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Festplatte formatieren: Auf diesem Weg löschst Du alle Daten

So löschst Du alle Daten Deiner Festplatte.
So löschst Du alle Daten Deiner Festplatte. (©picture alliance / dpa 2016)

Will man alle Daten auf seinem Windows-Computer vollständig löschen, muss man die Festplatte formatieren. Dieser Schritt kann auch bei einem langsamen System ratsam sein. Wir erklären, wie genau Du die Festplatte formatieren kannst und was es dabei zu beachten gibt.

Für das Formatieren einer Festplatte kann es unterschiedliche Gründe geben. Ist der Datenspeicher überflüssig geworden, können so sämtliche Daten in einem Vorgang gelöscht werden. Hilfreich ist dieser Schritt auch, wenn das System nicht mehr so flink arbeitet wie sonst. Will man gar ein neues Betriebssystem installieren, ist die saubere Neuinstallation ohnehin der empfehlenswerte Weg. Wir klären, wie Du die Festplatte formatieren kannst.

Festplatte formatieren: Format C: Ein Relikt der Vergangenheit

Wichtig: Um die Festplatte wirklich restlos von allen Daten zu befreien, reicht ein simples Formatieren nicht aus – auch nach diesem Vorgang sind die Dateien oftmals mit speziellen Programmen wiederherstellbar. Viele kennen diesen Arbeitsschritt sicher noch als "Format c:", doch diese Texteingabe funktioniert auf NT-Betriebssystemen nicht mehr. Sie stammt noch aus den seligen DOS-Zeiten und findet heute keine Verwendung mehr. Der Formatierungsvorgang gestaltet sich bei Festplatten, auf denen nicht das Betriebssystem gespeichert ist, am einfachsten.

Zunächst muss über das Startmenü der Punkt "Computer" angeklickt werden. In der Übersicht der Datenspeicher die entsprechende Platte per Rechtsklick wählen und auf "Formatieren" klicken. Die voreingestellten Werte können im Normalfall bestehen bleiben, als letzten Schritt nur noch auf "Starten" klicken – der Formatierprozess beginnt. Je nach Größe der zu löschenden Daten nimmt dieser Vorgang entsprechend Zeit in Anspruch. Im Prinzip genügt aber auch die Schnellformatierung.

Zunächst muss man in die Übersicht der Datenträger navigieren. fullscreen
Zunächst muss man in die Übersicht der Datenträger navigieren. (©Screenshot/TURN ON 2016)
Die Festplatte ohne Betriebssystem per Rechtsklick wählen, auf "Formatieren" klicken. fullscreen
Die Festplatte ohne Betriebssystem per Rechtsklick wählen, auf "Formatieren" klicken. (©Screenshot/TURN ON 2016)
Die Schnellformatierung reicht meist aus, als Dateisystem sollte NTFS gewählt werden. fullscreen
Die Schnellformatierung reicht meist aus, als Dateisystem sollte NTFS gewählt werden. (©Screenshot/TURN ON 2016)
Die anschließende Sicherheitsabfrage bestätigen, der Prozess beginnt. fullscreen
Die anschließende Sicherheitsabfrage bestätigen, der Prozess beginnt. (©Screenshot/TURN ON 2016)

Bei Formatierung auf Dateisystem NTFS setzen

Bei der Formatierung kann zwischen den Dateisystemen NTFS und FAT32 gewählt werden. Am meisten Relevanz hat NTFS – und das solltest Du auch nutzen. NTFS bietet im Vergleich zu FAT32 nicht nur eine bessere Sicherheit, sondern unterliegt auch nicht den Größenbeschränkungen von FAT32. Dateien dürfen auf einer FAT32-Partition nur maximal vier Gigabyte groß sein, während es bei NTFS diesbezüglich keine Beschränkungen gibt (Limit ist 16 Terabyte).

Willst Du Deine System-Festplatte formatieren, musst Du zunächst die Installations-Disc einlegen (oder auch den USB-Stick). Nach einem Neustart musst Du den Anweisungen auf dem Bildschirm folgen, um Windows frisch zu installieren. Nach dem Start des Installationsmediums müssen die obligatorischen Spracheinstellungen bestätigt werden, anschließend auf "Jetzt installieren" klicken. Nach Bestätigung der Lizenzbedingungen musst Du "Benutzerdefiniert" wählen, die Partitionen werden in einer Liste angezeigt.

Den gewünschten Datenträger wählen und auf "Formatieren" klicken. Wichtig: Du solltest zwingend darauf achten, auch wirklich die korrekte Partition zu wählen. Um sicherzugehen, kann die Größe des Laufwerks C: mit dem Eintrag in dem Installationsmenü verglichen werden. Nach einer Sicherheitsabfrage beginnt der Prozess, nach einiger Zeit ist die Festplatte dann erfolgreich formatiert.

Festplatte restlos löschen und formatieren mit speziellen Tools

Willst Du die Festplatte hingegen verkaufen oder verschenken, reicht der normale Formatierprozess dafür nicht aus. Um den Datenspeicher restlos von wirklich allen Daten zu befreien, musst Du auf spezielle Tools zurückgreifen. Diese praktischen Programme beschreiben die Speichersektoren gleich mehrfach, sodass eine Wiederherstellung durch Unbefugte nahezu ausgeschlossen werden kann.

Ein populäres Werkzeug dafür ist das für Privatanwender kostenlose Programm Secure Eraser. Das mehrfache Überschreiben der Festplatte, wahlweise bis zu 35 Mal, geschieht hierbei nach internationalen Sicherheitsstandards. Entsprechend musst Du aber auch etwas Zeit einplanen: Der Vorgang dauert ungleich länger als der normale Formatiervorgang – ist dafür aber auch sicherer und gerade für sensible Daten die erste Wahl.

Zusammenfassung

  1. Eine Festplatte ohne Betriebssystem lässt sich einfach über die Windows-Oberfläche formatieren
  2. Ist Windows auf der HDD installiert, muss man das System mit einem Installationsmedium neu starten und formatieren
  3. Das restlose Löschen einer Festplatte ist nur mit speziellen Tools möglich

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