit Updates versorgt.

Welcher der beiden Browser besser für Dich funktioniert, musst Du selbst entscheiden. Google Chrome kannst Du unter diesem Link kostenlos herunterladen, die aktuelle Version von Chromium erhältst Du hier.

Zusammenfassung

  • Chrome baut auf Chromium auf und verwendet den gleichen Quelltext.
  • Dank zusätzlichem Code hat Chrome aber mehr Funktionen als Chromium.
  • Chromium ist ein Open-Source-Projekt und jeder kann daran mitwirken und den Code verwenden.
  • Chrome ist durch Google lizenziert und Nutzer haben keinen Zugriff auf den Quelltext.
  • Der Vorteil von Chrome ist, dass der Browser direkt nach der Installation voll funktionsfähig ist.
  • Er verfügt über ein natives Flash-Plugin und kommt mit allen gängigen Medienformaten zurecht.
  • Chromium verfügt standardmäßig nicht über Flash- und H.264-Support, kann aber manuell nachgerüstet werden.
  • Die Vorteile des Open-Source-Browser sind, dass er das Surf-Verhalten der Nutzer nicht trackt und sehr häufig aktualisiert wird.
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