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Intel-Optane-Speicher: Was ist das eigentlich und bringt das was?

Intel-Optane-Speicher kommen in Form von M.2-Chips zum Einsatz.
Intel-Optane-Speicher kommen in Form von M.2-Chips zum Einsatz.

Ein Optane-Speicher soll PCs merklich beschleunigen. Doch was verbirgt sich dahinter, wie lässt er sich nutzen und wie groß ist der Vorteil wirklich?

Wer heutzutage einen neuen PC zusammenstellt oder ein altes Gerät aufrüstet, hat nicht mehr nur die Wahl zwischen klassischen HDD-Festplatten und schnelleren SSDs, sondern kann je nach Mainboard auch einen sogenannten Optane-Speicher verwenden. Dieser verspricht kürzere Ladezeiten, flinkere Reaktionen und damit ein noch schnelleres Arbeiten im Alltag. Doch was steckt eigentlich dahinter?

Was ist ein Optane-Speicher?

Intel Optane ist, wie der Name schon vermuten lässt, eine Technologie von Intel und lässt sich demzufolge auch nur in Kombination mit Intel-Prozessoren und den dazu passenden Mainboards verwenden. Technisch basiert Optane auf dem sogenannten 3D-XPoint-Speicherverfahren, das besonders schnellen Datenzugriff verspricht.

Bei Optane handelt es sich um Speichermodule, die wie eine Mischung aus Arbeits- und Cache-Speicher funktionieren. Vor allem in Kombination mit einer HDD sorgt der Optane-Speicher für erheblich schnellere Zugriffs- und Reaktionszeiten. Dies geschieht, indem bestimmte Prozesse, die normalerweise direkt vom HDD-Laufwerk ausgeführt werden, im Optane-Speicher dupliziert und direkt von dort gestartet werden. Das betrifft vor allem Prozesse wie den Systemstart oder das Laden häufig genutzter Anwendungen.

Da die Optane-Speicherchips nur in 16 oder 32 GB verfügbar sind, eignen sie sich, anders als eine SSD, nicht als Massenspeicher.

Welche Voraussetzungen hat Intel Optane?

Wie im letzten Abschnitt schon erwähnt, funktioniert die Optane-Technik nur in Kombination mit Intel-Prozessoren und kompatiblen Mainboards. Genauer gesagt benötigst Du:

  • Einen Intel-Core-Prozessor der 7. Generation (Kaby Lake) oder neuer
  • Ein Intel-200-Mainboard oder neuer
  • Einen freien M.2-Slot auf dem Mainboard

Ähnlich wie eine M.2-SSD wird auch ein Optane-Speicherchip in einen freien M.2-Slot gesteckt. Allerdings musst Du auf diesem keine Programme installieren, damit er seinen Geschwindigkeitsvorteil entfalten kann. Er funktioniert vielmehr als eine Art schneller Cache-Zwischenspeicher.

Wie groß ist der Vorteil eines Optane-Speichers?

Seine Stärke spielt Intel Optane vor allem in Kombination mit klassischen HDD-Laufwerken aus. PCs, deren Betriebssystem auf einer HDD installiert ist, können durch die Installation eines Optane-Speichers einen erheblichen Geschwindigkeitsboost erwarten, sowohl beim Bootvorgang als auch beim Starten wichtiger Programme. Ein Nachrüsten des Rechners mit einem Optane-Speicher kann sich zu diesem Zweck absolut lohnen.

Anders sieht das allerdings bei Rechnern aus, die bereits mit einer SSD ausgerüstet sind und bei denen unter anderem das Betriebssystem bereits auf dieser SSD installiert ist. Hier sind durch Intel Optane allenfalls marginale Verbesserungen zu erwarten, die den Einbau eines solchen Speichers in der Regel nicht rechtfertigen.

Auch beim Nachrüsten stellt sich zwangsläufig die Frage zwischen einem Optane-Speicherchip und einer M.2-SSD-Festplatte. Wer auf seinem Mainboard einen freien M.2-Slot hat, fährt mit einer SSD meist besser, da diese im Gegensatz zu einem Optane-Chip auch wirklich als Massenspeicher dient. Allerdings muss dann das Betriebssystem von der HDD auf die SSD verschoben werden.

Mit einem Optane-Chip kann man sich dieses Verschieben des Betriebssystems sparen, erhält aber einen ähnlichen Tempo-Boost. Nachteil ist eben, dass man auf dem Chip keine Daten speichern kann. Das Betriebssystem und alle Programme bleiben auf der HDD und lediglich bestimmte Programmbestandteile bzw. Prozesse werden automatisch auf dem Optane-Speicher gespiegelt.

Preislich bietet Optane keinen Vorteil gegenüber einer kleineren M.2-SSD. So kostet ein Optane-Chip mit 16 GB ähnlich viel wie eine SSD mit 128 GB. Wer jedoch auf die Vorzüge einer klassischen HDD-Festplatte nicht verzichten möchte, für den ist Optane die optimale Lösung für die Beschleunigung des Datenzugriffs.

Zusammenfassung: Intel Optane

  1. Intel Optane soll klassische HDD-Laufwerke auf das Niveau einer SSD beschleunigen
  2. Dazu wird ein zusätzlicher Optane-Speicherchip in einen freien M.2-Slot auf dem Mainboard gesteckt, der als eine Art Cache-Speicher fungiert und automatisch wichtige Prozesse von der HDD dupliziert
  3. Dadurch, dass diese Prozesse direkt vom Optane-Speicher geladen werden und nicht von der HDD, fallen die Reaktionszeiten eines PCs merklich kürzer aus
  4. Dieser Geschwindigkeitsvorteil kommt aber gegenüber einer bereits vorhandenen SSD nur in geringem Maße zum Tragen
  5. Damit Optane genutzt werden kann, muss der PC mindestens über einen Intel-Core-Prozessor der 7. Generation und ein Intel-200-Mainboard verfügen
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