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Fritz Smart Home – so funktioniert das System von AVM

FRITZ!DECT 400
Fritz Smart Home ist eine Smart-Home-Lösung rund um die Fritzbox. Bild: © AVM GmbH 2021

Mit Fritz Smart Home steht allen Fritzbox-Nutzern ein eigenes Smart-Home-System offen. Hier erfährst Du, welche Vor- und Nachteile es bietet und welche Geräte damit kompatibel sind.

Die Fritzbox-Internetrouter der Firma AVM stehen in zahlreichen Haushalten. Was viele Nutzer aber nicht wissen: Viele Fritzboxen lassen sich auch als Smart-Home-Hub nutzen.

Die Fritzbox setzt auf DECT

Für die Smart-Home-Vernetzung setzt AVM bei der Fritzbox auf den Funkstandard DECT, mit dem auch schnurlose Telefone funktionieren. Der DECT-Standard wird von allen aktuellen Fritzbox-Modellen unterstützt, sodass die grundlegende Hardware-Voraussetzung für die Nutzung von des Smart-Home-Systems in den meisten Fällen schon vorhanden sein dürfte. Das ist auch der größte Vorteil von Fritz Smart Home.

Die Vorteile von Fritz Smart Home

Besitzer einer Fritzbox brauchen keinen zusätzlichen Smart-Home-Hub, weil alles zentral über den Router gesteuert wird. Dreh- und Angelpunkt ist dabei das Web-Interface der Fritzbox, das sich in der Adresszeile des Webbrowsers über fritz.box aufrufen lässt.

Der zweite große Vorteil ist, dass Fritz Smart Home nicht Cloud-basiert ist, sondern der komplette Datenaustausch lokal auf den Routern der Nutzer stattfindet. Es ist auch nicht nötig, ein dediziertes Nutzerkonto beim Hersteller zu erstellen.

Die Nachteile von Fritz Smart Home

Ein wesentlicher Nachteil von Fritz Smart Home ist die Tatsache, dass das System bisher noch relativ klein und nur mit wenigen Produkten von Drittherstellern kompatibel ist. Andere Standards wie ZigBee oder HomeMatic IP werden nicht unterstützt. Fritz Smart Home eignet sich deshalb eher für Einsteiger oder für Haushalte, in denen ohne großen Hardware- und Installationsaufwand einzelne konkrete Smart-Home-Lösungen geschaffen werden sollen.

Welche Produkte gibt es für Fitz Smart Home?

AVM selbst bietet eine überschaubare Auswahl an Produkten für sein Smart-Home-System an. Diese reicht von smarten Steckdosen über Heizkörperthermostate bis hin zu smarten Lampen. Die komplette Palette an DECT-fähigen Smart-Home-Produkten findest Du in der Bildergalerie:

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FritzDECT 500: Smarte Lampe nach dem Vorbild Philips Hue. Bild: © AVM GmbH 2021
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FritzDECT 440: Funksteuerung für smarte Thermostate. Bild: © AVM GmbH 2021
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FritzDECT 400: Funk-Lichtschalter für FrizDECT-500-Lampen. Bild: © AVM GmbH 2021
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FritzDECT 301: Smartes Heizkörper-Thermostat. Bild: © AVM GmbH 2021
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FritzDECT 210: Smarte Steckdose.
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FritzDECT 200: Eine weitere smarte Steckdose.
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FritzDECT 100: Steckdose und WLAN-Repeater.
FRITZ!DECT 500 und FRITZ!App Smart Home
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Welche Geräte von Drittherstellern lassen sich verwenden?

Die Auswahl an Dritthersteller-Geräten, die offiziell mit Fritz Smart Home kompatibel sind, ist noch vergleichsweise klein. Hauptsächlich werden Geräte aus dem Smart-Home-Sortiment der Deutschen Telekom unterstützt.

