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Galaxy S7 vs. LG G5 vs. iPhone 6s: Der große Specs-Vergleich

Das iPhone 6s hat zwei neue starke Konkurrenten.
Das iPhone 6s hat zwei neue starke Konkurrenten. (©Samsung 2016)

Wie schlagen sich das Samsung Galaxy S7 und das LG G5 im Vergleich mit dem iPhone 6s? Wir haben uns die Specs der Flaggschiffe angeschaut und überprüft, in welchen Bereichen die Stärken und Schwächen der einzelnen Geräte liegen.

Mit Samsung und LG haben am Sonntag gleich zwei Branchenriesen ihre neuen Smartphone-Flaggschiffe vorgestellt. Sowohl das Galaxy S7 als auch das LG G5 treten am Markt gegen das iPhone 6s an, das ohne Frage zu den aktuell besten Smartphones gehört. Wie sich die neuen Top-Geräte der Südkoreaner dabei schlagen, muss natürlich ein finaler Test zeigen. Immerhin können wir aber schon einmal die Specs der Smartphones gegenüberstellen.

Das Display

Samsung Galaxy S7: Das Samsung Galaxy S7 kommt wie sein Vorgänger mit einem 5,1-Zoll-AMOLED-Bildschirm daher und besitzt eine Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln. Das größere Galaxy S7 Edge besitzt die gleiche Auflösung, während der Screen insgesamt mit 5,5 Zoll etwas größer ist. Beide Geräte besitzen ein Always On-Display, auf dem permanent Informationen wie die Uhrzeit dargestellt werden können. Was genau gezeigt wird, kann der Nutzer individuell konfigurieren.

LG G5: Auch beim LG G5 bleibt die Auflösung beim Wechsel von der Vorgängergeneration gleich, allerdings besitzt das Display mit 5,3 Zoll eine eher ungewöhnliche Größe. Zudem setzt LG nicht auf AMOLED, sondern auf einen IPS-Screen. Auch bei LG gibt es ein Always On-Display, das jedoch nach jetzigem Informationsstand weniger Anpassungsmöglichkeiten bieten wird als bei Samsung.

iPhone 6s: Das iPhone 6s ist mit 4,7 Zoll deutlich kleiner als die neuen Smartphones aus Südkorea und auch die Bildschirmauflösung des Retina HD-Displays fällt mit 1334 x 750 Pixeln viel geringer aus. Als Sparringspartner kommt da schon eher das iPhone 6s Plus in Frage. Das besitzt einen 5,5-Zoll-Screen mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten. Ein Always On-Feature fehlt beiden Apple-Geräten.

 Das LG G5 bekommt ein Always On-Display. fullscreen
Das LG G5 bekommt ein Always On-Display. (©LG Electronics 2016)

Prozessor und Arbeitsspeicher

Samsung Galaxy S7: Samsung Galaxy S7 und S7 Edge kommen mit dem neuen Exynos 8990 daher, der acht Rechenkerne mit einer Taktung von 2,3 GHz besitzt. Dem Chip stehen 4 GB RAM an Arbeitsspeicher zur Seite.

LG G5: LG setzt wie schon im letzten Jahr auf einen Qualcomm-Chipsatz. Beim G5 kommt der nagelneue Snapdragon 820 zum Einsatz, der vier Kerne mit 2,2 GHz besitzt. Auch hier gibt es einen üppigen Arbeitsspeicher von 4 GB RAM.

iPhone 6s: Das iPhone 6s und sein größerer Bruder 6s Plus setzen auf den A9-Prozessor, der von Apple selbst entwickelt wurde. Dieser verfügt nur über zwei Rechenkerne mit einer Taktung von 1,8 GHz. Auch beim Arbeitsspeicher müssen beim iPhone Abstriche gemacht werden. 2 GB RAM stehen in den Apple-Smartphones zur Verfügung.

 Im iPhone 6s schlummert ein A9-Prozessor mit zwei Rechenkernen. fullscreen
Im iPhone 6s schlummert ein A9-Prozessor mit zwei Rechenkernen. (©TURN ON 2015)

Interner und externer Speicher

Samsung Galaxy S7: Galaxy S7 und S7 Edge wird es mit 32 GB und 64 GB Speicher geben, letztere allerdings nicht in Deutschland. Eine Version mit 128 GB soll in diesem Jahr nicht veröffentlicht werden. Das ist auch gar nicht nötig, denn Samsung bringt in diesem Jahr den beim Galaxy S6 schmerzlich vermissten microSD-Slot zurück. Mit diesem lässt sich der Speicher theoretisch um maximal 2 Terabyte erweitern.

LG G5: Einen microSD-Slot gibt es auch beim LG G5. Dieser schluckt ebenfalls Speicherkarten mit bis zu 2 Terabyte. Beim internen Speicher beschränkt sich LG auf 32 GB, was angesichts der Erweiterungsmöglichkeit aber ausreichen dürfte.

iPhone 6s: Die Apple-Geräte iPhone 6s und 6s Plus werden ab Werk mit 16, 64 und 128 GB Speicher angeboten. Die größere Auswahl ist nötig, weil Apple dem Nutzer keine Möglichkeit bietet, den Speicher nachträglich per microSD-Karte zu erweitern.

