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Energieverbrauch: Welcher Fernseher frisst am meisten Strom?

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Wie viel Energie ein Fernseher verbraucht, hängt vor allem auch von der Bildschirmgröße ab. Bild: © Samsung 2021

Krimi, Drama, Komödie – das Fernsehprogramm bietet für jede Stimmung die richtige Unterhaltung. Damit beim entspannten Fernsehabend nicht mehr Stromkosten auflaufen als unbedingt nötig, solltest Du bereits beim Kauf Deines Fernsehers auf dessen Technik und die Energieeffizienzklasse achten – und ab sofort auf das neue EU-Energielabel.

In den Wohnzimmern sorgen zurzeit zwei verschiedene TV-Gerätetypen für Unterhaltung: herkömmliche LCD-/LED-TVs und OLED-Fernseher. Im Gegensatz zu früher spielen Röhren- und Plasma-TVs heutzutage keine Rolle mehr. Wer noch einen besitzt, hat einen wahren Stromfresser im Wohnzimmer.

Generell ist der Energieverbrauch bei Fernsehern von mehreren Faktoren abhängig, etwa von der Auflösung und der HDR-Unterstützung. Grundsätzlich gilt: je höher die Auflösung und je stärker der HDR-Effekt, desto mehr Energie benötigt der TV. Die folgenden Richtwerte gelten für 1.000 Betriebsstunden:

  • Bei 50 bis 55 Zoll: Geringer Verbrauch liegt bei etwa 60 Kilowattstunden – rund 18 Euro im Jahr.
  • Bei 65 Zoll: Geringer Verbrauch liegt bei etwa 80 Kilowattstunden – rund 24 Euro im Jahr.

OLED-TVs gelten, zumindest in der Theorie, als besonders energieeffizient – und schneiden in dieser Kategorie besser als etwa LCD- und QLED-TVs. In der Praxis liegen LCDs und OLEDs jedoch oft auf einem Niveau, weil die voreingestellte Helligkeit bei OLED-Geräten im Regelfall sehr hoch ist.

Neues Energielabel Mehr Infos bei

Versteckte Energieräuber in TV-Geräten

Nicht nur die Technik, auch die Größe des Displays bestimmt den Stromverbrauch während des Betriebs. Große Bildschirme ziehen mehr Strom als kleine. Denn: Mit der Größe der Bildschirmdiagonale vergrößert sich die Bildschirmfläche und die nötige Hintergrundbeleuchtung steigt auch. So vervierfacht sich bei einer doppelten Diagonale nicht nur die Größe der Bildschirmfläche, sondern auch der Energiebedarf. Daneben tragen energieintensive Extras wie mehrere kräftige Lautsprecher zu einer knackigen Stromrechnung bei.

Energieeffizienzklasse als Spargarantie

Fast alle Haushaltsgeräte müssen ihrem Stromverbrauch entsprechend einer Energieeffizienzklasse zugeordnet werden. Die Skala bei Fernsehern reichte bis Februar 2021 von der Energieeffizienzklasse A+ für sehr sparsame Geräte bis zur Energieeffizienzklasse F für ineffizient arbeitende Geräte mit sehr hohem Energiebedarf. Zum 1. März 2021 wurde jedoch ein neues EU-Energielabel eingeführt, dessen Skala nur noch von A bis G reicht.

Darüber hinaus enthält das neue EU-Energielabel 2021 folgende energierelevanten Hinweise:

  • Ein QR-Code, der zu einer EU-Produktdatenbank führt und weiterführende Informationen über den Fernseher bereithält.
  • Die Effizienzklasse des TVs.
  • Den Energieverbrauch in kWh je 1.000 Stunden Nutzung.
  • Separate Angabe des Energieverbrauchs mit und ohne HDR.
  • Sichtbare Displaydiagonale in Zentimeter und Zoll sowie Auflösung in Pixeln.
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So sieht das neue und aktuelle EU-Energielabel für TV-Geräte aus. Bild: © Europäische Kommission 2021

Neben dem Energielabel, mit dem jedes Unternehmen seine Fernseher vor dem Verkauf auszeichnen muss, gibt auch das mitgelieferte Handbuch Auskunft über den Energieverbrauch des TV-Gerätes. Hier findest Du in der Regel zwei unterschiedliche Messgrundlagen: den Verbrauch des Gerätes im Standby-Modus und den Verbrauch des Gerätes während des Betriebes.

TV-Geräte richtig vergleichen

Um beim Kauf eines Fernsehers den Stromverbrauch unterschiedlicher Modelle miteinander vergleichen zu können, solltest Du darauf achten, dass sie dieselbe Bildschirmdiagonale aufweisen. Als Orientierung für die Wahl der richtigen Bildschirmgröße gilt die Faustregel: Die Bildschirmdiagonale mal drei genommen, ergibt den optimalen Sitzabstand – also die Distanz zwischen Couch und dem Ort, an dem Du den neuen Fernseher aufstellen möchtest. Weitere Vergleichskriterien sind der kWh-Verbrauch im Jahr und die Leistungsaufnahme des Fernsehers.

Zusammenfassung

  1. Derzeit gibt es vorrangig LCD-/LED- und OLED-TVs.
  2. Am meisten Strom verbraucht der Röhrenfernseher, bei Plasma- und LCD/LED-Bildschirmen mit derselben Bildschirmdiagonale frisst der Plasmafernseher mehr Energie – beide Gerätekategorien werden aber nicht mehr im Handel verkauft.
  3. Mit der Größe der Bildschirmdiagonale erhöht sich der Stromverbrauch des Gerätes.
  4. Die Energieeffizienzskala reicht bei Fernsehern von der Energieeffizienzklasse A für sehr sparsame Geräte bis zur Energieeffizienzklasse G.
  5. Um beim Kauf eines Fernsehers den Stromverbrauch unterschiedlicher Modelle miteinander vergleichen zu können, müssen sie dieselbe Bildschirmdiagonale aufweisen.
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