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Das Smartphone im Winter vor Kälte richtig schützen

Auch Smartphones haben im Winter mit Minusgraden zu kämpfen.
Auch Smartphones haben im Winter mit Minusgraden zu kämpfen. (©Picture Alliance/ Tetra Images/ Bildagentur-online 2015)

Smartphones sind digitale Alleskönner. Doch leider sind die High-Tech-Gadgets nicht ohne Weiteres für den Außeneinsatz geeignet. Wir zeigen, wie Du Dein Handy fit für den Winter und die Kälte machst.

Im Winter warten etliche Gefahren auf Smartphones: Kälte, Feuchte oder auch Temperaturschwankungen durch den Wechsel von der Kälte in gut beheizte Wohnungen – das Leben im Winter ist nicht leicht für die digitalen Begleiter. Wir verraten, wie Du Dein Smartphone am besten schützt.

So wirkt sich Kälte auf den Akku aus

Klar, spätestens ab November wird es kalt in den hiesigen Breitengraden. Das macht vor allen Dingen den Akkus der Smartphones zu schaffen: Durch die Kälte hält die Batterie nicht mehr so lange durch und somit verringert sich die Standby- und Gesprächszeit. Das Gegenmittel ist relativ einfach: Du solltest Dein Smartphone möglichst nahe am Körper haben, damit es nicht unnötig auskühlt. Viele Jacken verfügen beispielsweise über gefütterte Innentaschen – diese sind ideal für Smartphones.

Ein absolutes No-Go ist dagegen, das Smartphone bei Minusgraden im Auto zu lassen. Gerade bei kalten Temperaturen kühlt der Akku des Geräts dadurch sehr schnell aus.

Es ist daher wichtig, stets die Akkuanzeige des Geräts im Blick zu haben. Gegebenenfalls lohnt es sich, zur Sicherheit einen externen Akku oder ein Ladekabel mitzunehmen, um das Gadget notfalls aufladen zu können. Apropos Aufladen: Vor dem Anschluss an den Strom solltest Du einen unterkühlten Akku erst mal auf Raumtemperatur kommen lassen.

Bei Kälte leidet auch der Bildschirm

Ein Touchscreen reagiert nicht auf Druck, sondern auf Veränderungen eines schwachen elektrischen Feldes auf dem Display. Wenn der Nutzer bei der Smartphone-Nutzung Handschuhe trägt, reagiert das Gadget daher oft überhaupt nicht. Doch viele Hersteller verkaufen mittlerweile Spezial-Handschuhe: Diese verfügen über eine besondere Oberfläche, mit der Du einen Touchscreen bedienen kannst. Bei den Smartphone-Handschuhen sind leitfähige Fasern eingewebt, sodass bei Minus-Graden gechattet werden kann, ohne die Handschuhe auszuziehen. Solche Smartphone-Handschuhe kannst Du übrigens auch selber basteln.

Das gilt es bei Feuchte zu beachten

 Ein Horrorszenario: Das Handy fällt ins Wasser. Was ist zu tun? fullscreen
Ein Horrorszenario: Das Handy fällt ins Wasser. Was ist zu tun? (©picture alliance / blickwinkel / McPHOTOs 2014)

Bei Minustemperaturen und Schnee kann es passieren, dass Feuchtigkeit ins Gehäuse eindringt. Dann solltest Du zuerst das Smartphone ausschalten. Als nächsten Schritt am besten das Gerät mit einem Mikrofasertuch abtrocknen. Falls möglich, einzelne Gehäuseteile auseinandernehmen und innere Komponenten wie den Akku ebenfalls mit einem Tuch abtrocknen. Dabei ist es wichtig, nicht auf Hilfsmittel wie einen Föhn zurückzugreifen oder das Smartphone auf der Heizung abzulegen. Die hohe Wärme führt eventuell dazu, dass die Mikroelektronik Schaden nimmt.

Wenn das Smartphone ins Wasser gefallen ist, sollte das Gerät ebenfalls so weit möglich auseinandergebaut werden. Anschließend gilt es, die Einzelteile so gut wie möglich zu reinigen. Alternativ gibt es noch sogenannte Trockenbeutel. Diese Beutel enthalten ein spezielles Granulat, dass der Luft die Feuchtigkeit entzieht. Nach zwei Tagen kann das Smartphone angeschaltet werden. Mit etwas Glück funktioniert es wieder, ansonsten steht wohl leider ein Neukauf an.

Temperaturschwankungen vermeiden

Gerade im Winter besteht durch Temperaturschwankungen die Gefahr, dass sich Kondenswasser im Smartphone bildet. Falls das geschieht, sollte das Smartphone sicherheitshalber ausgeschaltet werden. Anschließend das Gerät langsam bei Raumtemperatur wieder trocknen lassen.

Das musst der Smartphone-Nutzer bei Kälte beachten

Wichtig ist nicht nur, dass das Smartphone sicher ist: Vor allen Dingen solltest auch Du im Winter auf bekannte Gefahrenquellen achten. Denn schließlich bringt es nichts, wenn Dein Smartphone geschützt ist, Du selbst aber beispielsweise aufgrund der Glätte stürzt. Daher gilt: Eigenschutz geht vor. Zum besseren Schutz des Smartphones empfiehlt sich ebenso die Verwendung einer Schutzhülle: So können oft kostspielige Displayschäden vermieden werden.

Zusammenfassung

  1. Smartphone möglichst nahe am Körper tragen, damit es nicht auskühlt - keinesfalls das Gerät im Winter im Auto lassen
  2. Falls Feuchtigkeit ins Smartphone kommt, sollte das Gerät so weit wie möglich auseinandergebaut und mit einem trockenen Tuch gereinigt werden
  3. Anschließend das Smartphone bei Raumtemperatur trocknen lassen und nach 48 Stunden zusammenbauen und anschalten
  4. Für die Touchscreen-Bedienung bei Minusgraden lohnt sich der Kauf eines speziellen Smartphone-Handschuhs
  5. Eine Schutzhülle sichert das Gerät vor Sturzschäden
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