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HDMI-CEC: Was ist das eigentlich?

Mit HDMI-CEC lassen sich Geräte untereinander per HDMI-Verbindung steuern.
Mit HDMI-CEC lassen sich Geräte untereinander per HDMI-Verbindung steuern. (©Adobe Stock/sellingpix 2018)

HDMI-CEC wird mittlerweile von den meisten TV-Geräten, Set-Top-Boxen und Soundbars unterstützt. Doch was ist das eigentlich und was bringt diese Funktion im Alltag?

Viele kennen es vielleicht schon, aber für einige ist es beim Kauf neuer Geräte auch eine Überraschung: Die Rede ist von HDMI-CEC, einer Funktion, die seit Jahren von immer mehr Geräten aus den Segmenten TV, Audio und Heimkino genutzt wird.

Was bedeutet HDMI-CEC?

HDMI-CEC steht für HDMI Consumer Electronics Control und beschreibt die Fähigkeit, über einen HDMI-Anschluss nicht nur Bild und Ton, sondern auch Steuerungssignale für angeschlossene Geräte auszugeben. Einfach gesagt bedeutet das nichts anderes, als dass sich Geräte, die per HDMI-Kabel verbunden sind, untereinander steuern lassen. 

So lässt sich beispielsweise über die Fernbedienung einer Set-Top-Box der Fernseher gleich mit einschalten und sogar steuern – oder umgekehrt. Auch Soundbars, Spielekonsolen und Streaming-Sticks setzen mittlerweile fast standardmäßig auf das Feature.

Was kannst Du HDMI-CEC genau machen?

Die Funktion HDMI-CEC umfasst neun Standard-Befehle und mehrere weitere optionale Befehle, die sich zwischen den Geräten per HDMI-Schnittstelle übertragen lassen. Diese umfassen unter anderem das gemeinsame Ein- und Ausschalten von verbundenen Geräten mit nur einer Fernbedienung, den gemeinsamen Wechsel in den Standby-Modus, einer für das Starten einer Aufnahme (sofern die Geräte das unterstützen) und einer zur Lautstärkesteuerung.

Doch HDMI-CEC kann noch mehr und beispielsweise den Fernseher auch automatisch auf den HDMI-Eingang umschalten, an dem das Gerät steckt, dass Du benutzen willst. Schaust Du beispielsweise über Kabel oder Satellit ein Fernsehprogramm und entscheidest dann, dass Du lieber eine Blu-ray sehen möchtest, genügt es, den Blu-ray-Player einzuschalten. Bei aktiviertem HDMI-CEC wird der Fernseher dann automatisch auf den richtigen Eingang umschalten.

Das funktioniert oft auch umgekehrt. Willst Du etwas auf der Konsole zocken, reicht es schon, den TV auf den HDMI-Eingang umzustellen, an dem das Gerät hängt, und schon schaltet es sich automatisch ein. Ein weiterer Bonus von HDMI-CEC ist die Möglichkeit, schon am Namen des HDMI-Eingangs zu erkennen, welches Gerät daran hängt.

Wie wird HDMI-CEC eingeschaltet?

Oft fragen Geräte wie Set-Top-Boxen oder Blu-ray-Player heutzutage schon bei der Ersteinrichtung danach, ob Du HDMI-CEC nutzen möchtest. Manchmal ist die Funktion sogar voreingestellt, was insbesondere bei Soundbars sinnvoll ist.

In vielen Fällen musst Du HDMI-CEC jedoch selbst im Menü Deiner Geräte aktivieren, was je nach Gerät und Hersteller ein wenig anders funktioniert. Hinzu kommt, dass viele Hersteller für die eigentlich standardisierte Funktion einen Eigennamen verwenden, der das Ganze oftmals schwer auffindbar macht. Bei Sony heißt es etwa Bravia Sync, bei Samsung Anynet+, LG nutzt den Namen SimpLink, Panasonic verwendet häufig die Bezeichnung HDAVI-Controll und Philips nennt es EasyLink. Das ist nur eine kleine Auswahl.

Zusammenfassung

  1. HDMI-CEC steht für HDMI Consumer Electronics Control und erlaubt das Übertragen von Steuerungsbefehlen über eine HDMI-Schnittstelle
  2. So lassen sich mehrere über HDMI-Kabel verbundene Geräte von einer Fernbedienung aus ein- und ausschalten und teilweise sogar noch darüber hinaus steuern
  3. HDMI-CEC kommt zum Beispiel zum Einsatz, wenn sich die Soundbar beim Einschalten des Fernsehers automatisch mit startet
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