Ratgeber

iOS 10.3: Das musst Du über das neue Dateisystem APFS wissen

Mit iOS 10.3 wird auch das neue Dateisystem APFS eingeführt.
Mit iOS 10.3 wird auch das neue Dateisystem APFS eingeführt. (©YouTube/EverythingApplePro 2017)

Mit dem Update auf iOS 10.3 führt Apple auch ein neues Dateisystem ein. Wir erklären, was hinter APFS steckt und warum sich vor der Aktualisierung auf iOS 10.3 diesmal ein Backup wirklich lohnt.

Das Kürzel APFS steht für Apple File System und wurde vom iPhone-Konzern im Juni 2016 vorgestellt. Der Nachfolger des immerhin schon 20 Jahre alten Dateisystems HFS+ kommt mit dem Update auf iOS 10.3 erstmals zum Einsatz.

Was steckt hinter APFS?

Als HFS eingeführt wurde, war an moderne Speicher-Technologie wie Flash-Laufwerke oder SSDs noch nicht zu denken. Das neue APFS hingegen ist auf die Verwendung von Flash-Speichermedien wie SSDs optimiert, kann aber ebenso mit herkömmlichen Festplatten genutzt werden. Im Jahr 2017 wird das Apple File System daher zum neuen Standard für iOS, macOS, tvOS und watchOS.

Diese Vorteile bietet APFS

Der Umstieg von HFS+ auf APFS dürfte dem normalen Nutzer im Alltag kaum auffallen, bietet aber gleich mehrere Vorteile. So könnte sich die Speicherkapazität durch das effizientere APFS leicht verbessern. Das liegt daran, dass das Apple File System verfügbaren und benutzen Speicherplatz anders berechnet.

Zudem soll das Kopieren und Verschieben von Dateien unter APFS deutlich schneller ablaufen. Das liegt an den "Klonen", die das neue Dateisystem verwendet. Klone sind sofort verfügbare Kopien von Dateien oder Verzeichnissen, die keinen weiteren Platz benötigen. Beim Klonen wird nur der Verzeichniseintrag einer Datei kopiert. Beim Ändern einer geklonten Datei werden dann lediglich die geänderten Blöcke auf das Laufwerk geschrieben. Dadurch kann das Dateisystem verschiedene Versionen einer Datei speichern, was nur wenig zusätzlichen Platz beansprucht.

Weitere Vorteile von APFS:

  • "Space Sharing" erlaubt mehreren logischen Laufwerken, den Speicherplatz desselben physikalischen Laufwerks gemeinsam zu nutzen
  • APFS-Laufwerke können dynamisch in der Größe verändert werden, ohne dass das Laufwerk neu partitioniert zu werden braucht
  • "Fast Directory Sizing" erlaubt APFS, den Speicherverbrauch einer Verzeichnisstruktur schnell zu berechnen und aktuell zu halten
  • APFS unterstützt die Verschlüsselung ganzer Volumen, einzelner Dateien und sensibler Metadaten
 Nach dem Update auf iOS 10.3 wird belegter Speicher neu berechnet. fullscreen
Nach dem Update auf iOS 10.3 wird belegter Speicher neu berechnet. (©TURN ON 2016)

Wann ist der Release von APFS?

Für iOS-Geräte wird APFS mit iOS 10.3 eingeführt, das derzeit (Stand: 22. März 2017) noch in der Beta-Phase steckt. Der Release von iOS 10.3 dürfte nach mittlerweile sieben Betas kurz bevorstehen.

Darum solltest Du vor dem Update auf iOS 10.3 besser ein Backup anlegen

Eigentlich sollte der Umstieg von HFS+ auf APFS für den Nutzer nahtlos funktionieren. User, die bereits Beta-Versionen von iOS 10.3 ausprobiert haben, berichten jedenfalls von keinerlei schwerwiegenden Problemen. Die Änderung macht sich vermutlich allein dadurch bemerkbar, dass der Update-Vorgang je nach Gerätespeicherstand länger als gewöhnlich dauert.

Und dennoch ist die Umstellung größer als bei kleineren iOS-Updates – immerhin ändert sich das komplette Dateisystem. Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest Du vor dem Update auf iOS 10.3 daher unbedingt ein Backup Deiner Daten anlegen – am besten sogar in iTunes und nicht nur in der iCloud.

Zusammenfassung

  1. Mit iOS 10.3 führt Apple auch das neue Dateisystem Apple File System (APFS) ein
  2. APFS ist für moderne Speichermedien wie SSDs optimiert und verbessert unter anderem die Sicherheit oder die Geschwindigkeit beim Kopieren von Dateien
  3. Der Umstieg vom alten Dateisystem HFS+ auf APFS sollte nahtlos verlaufen
  4. Zur Sicherheit sollte vor dem Update auf iOS 10.3, das demnächst erscheinen dürfte, aber unbedingt ein Backup angelegt werden
Artikel-Themen

Weitere Artikel zum Thema

close
Bitte Suchbegriff eingeben