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Faltbare Smartphones im Überblick: Diese Foldables gibt es

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Die faltbaren Smartphones Galaxy Z Flip (links) und Galaxy Fold von Samsung. Bild: © Samsung 2020

Lässt sich das Smartphone der Zukunft falten? Jüngst sind mehrere faltbare Handys wie Samsungs Galaxy Z Flip und Galaxy Fold auf den Markt gekommen. Und der koreanische Konzern ist nicht der einzige Hersteller von Foldables – diese Geräte sind bereits erhältlich oder liegen als Konzeptstudien vor.

Horizontal faltbare Smartphones: Samsung Galaxy Z Flip und Motorola Razr

Faltbare Smartphones mit einem horizontalen Scharnier in der Mitte orientieren sich an der Bauweise der alten Klapphandys. Der Unterschied: Es gibt nicht oben das Display und unten physische Knöpfe, die Vorderseite besteht gänzlich aus einem Bildschirm. Das Display lässt sich in der Mitte falten – futuristisch und nostalgisch zugleich.

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Das Motorola Razr (2019) bringt das klassische Klapphandy Razr V3 in die Gegenwart. Bild: © Motorola 2019
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Das Außendisplay des Razr zeigt Benachrichtigungen an. Bild: © Motorola 2019
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Passenderweise setzt Motorola schon beim Namen des faltbaren Motorola Razr auf Nostalgie. Das klassische Razr V3 mauserte sich 2004 und 2005 zu einem der beliebtesten Klapphandys, das neue Razr überträgt das Konzept in unsere Zeit. Ausgefaltet misst das OLED-Display des Handys 6,2 Zoll, nach innen geklappt kommt das Gerät sicher in der Hosentasche unter. Möchtest Du nur einen kurzen Blick auf die Benachrichtigungen werfen, bietet sich das 2,7 Zoll große Außendisplay an.

Das Motorola Razr ist technisch lediglich ein Mittelklasse-Smartphone, es gibt nur eine 16-Megapixel-Hauptkamera und eine 5-Megapixel-Selfie-Cam. Andererseits geht es hier nicht um ein Maximum an Power, sondern um eine aufsehenerregende Verbindung von Nostalgie und Zukunftsmusik.

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Das Samsung Galaxy Z Flip setzt auf einen modernen Look. Bild: © YouTube / MobileTechReview 2020
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Auf dem kleinen Außendisplay erfährst Du, ob Du angerufen wirst. Bild: © Samsung 2020
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Samsungs Galaxy Z Flip verbeugt sich weniger vor der Klapphandy-Vergangenheit, setzt vor allem auf ein modernes Design. Dafür stehen dünne Displayränder des 6,7 Zoll großen AMOLED-Bildschirms und der Verzicht auf ein "Kinn", wie es unten aus dem Motorola Razr heraussteht. Zudem befindet sich die stärkere Technik des Galaxy Z Flip auf dem Niveau eines Flaggschiff-Modells aus dem Jahr 2019. Für Selfies und Videokonferenzen kannst Du das Handy halb aufgeklappt auf den Tisch legen – praktisch.

Motorola Razr (2019) und Samsung Galaxy Z Flip kaufen

Mobile Fotografen freuen sich über eine 12-Megapixel-Hauptkamera, eine 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera und eine 10-Megapixel-Selfie-Kamera. Gegenüber dem Motorola Razr hat das Galaxy Z Flip aber einen praktischen Nachteil: Das kleine Außendisplay misst nur 1,1 Zoll. Darauf erfährst Du zwar, wenn etwa ein Anruf eintrifft, aber zum Lesen der neuesten Nachrichten musst Du das Smartphone aufklappen.

Vertikal faltbare Smartphones: Samsung Galaxy Fold und Huawei Mate X

Die vertikal faltbaren Smartphones verwandeln sich von einem Handy in ein Tablet. So steht Dir ein besonders großer Bildschirm zur Verfügung, den Du zum Ansehen von Filmen, zur Orientierung in Google Maps und zum Multitasking einsetzen kannst. Die bekanntesten Vertreter dieser Foldables-Kategorie sind das Samsung Galaxy Fold und das Huawei Mate X. Huawei bietet eine leicht überarbeitete Neuauflage des Mate X namens Mate Xs auch in Deutschland an – allerdings ohne Google-Apps und zu einem Preis von 2.500 Euro. Das Galaxy Fold begnügt sich mit einem Preis von rund 2.100 Euro.

