Ratgeber

Handynummer herausfinden: So funktioniert die Rückwärtssuche

Wir verraten Dir, wie die Rückkwärtssuche von Handynummern funktioniert.
Wir verraten Dir, wie die Rückkwärtssuche von Handynummern funktioniert. (©Getty Images/EyeEm/Spyros Arsenis 2018)

Wer per Rückwärtssuche eine Handynummer suchen möchte, muss dafür einiges tun. Den Besitzer einer Nummer herauszufinden, kann nämlich etwas Hobby-Detektivarbeit bedeuten.

Wer hat mich da angerufen? Kann ich der Nummer vertrauen? Viele Smartphone-Besitzer sind mittlerweile vorsichtig geworden, wenn es darum geht, Anrufe von unbekannten Nummern entgegenzunehmen. Schuld sind vor allem Telefonverkäufer und Bezahlfallen, die allerorts lauern. Manchmal kann es deshalb praktisch sein, eine Rückwärtssuche durchzuführen, um so vielleicht herauszufinden, woher eine bestimmte Nummer stammt.

Handynummer in einer Datenbank suchen

Der erste und einfachste Weg bei einer Rückwärtssuche führt immer über eine Datenbank. Viele Nummern sind nämlich aus oftmals ganz unterschiedlichen Gründen in einer Online-Datenbank erfasst. Teilweise wissen die Besitzer das noch nicht einmal selbst, weil ihre Nummer ohne ihr Einverständnis in einer solchen Datenbank gelandet ist oder weil sie eine entsprechende Klausel in ihrem Mobilfunktarif übersehen haben.

 Sync.me speichert Handynummern – teilweise ohne Wissen ihrer Besitzer. fullscreen
Sync.me speichert Handynummern – teilweise ohne Wissen ihrer Besitzer. (©Screenshot Sync.me/TURN ON 2018)

Sync.me: Eine bekannte Datenbank ist beispielsweise Sync.me. Dort sind unzählige Nummern aus mehreren Ländern gespeichert. Die Datenbank von Sync.me wird hauptsächlich von den Nutzern des Dienstes gepflegt. Wer die entsprechende App auf seinem Smartphone nutzt, kann nämlich seine gesamte Kontaktliste mit dieser teilen. So landen immer wieder auch Nummern von Usern in der Datenbank, die diese selbst gar nicht angegeben haben. Für die Suche musst Du die Handynummer, deren Besitzer Du ermitteln möchtest, einfach nur in das Feld eingeben.

 Das Örtliche ist zuverlässig aber nur eingeschränkt nutzbar. fullscreen
Das Örtliche ist zuverlässig aber nur eingeschränkt nutzbar. (©Screenshot Das Örtliche/TURN ON 2018)

Das Örtliche: Alternativ kannst Du eine Rückwärtssuche auch direkt über das Telefonbuch durchführen. Auf der Website von Das Örtliche lassen sich Nummern unter dem Menüpunkt "Rückwärtssuche" direkt eingeben. Wer möchte, kann Das Örtliche auch als App auf seinem Smartphone nutzen. Allerdings lassen sich hier nur Nummern finden, für die vom Besitzer ein Telefonbucheintrag angelegt wurde. Das Örtliche ist dadurch sehr genau, was die Rückwärtssuche von Handynummern angeht, verfügt jedoch nur über einen begrenzten Datensatz.

 Tellows erfasst vor allem verdächtige Rufnummern. fullscreen
Tellows erfasst vor allem verdächtige Rufnummern. (©Screenshot Tellows/TURN ON 2018)

Tellows: Auch die Datenbank von Tellows empfiehlt sich für eine Rückwärtssuche. Hier werden nämlich Nummern gespeichert, die User als Werbenummern, Verkäufer, Scherzanrufer oder Telefonterror melden. Kurz gesagt: Wenn eine Nummer bei Tellows landet, ist sie zumindest schon mal verdächtig.

Mit Google Handynummer herausfinden

Falls sich die gewünschte Nummer nicht über eine Datenbank ermitteln lässt, bleibt immer die Option zur Google-Suche. Dafür wird die Handynummer einfach in das Google-Suchfeld kopiert. Allerdings solltest Du beachten, dass Du die Nummer in Anführungsstriche setzt, damit Google auch wirklich danach suchen kann.

In einigen Fällen kannst Du bei einer Google-Suche wirklich Glück haben, nämlich dann, wenn die Nummer auf irgendeiner Website zu finden ist.

Wem gehört die Handynummer? Rückruf bei der Mailbox

Wenn das alles nichts gebracht hat, bleibt Dir noch eine letzte Möglichkeit: einfach zurückrufen. Allerdings rufst Du nicht direkt an, sondern bei der Mailbox Deines Anrufers und auch nur mit unterdrückter Rufnummer.

Um direkt die Mailbox einer Person anzurufen, musst Du je nach Netzbetreiber eine bestimmte Zahlenkombination zwischen Vorwahl und eigentlicher Nummer eingeben. Die Mailboxcodes lauten:

  • T-Mobile: 13
  • O2/E-Plus: 33
  • Vodafone: 50

Aus der Nummer 01511 12345678 wird so 01511 13 12345678. Die Nummer wird an der passenden Stelle durch den Mailboxcode "13" der Telekom ergänzt. Aus welchem Netz ein Anrufer stammt, kannst Du normalerweise anhand der Vorwahl erkennen. Es kann allerdings sein, das ein Anrufer mit seiner Vorwahl den Anbieter gewechselt hat. In so einem Fall hilft nur probieren.

  • Vorwahlen der Telekom: 01511, 01512, 01514, 01515, 01516, 01517, 0160, 0170, 0171, 0175
  • Vorwahlen O2/E-Plus: 01590, 0176, 0179, 01573, 01575, 01577, 01578, 0163, 0177, 0178, 01570
  • Vorwahlen Vodafone: 01520, 01522, 01523, 01525, 0162, 0172, 0173, 0174

Nicht bei jeder Nummer bringt die Rückwärtssuche etwas

Du hast alles versucht und weißt immer noch nicht, wer Dich angerufen hat? Dann nutzt der Anrufer wohl eine Nummer, die nirgendwo hinterlegt und noch nirgends aufgefallen ist. In so einem Fall kannst Du leider nicht viel machen. Wir empfehlen Dir, die Nummer vorsichtshalber in Deinen Kontakten zu speichern und Dir ein paar Notizen dazu zu machen. Sollte die Person noch einmal anrufen, kannst Du sofort erkennen, dass diese Nummer es schon einmal versucht hat. So weißt Du zumindest, dass Du die Nummer schon früher nicht zuordnen konntest.

Zusammenfassung

  1. Wenn Du eine Rufnummer nicht zuordnen kannst, jedoch wissen möchtest, woher der Anruf kam, hast Du die Möglichkeit, eine Rückwärtssuche durchzuführen
  2. Für eine Rückwärtssuche kannst Du die Nummer unter anderem mit einer Datenbank wie Sync.me, Das Örtliche oder Tellows suchen
  3. Alternativ oder zusätzlich kannst Du die Nummer auch mit Hilfe von Google suchen, indem Du sie in Anführungsstrichen in das Suchfeld eintippst
  4. Das letzte Mittel ist ein Anruf mit unterdrückter Rufnummer bei der Mailbox des Anrufers – unter Umständen lässt sich so die Identität herausfinden
Artikel-Themen
close
Bitte Suchbegriff eingeben