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Display, Akku & Co: Die häufigsten Schäden beim Smartphone

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iPhone-Display-defekt (©picture alliance / dpa 2016)

Über welche Schäden klagen Besitzer von Smartphones am meisten? Kaputtes Display, Ladebuchse oder Power-Button: Eine Analyse von kaputt.de hat sich diesem Thema gewidmet. Eine Infografik verrät nicht nur die häufigsten Schäden, sondern auch, wie sie zustandekommen.

Wer noch nie einen Schaden an seinem Smartphone zu beklagen hatte, darf sich glücklich schätzen. Wer in öffentlichen Verkehrsmitteln oder einfach mit offenen Augen durch die Straßen schlendert, wird oftmals reichlich mitgenommene Smartphones sichten: Ob Displayschaden, ramponierte Home-Taste oder gar unschöne Verformungen: Kaputt gehen kann viel, Fallstricke lauern überall. Eine Untersuchung von kaputt.de, Teilnehmer des Spacelab-Programms von Media-Saturn, hat jetzt interessante Informationen zu den häufigsten Schäden und deren Ursachen in einer Infografik zusammengestellt.

1. Heruntergefallen: 43,9 Prozent

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Bei den häufigsten Unfällen dominiert mit 43,9 Prozent ein heruntergefallenes Smartphone. Was wenig überrascht, denn wohl jedem dürfte sein Handy schon einmal aus der Hand gefallen sein, oder? Oftmals rutschige Oberflächen begünstigen das natürlich. Ein falscher Griff aus der Hosentasche kann so mitunter direkt ins Verderben führen, auch Jogginghosen sind für eine sichere Verwahrung des Smartphones nur bedingt geeignet.

Immerhin: Gemeinhin werden Smartphones wieder stabiler, wie diverse Drop-Tests eindrucksvoll beweisen. So stabil wie ein gutes Nokia 5110 wird ein iPhone zwar auf absehbare Zeit nicht werden, aber ein Glaskinn (Gruß an alle Boxfans) kann man dem iPhone und anderen Geräten nun auch nicht unbedingt vorwerfen.

2. Von alleine: 27,2 Prozent

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Auf Platz zwei mit immerhin 27,2 Prozent: von alleine. Klingt komisch, ergibt aber einen Sinn. Denn: Auch die beste Technik versagt meist irgendwann, mal früher, mal später. Da der Akku ein typisches Verschleißteil ist, ist ein Defekt des Energiespeichers im Grunde nur eine Frage der Zeit. Kein Smartphone-Akku bietet unendlich viele Ladezyklen. Zunächst wird die Kapazität der Batterie geringer, später folgt irgendwann unweigerlich der Totalschaden.

Konnte man Akkus früher im Regelfall immer wechseln, haben sich heute bei vielen Herstellern fest verbaute Batterien durchgesetzt – was eine Reparatur für den Laien erschwert. Dass der Akku aber auch von Beginn an großen Schaden anrichten kann, dafür ist das Galaxy Note 7 leider derzeit das beste Beispiel.

3. Wasserschaden: 10,6 Prozent

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An dritter Stelle rangiert der klassische Wasserschaden. Ob Bekanntschaft mit der Badewanne oder sonstigen sanitären Einrichtungen: Zu viel Wasser kann das Smartphone unbrauchbar machen. Glücklicherweise bauen immer mehr Hersteller ihre Smartphones wasserdicht oder zumindest spritzwassergeschützt.

Mit dem iPhone 7 hat Apple zum ersten Mal ein Smartphone nach IP67-Standard im Angebot, das Galaxy S7 erreicht sogar IP68. In Zukunft dürfte der Wasserschaden wohl nicht mehr eine so große Rolle wie derzeit spielen. Doch übertreiben sollte man es dennoch nicht: Auf Wasserskifahren mit dem iPhone 7 solltest Du daher verzichten. Wasserschäden teilen sich den dritten Platz übrigens mit sonstigen Gründen, die nicht näher definiert wurden.

4. Draufgetreten: 6 Prozent

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Aufs Smartphone drauftreten? Mit immerhin sechs Prozent schaffte es diese Ursache auf Platz vier der häufigsten Unfälle. Je nach Gewicht des Verursachers kann man sich leicht vorstellen, dass der unbeabsichtigte Kontakt mit dem Fuß durchaus schädlich für das Smartphone enden kann.  Dass der Fußboden ein denkbar schlechter Ort für die Ablage eines Smartphones ist, darüber dürfte gemeinhin Einigkeit bestehen. Dass es diese Unfallursache auf immerhin sechs Prozent schafft, ist aber auch der Tatsache geschuldet, dass "herunterfallen" dieses Ranking anführt – und versehentliches Drauftreten eine mögliche Konsequenz ist.

5. Wutausbruch: 1,5 Prozent

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Man kann schon verzweifeln: Mit Bugs verseuchte Software, nicht funktionierende Hardware-Tasten oder ein Touchscreen, der auf Eingaben träge bis gar nicht funktionieren. Ein Wutausbruch ist immerhin in 1,5 Prozent der Fälle als Ursache für den Unfall auszumachen. Häufig dürfte das Smartphone damit Bekanntschaft mit der Wand oder dem Boden machen. Vielleicht wird es aber auch absichtlich gebogen, Bend-Tests erfreuen sich immerhin besonders seit dem iPhone 6 Plus äußerst großer Beliebtheit. Doch Wut ist nie ein guter Ratgeber: Irgendwann verschwinden die Emotionen, aber das Smartphone, das ist immer noch kaputt.

Das sind die häufigsten Smartphone-Schäden

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Das sind die häufigsten Schäden am Handy. (©kaputt.de 2016)

Kaputt.de hat auch die häufigsten Smartphone-Schäden untersucht. Wenig überraschend: Mit 27 Prozent führt das Display dieses Ranking an, was Risse, Kratzer und sonstige Schäden beinhaltet. Mit etwas Abstand dahinter wurde die Ladebuchse mit 21 Prozent als zweithäufigster Schaden ausgemacht. Dabei handelt es sich zumeist um Wackelkontakte, Staubverklebungen oder Verformungen. 15 Prozent entfallen auf den Akku, der als Verschleißteil entweder schnell wieder leer ist oder sich gleich gar nicht mehr laden lässt.

Interessant: Immerhin noch acht Prozent beklagen sich über einen mangelhaften WLAN-Empfang. Wer davon betroffen ist, sollte sich unsere Ratgeber zu diesem Thema einmal durchlesen: Für das iPhone oder für ein Smartphone mit Android. Dicht auf den Fersen mit sechs Prozent liegt der Home-Button. Streikt beispielsweise die Hometaste des iPhones, hat man diese Ausweichmöglichkeit. Die Kopfhörerbuchse zeichnet für fünf Prozent der häufigsten Schäden verantwortlich. Folgen mehr Hersteller dem Weg Apples beim iPhone 7, dürfte dieser Schaden künftig eher abnehmen – möglicherweise aber zulasten von Schaden Nummer zwei: der Ladebuchse.

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