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FAQ zu Peach: Das kann die neue Trend-App

Peach ist eine Mischung aus Messenger und sozialem Netzwerk.
Peach ist eine Mischung aus Messenger und sozialem Netzwerk. (©CC: Flickr/Alice Henneman 2016)

Am Wochenende schwappte plötzlich ein neuer Trend durch Twitter und soziale Netzwerke: die App Peach. Wir verraten, was hinter der neuen Messaging-Anwendung steckt und ob sie WhatsApp oder Facebook wirklich Konkurrenz machen kann.

1. Was ist dieses Peach?

Die App Peach wurde am 8. Januar erstmals veröffentlicht und konnte schon kurz nach dem Release ein riesiges Interesse erregen. Peach ist eine Mischung aus Messenger und sozialem Netzwerk und soll laut den Entwicklern die Kommunikation mit Freunden besonders leicht und einfach gestalten. Am besten stellt man sich Peach als einen wilden Mix aus Twitter, Slack, Tumblr und Telegram vor.

2. Wer hat's gemacht und für welche Plattformen gibt es Peach?

Peach wurde von Dom Hofmann entwickelt. Das ist der gleiche Programmierer, der auch hinter der Video-App Vine steckt, die 2012 von Twitter für circa 30 Millionen US-Dollar übernommen wurde. Peach ist kostenlos, steht bislang aber nur für iOS zur Verfügung. Eine Android-Version dürfte bei anhaltendem Erfolg aber bald folgen.

3. Und was kann die App nun?

Auf den ersten Blick sieht Peach aus wie eine ganz normale Messenger-App. Die Anwendung ist ganz dem Namen entsprechend in rosigen Pastellfarben gehalten, was nicht jedem Nutzer unbedingt gefallen wird. Ein Feld dient zum Eintippen von Nachrichten, ein Button führt direkt zur Kamera und dem Fotoalbum, um Bilder schnell teilen zu können. Sämtliche geposteten Inhalte landen dann auf einer Art Pinnwand des Nutzers, wo sie von anderen Nutzern bewertet oder kommentiert werden können. In der Standardeinstellung sind alle Postings für alle Nutzer sichtbar, dies kann jedoch angepasst werden. Direktnachrichten an andere User sind allerdings nicht möglich.

Peach fullscreen
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Das selbsterklärte Alleinstellungsmerkmal von Peach sind allerdings die sogenannten "Magic Words", die ähnlich wie bei Slack funktionieren. Gibt man etwa den Befehl "draw" in das Schreibfeld ein und tippt dann auf die Blase zwischen Kamera-Button und "Posten", wird automatisch ein neues Fenster geöffnet, in dem man freihändig eine Zeichnung anfertigen und dann verschicken kann.

Weitere Schlüsselwörter sind beispielsweise "here", "gif", "song" oder "battery" – insgesamt gibt es 20 Schlüsselwörter. Für einige Befehle muss man Peach allerdings mehr iOS-Rechte einräumen, beispielsweise für die Ortungsdienste oder das Mikrofon. Da Peach bislang nicht für Deutschland lokalisiert wurde, funktionieren natürlich nur englische "Magic Words". Auch das komplette Menü der App ist auf Englisch.

Ein weiteres Problem, das sich aus der US-Ausrichtung ergibt: Derzeit kann man nur innerhalb der Vereinigten Staaten über Peach nach Freunden suchen, da internationale Telefonnummern noch nicht erkannt werden. Mit einem Update soll das aber laut den Entwicklern bald behoben sein. Alternativ kann man Freunde über den Nutzernamen hinzufügen oder per Kurznachricht über Peach informieren.

4. Hat Peach eine Chance gegen WhatsApp und Facebook?

Ob sich Peach gegen die großen Konkurrenten Facebook (Messenger) und WhatsApp durchsetzen kann, wird sich natürlich erst nach einiger Zeit zeigen. Potenzial ist zumindest durch die cleveren "Magic Words" durchaus vorhanden. Letztendlich wird es aber wie bei vielen Alternativ-Apps zu WhatsApp und Facebook ablaufen: Wenn keiner Deiner Freunde und Bekannten Peach nutzt, dann wird sich die App wohl auch auf Deinem Home-Screen nicht lange halten können.

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Die Platzhirsche Facebook und WhatsApp dürfte Peach zunächst nicht gefährden. (©TURN ON 2015)

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