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HDMI 2.1: Das steckt hinter dem neuen Standard

Die Spezifikationen für den neuen HDMI 2.1-Standard stehen fest.
Die Spezifikationen für den neuen HDMI 2.1-Standard stehen fest. (©picture alliance / dpa Themendienst 2017)

HDMI 2.1 wird im zweiten Quartal 2017 eingeführt und bringt einige Verbesserungen im Vergleich zu HDMI 2.0 mit sich. So wird 4K mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde unterstützt, zudem kann HDMI 2.1 sogar 8K-Signale verarbeiten. Auch dynamische HDR-Metadaten werden vom neuen Standard unterstützt. 

Im Rahmen der CES 2017 hat das HDMI Forum die Spezifikationen für den neuen HDMI 2.1-Standard verkündet. Dieser soll im zweiten Quartal 2017 offiziell eingeführt werden. Ein Update auf den HDMI 2.1 für bereits erhältliche Fernseher soll theoretisch möglich sein, aber von den Herstellern und den jeweiligen Voraussetzungen abhängig sein. Kurzum: Wetten sollte niemand auf ein solches Update.

HDMI 2.1: 4K mit 120 Bildern pro Sekunde, 8K mit 60 fps

HDMI 2.1 unterstützt höhere Auflösungen und Bildwiederholfrequenzen. Während HDMI 2.0 Inhalte in 4K mit maximal 60 Bildern pro Sekunde unterstützt, werden bei HDMI 2.1 sogar 120 fps möglich sein. Auch wenn 8K-Inhalte in weiter Ferne sind, so bringt die neue HDMI-Version auch den Support für diese Auflösung mit. Mithilfe eines 48G-Kabels sollen Bandbreiten mit bis zu 48 GBit/s erzielt werden – relevant höchstens für 8K-Material. Da das neue Kabel abwärtskompatibel sein soll, wird es aber auch problemlos mit älteren Geräten funktionieren.

HDMI 2.1 unterstützt dynamische HDR-Metadaten

 Nicht mehr nur statische, sondern auch dynamische HDR-Metadaten können künftig verarbeitet werden. fullscreen
Nicht mehr nur statische, sondern auch dynamische HDR-Metadaten können künftig verarbeitet werden. (©Dolby Laboratories 2016)

Änderungen wird es auch bei HDR geben, dem High Dynamic Range. Die Technik sorgt dafür, dass große Unterschiede in der Helligkeit kontrastreich wiedergegeben werden können. HDR selbst wird erst seit HDMI 2.0a unterstützt. Dank HDMI 2.1 können die Metadaten nicht nur statisch überliefert werden, sondern auch dynamisch. Bedeutet: Kontrast, Farbumfang und andere Einstellungen mussten jeweils für einen gesamten Film festgelegt werden.

Optimaler ist es jedoch, wenn die Filmemacher konkret für einzelne Szenen unterschiedliche Metadaten definieren können – mit HDMI 2.1 wird das der Fall sein. Der HDR10-Standard, der unter anderem für die Ultra HD Blu-ray dient, verarbeitet nur statische Metadaten. Die konkurrierende Lösung Dolby Vision von Dolby Laboratories hingegen unterstützt dynamische Metadaten, also die technisch fortschrittlichere Variante.

Objektbasiertes Audio und VRR-Spielmodus für Reduzierung von Tearing

Auch versteht HDMI 2.1 dank eARC objektbasiertes Audio und bietet erweiterte Steuerungsmöglichkeiten für das Audiosignal. Zudem sollen Geräte automatisch erkannt werden. Neu ist eine variable Bildwiederholrate im sogenannten VRR-Spielmodus (Variable Refresh Rate). Störende Lags oder auch Tearing, ein unerwünschter Effekt bei der Bildanzeige, sollen dadurch reduziert werden. Immerhin: Die im Vorfeld befürchtete Verschärfung des HDCP-Kopierschutzes scheint nicht Einzug in HDMI 2.1 zu halten.

Zusammenfassung

  1. HDMI 2.1 soll im zweiten Quartal 2017 kommen
  2. 4K mit 120 Bildern pro Sekunde und 8K mit 60 fps werden unterstützt
  3. Ein neues 48G-Kabel mit einer Bandbreite mit bis zu 48 Gbit/s wird eingeführt
  4. Dynamische HDR-Metadaten können verarbeitet werden
  5. eARC ermöglicht objektbasiertes Audio
  6. VRR-Spielmodus soll Tearing, Lags etc. reduzieren

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