 LED-Lampen:

  • SmartHome LED-Lampe E27 farbig (Telekom)
  • SmartHome LED-Lampe E27 warmweiß (Telekom)

Steckdosen:

  • SmartHome Zwischenstecker innen (Telekom)
  • SmartHome Zwischenstecker außen (Telekom)

Rollladen-Antriebe: 

  • Rollladen-Antrieb „BoxCTRL“ (Becker)
  • Elektrischer Rollladen-Gurtwickler „RolloTron DECT“ (Rademacher)

Sensoren: 

  • SmartHome-Wandtaster (Telekom)
  • SmartHome Tür-/Fensterkontakt optisch (Telekom)
  • SmartHome Tür-/Fensterkontakt magnetisch (Telekom)
  • SmartHome-Bewegungsmelder (Telekom)

Türsprechanlage: 

  • DoorLine Slim DECT (Telegärtner)

Thermostat:

  • Eurotronic 700018 Comet

Die Einrichtung von Fritz Smart Home

Dadurch dass Fritz Smart Home keine zusätzliche Hardware und keine Nutzerkonten benötigt, ist die Einrichtung der einzelnen Produkte in den meisten Fällen sehr leicht. Die meisten Geräte müssen über einen Schalter nur einmal in den Pairing-Modus versetzt werden und können dann durch das Drücken der DECT-Taste an der Fritzbox ganz leicht gekoppelt werden.

Alternativ lässt sich die Kopplung auch über die Web-Oberfläche der Fritzbox starten. Dazu rufst Du im Webbrowser an PC, Tablet oder Smartphone die Adresse fritz.box auf und meldest Dich mit dem Kennwort Deines Routers an.

Fritzbox-Smart-Home-Thermostate fullscreen
Über das Browser-Menü lassen sich Smart-Home-Geräte einrichten und verwalten. Bild: © AVM/ Screenshot: TURN ON 2021

In der Web-Oberfläche findest Du in der Auswahlleiste links den Menüpunkt "Smart Home > Geräteverwaltung", in dem Du neue Geräte über die Schaltfläche "Gerät anmelden" registrieren kannst.

Fritz Smart Home steuern mit App oder Browser

Die Weboberfläche der Fritzbox ist auch die wichtigste Steuerzentrale für Fritz Smart Home. Wenn Du Dich im Webbrowser unter der Adresse fritz.box mit dem Kennwort Deines Routers anmeldest, kannst Du sämtliche gekoppelten Smart-Home-Geräte über den Menüpunkt "Smart Home > Geräteverwaltung" steuern. Dort findest Du alle von dir genutzten Smart-Home-Geräte aufgelistet. Über das Stift-Symbol hinter dem jeweiligen Gerät bearbeitest Du die Einstellungen.

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Die FritzApp Smart Home steuert sämtliche Smart-Home-Geräte. Bild: © AVM/ Screenshot: TURN ON 2021

Alternativ kannst Du die Smart-Home-Geräte auch über das Smartphone steuern. Dafür benötigst Du die FritzApp Smart Home, die kostenlos für Android und iOS zum Download angeboten wird. Über die App ist auch eine Steuerung der Smart-Home-Geräte von unterwegs aus möglich. Eine Steuerung per Sprachbefehl ist keine Option. Dafür fehlt Fritz Smart Home die Cloud-Anbindung, die für die Verknüpfung mit Sprachdiensten wie Alexa oder Google Assistant nötig wäre.

Fazit zu Fritz Smart Home

Das Smart-Home-System von AVM stellt für alle Fritzbox-Nutzer einen einfachen Einstieg in die Smart-Home-Welt dar. Der größte Vorteil ist, dass der Router selbst hier als Hub dient und weder ein Nutzerkonto, noch eine Cloud-Anbindung nötig sind. Alle Geräte kommunizieren direkt via DECT miteinander und sammeln keine weiteren Daten. Außerdem lässt sich das System sehr leicht einrichten und eignet sich für Einsteiger.

Ein Nachteil ist die geringe Flexibilität. Wo andere Smart-Home-Systeme auf unzählige Geräte von Drittherstellern setzen, stehen bei Fritz Smart Home überwiegend Geräte von AVM selbst zur Verfügung bzw. von einigen wenigen Drittherstellern. Ein Großteil der Smart-Home-Systeme anderer Hersteller ist jedoch mit Fritz Smart Home nicht kompatibel und Sprachassistenten stehen für die Steuerung ebenfalls nicht zur Verfügung.

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