menu

Farbtiefe: Das bedeuten 10 Bit, 8 Bit und andere

Sony-Triluminos
Eine höhere Farbtiefe (obere Hälfte) wie sie Sonys Triluminos-Technologie erlaubt, kann das Bild realistischer machen. Bild: © Sony 2018

Beim Kauf eines neuen Fernsehers oder Monitors stellt sich die Frage nach der Farbtiefe. Ist 10 Bit oder 8 Bit besser? Und was bedeutet die Farbtiefe überhaupt? Hier erfährst Du es.

Was ist die Farbtiefe?

Bildschirme arbeiten mit einem roten, grünen und blauen Farbkanal. Aus diesen Grundfarben mixt ein Monitor alle anderen Farben zusammen. Die Farbtiefe entscheidet in diesem Zusammenhang, wie viele Farbabstufungen auf dem Bildschirm dargestellt werden können, etwa vom dunkelsten bis zum hellsten Blauton.

  • 1 Bit Farbtiefe = 2 Farben
  • 8 Bit Farbtiefe = 256 Farben
  • 10 Bit Farbtiefe = 1.024 Farben
  • 12 Bit Farbtiefe = 4.096 Farben
  • 24 Bit Farbtiefe = 16,7 Millionen Farben

Warum ist die Farbtiefe relevant?

Je höher die angegebene Bit-Zahl für die Farbtiefe, desto mehr Nuancen lassen sich auf einem Bildschirm darstellen. Ein breiteres Farbspektrum kann Treppchenmuster oder Banding-Effekte in Bildern und Videos verhindern. Die Farben in Fotos erscheinen näher an der Realität, besonders dunkle oder helle Stellen zeigen mehr Details.

Zeigt ein Fernseher oder Monitor mit einer hohen Farbtiefe diese immer an?

Nein, denn neben dem Fernseher oder Computerbildschirm muss auch das Ausgangsmaterial diese Farbtiefe haben. Du musst also Spiele, Bilder oder Videos verwenden, die ebenfalls diese Farbtiefe von 10 Bit oder höher bieten. Dazu zählen vor allem HDR- oder Dolby-Vision-Inhalte. Die meisten verfügbaren Medien bieten aktuell nur eine Farbtiefe von 8 Bit.

Ist eine höhere Farbtiefe immer besser?

10-Bit-Farben sehen tendenziell besser aus als 8-Bit-Farben, jedenfalls erlauben sie mehr Abstufungen, einen größeren Kontrastumfang und erweiterte Darstellungsmöglichkeiten. Häufig werden 10 Bit für eine realistische Darstellung verwendet, 8 Bit wirken "cartoonhafter". Ein Stück weit ist das auch eine Geschmacksfrage. Eine höhere Farbtiefe bedeutet aber mehr Daten, was je nach Internetverbindung – etwa beim Streaming von HDR-Inhalten – die Auflösung oder Bildwiederholrate nach unten ziehen kann.

Wann brauche ich einen Monitor oder Fernseher mit einer hohen Farbtiefe?

Wenn Du Wert legst auf ein möglichst exzellentes Heimkino-Erlebnis und gerne Filme in HDR schaust, lohnt es sich, in diese Technik zu investieren. Außerdem, wenn Du mit entsprechend hochauflösendem und farbstarken Bildmaterial an Deinem Computer arbeitest oder planst, HDR-Videos aufzunehmen, zu bearbeiten und wiederzugeben.

Zusammenfassung

  • Die Farbtiefe entscheidet darüber, wie viele Farbabstufungen auf dem Bildschirm dargestellt werden können.
  • Eine hohe Farbtiefe vermeidet Treppchenmuster und Banding-Effekte. Außerdem sind besonders dunkle und helle Stellen in einem Bild oder Video detailreicher.
  • Ein Bildschirm, der eine hohe Farbtiefe anzeigen kann, gibt diese trotzdem nicht immer wieder. Auch die Inhalte müssen die höhere Farbtiefe bieten.
  • Eine höhere Farbtiefe bedeutet auch mehr Daten und kann zum Beispiel beim Streaming für ein Sinken der Auflösung oder Bildwiederholrate sorgen.
  • Monitore und Fernseher mit einer höheren Farbtiefe sind für Personen geeignet, die Wert legen auf ein bildtechnisch exzellentes Heimkino-Erlebnis oder die mit entsprechend farbstarken Bild- oder Videomaterial arbeiten wollen.
Kommentar schreiben
Relevante Themen:

Neueste Artikel zum Thema Monitore

close
Bitte Suchbegriff eingeben