 Der Speicher des Galaxy S7 Edge lässt sich erweitern. fullscreen
Der Speicher des Galaxy S7 Edge lässt sich erweitern. (©Samsung 2016)

Haupt- und Frontkamera

Samsung Galaxy S7: Die Hauptkamera von Samsung Galaxy S7 und S7 Edge löst mit 12 Megapixeln auf. Das klingt zunächst nach einem Downgrade gegenüber dem Vorgänger Galaxy S6. Allerdings verbaut Samsung erstmals eine f/1.7-Blende, die besonders in dunklen Bereichen schicke Bilder knipsen soll. Zudem wurde die Anzahl der Fokuspunkte erhöht, sodass Galaxy S7 und S7 Edge einen extrem schnellen Autofokus besitzen. Die Frontkamera löst mit 5 Megapixeln auf.

LG G5: Das LG G5 löst mit 16 Megapixeln etwas höher auf, besitzt aber "nur" eine f/1.8-Blende. Auch bei der Frontkamera bietet das LG-Smartphone mehr Bildpunkte und löst mit insgesamt 8 Megapixeln auf. Allerdings soll sich die Kamera über ein Zusatzmodul aufrüsten lassen.

iPhone 6s: iPhone 6s und 6s Plus warten wie das Galaxy S7 mit einer 12-Megapixel-Kamera auf. Bei der Plus-Variante gibt es zudem einen optischen Bildstabilisator, der dem normalen iPhone 6s fehlt. Die f/2.2-Blende ist mit Abstand die schwächste im Vergleichsfeld – zumindest auf dem Papier. Bei der Frontkamera liefern beide iPhones 5 Megapixel.

 Das Galaxy S7 soll mit seiner Kamera punkten. fullscreen
Das Galaxy S7 soll mit seiner Kamera punkten. (©Samsung 2016)

Akku

Samsung Galaxy S7: Galaxy S7 und S7 Edge besitzen mit 3000 mAh beziehungsweise 3600 mAh die größten Akkus und dürften damit locker durch den Tag kommen. Wechseln lassen sich die Baterien leider nicht. Als Extras bietet Samsung eine Schnellladefunktion und kabelloses Laden.

LG G5: Das LG G5 hat mit 2800 mAh einen etwas kleineren Batteriespeicher. Die Besonderheit ist hier, dass sich der Akku trotz des Metallgehäuses wechseln lässt. Eine Schnellladefunktion gibt es auch bei LG.

iPhone 6s: Die Akkus von iPhone 6s und 6s Plus sind mit 1715 mAh beziehungsweise 2750 mAh die kleinsten Akkus. Diese lassen sich auch nicht wechseln und Extras wie eine Schnellladefunktion oder kabelloses Laden gibt es ebenfalls nicht.

 Der Akku des LG G5 lässt sich herausziehen. fullscreen
Der Akku des LG G5 lässt sich herausziehen. (©LG Electronics 2016)

Extras und Besonderheiten

Samsung Galaxy S7: Eine Überraschung ist, dass Galaxy S7 und S7 Edge wasserdicht sind. Der Standard IP68 besagt, dass die Smartphones gegen Staub geschützt sind und auch längere Tauchgänge bis zu einer Tiefe von 1,50 Metern unbeschadet überstehen sollen.

LG G5: Beim LG G5 ist vor allem der Magic Slot der Star. Über den Slider lässt sich der Akku wechseln. Zudem können am Slider auch verschiedene Erweiterungsmodule angebracht werden. So lässt sich die Kamera mit einem Aufsatz verbessern und es gibt ein separates Audio-Modul von Bang & Olufsen.

iPhone 6s: Das Extra-Feature bei iPhone 6s und 6s Plus nennt sich 3D Touch und sorgt dafür, dass der Bildschirm auf unterschiedliche Druckstärken regiert. Je nachdem, wie stark der Nutzer auf eine Display-Schaltfläche drückt, lassen sich damit verschiedene Aktionen ausführen.

 Das Samsung Galaxy S7 ist wasserdicht. fullscreen
Das Samsung Galaxy S7 ist wasserdicht. (©Samsung 2016)

Was dürfen wir erwarten?

Samsung Galaxy S7 und LG G5 lassen das iPhone 6s in den meisten Kategorien klar hinter sich. Die neuen Smartphones aus Südkorea bieten in nahezu jeder Disziplin noch etwas mehr als die Konkurrenz aus Cupertino. Inwieweit sich das am Ende auch in der Alltagsnutzung niederschlägt, wird sich aber erst noch zeigen müssen. Letztlich sind es die App-Entwickler, die mit ihren Programmen dafür sorgen müssen, dass wir alles aus unseren High-End-Smartphones herauskitzeln können.

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