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In unserem Test hat das Galaxy Fold überzeugt. Bild: © TURN ON 2019
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Das Galaxy Fold faltest Du von einem handlichen Handy in ein üppiges Tablet. Bild: © TURN ON 2019
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Klappst Du das Galaxy Fold auf, blickst Du auf ein 7,3 Zoll großes AMOLED-Display. Dank eines zusätzlichen, 4,6 Zoll großen Bildschirms an der Außenseite kannst Du Benachrichtigungen checken, ohne das Gerät aufzufalten. Das Smartphone bietet ungefähr die Leistung des Galaxy Z Flip, liegt also auf dem Niveau eines Flaggschiffs aus dem Jahr 2019. Allerdings bietet es mehr Arbeitsspeicher, einen größeren internen Speicher, ein 5G-Modem für Zukunftssicherheit und mehr Kameras.

Für Fotos sind im Galaxy Fold eine 12-Megapixel-Hauptkamera mit umschaltbarer Blende, ein 12-Megapixel-Teleobjektiv und eine 16-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera verbaut. Obendrein hat das Samsung-Gerät gleich zwei Selfie-Kameras zu bieten, eine für Einzel- und eine für Gruppenporträts. Außerdem gibt es vorn einen 3D-Sensor für die beliebten Unschärfeeffekte.

Das Huawei Mate Xs 5G erreicht ausgeklappt eine Displaygröße von 8 Zoll, ist somit noch etwas größer als das Galaxy Fold. Auch das Bauprinzip weicht etwas von dem des Samsung-Foldables ab. Die eine Hälfte des Bildschirms befindet im eingeklappten Zustand an der Außenseite, ein zusätzliches Display für Benachrichtigungen ist daher überflüssig.

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Das Huawei Mate Xs ist das bislang teuerste, aber wohl auch futuristischste Falthandy. Bild: © Huawei 2020

Vier Kameras stecken im Scharnier an der Seite, sie kommen sowohl für Selfies als auch für normale Fotos zum Einsatz. Neben der 40-Megapixel-Hauptkamera gibt es ein 16-Megapixel-Teleobjektiv, ein Ultraweitwinkelobjektiv mit einer Auflösung von 16 Megapixeln und einen 3D-Sensor für die Unschärfeeffekte bei Porträtaufnahmen. In Hinblick auf Leistung und Ausstattung liegt das Huawei Mate Xs ungefähr auf dem hohen Niveau des Galaxy Fold. Ein exklusives Highlight ist das schnelle Aufladen mit einem 55-Watt-Netzteil, der Akku ist schon in 30 Minuten zu 85 Prozent gefüllt.

Die Technik hat allerdings ihren Preis: Mit 2.500 Euro spielt das Huawei Mate Xs in seiner eigenen Liga – und Käufer müssen auch noch auf Google-Apps verzichten.

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Das Royole Flexpai war das erste faltbare Smartphone auf dem Markt. Bild: © Twitter/RoyoleOfficial 2018

Eine Erwähnung ist auch das erste faltbare Smartphone wert, das kommerziell angeboten wurde: das Royole Flexpai. Das Handy ähnelt dem Huawei Mate Xs, hat aber viel üppigere Displayränder und gilt als weniger ausgereift als die Konkurrenten. Immerhin ging der wenig bekannte Hersteller Royole mit der Innovation in die Geschichte der faltbaren Handys ein – auch eine Leistung.

Ausrollen und doppelt falten: Konzepte für die Zukunft

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Das Tri-Fold von TCL kannst Du entgegen dem Namen zweifach falten. Bild: © TCL 2020

Patente und Konzeptdesigns zeigen, wohin die Reise der faltbaren Smartphones gehen könnte. Der Hersteller TCL hat ein doppelt faltbares Konzepthandy vorgestellt. Es besteht quasi aus drei Smartphones, die durch ein faltbares Display miteinander verbunden sind und sich zu einem 10 Zoll großen Tablet ausklappen lassen. Ein Samsung-Patent präsentiert eine ähnliche Idee.

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Ein Konzepthandy von TCL bietet einen nach rechts ausrollbaren Bildschirm. Bild: © CNET 2020

Ebenfalls von TCL stammt ein Handy mit ausrollbarem Display. Der Bildschirm des Konzept-Smartphones lässt sich auf doppelte Größe ausrollen. Ob und wann diese und ähnliche Geräte in den Handel kommen, steht noch in den Sternen. Und wo TCL schon dabei ist, alles Mögliche zu falten: Ein Patent des Herstellers zeigt ein Smartphone, das sich zu einer Smartwatch zusammenfalten lässt.

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