Übersicht

iOS 12: So macht Apple Dein altes iPhone wieder schnell

iOS 12 soll selbst dem alten iPhone 5s gehörig Beine machen.
iOS 12 soll selbst dem alten iPhone 5s gehörig Beine machen. (©YouTube/XEETECHCARE 2018)

Bei der Vorstellung von iOS 12 auf der WWDC 2018 hat Apple versprochen, dass das Update auch die Performance von iPhones deutlich verbessern soll. Doch wie genau will der Hersteller das schaffen? Wir haben nachgeforscht.

Diese Performance-Verbesserungen verspricht Apple mit iOS 12

Bei iOS 12 will Apple den Fokus stärker als in der Vergangenheit auf Performance und Stabilität setzen. Auf der WWDC-Keynote in diesem Jahr lag das Hauptaugenmerk daher auch deutlich auf den Geschwindigkeitsverbesserungen durch das Update. Als Beispiel nannte Apple etwa das iPhone 6 Plus von 2014.

  • Apps sollen bis zu 40 Prozent schneller starten
  • Die Kamera-App soll bis zu 70 Prozent schneller starten
  • Die Tastatur in Safari soll bis zu 50 Prozent schneller angezeigt werden
  • Apps unter hoher Auslastung sollen bis zu zweimal schneller starten
  • Die Teilen-Ansicht soll doppelt so schnell angezeigt werden
  • Animationen für das Kontrollzentrum, die Multitasking-Ansicht und das Scrollen in Apps sollen deutlich flüssiger werden

iOS 12 soll bekanntlich für alle Geräte erscheinen, die auch iOS 11 unterstützen – also jedes 64-Bit-Gerät, das seit Ende 2013 auf den Markt kam! Ob die Performance-Verbesserungen bei älteren iPhones und iPads ähnlich hoch ausfallen wie beim iPhone 6 Plus, verriet Apple nicht. Der Hersteller verspricht jedoch, dass "die Leistung auf allen unterstützten Geräten bis zurück zum iPhone 5s und iPad Air" gesteigert wird.

So will Apple mit iOS 12 das iPhone schneller machen

Doch wie will Apple eigentlich ein fünf Jahre altes Gerät wie das iPhone 5s plötzlich wieder schnell machen? Die Kollegen von iMore haben nachgeforscht und sind zu folgender Erkenntnis gekommen.

  • Apple wird das Hochfahren der CPU-Performance mit iOS 12 anpassen. Statt eines sanften Anstiegs soll die Topleistung nun deutlich schneller erreicht werden. Dabei kommt Apple zugute, dass der Hersteller seine Chips hausintern entwickelt und designt.
  • Softwareseitig hat Apple mit iOS 12 das Scrollen weiter verbessert. Dieser Prozess wurde bereits in iOS 10 mit einer eigenen Schnittstelle für das Prefetching – also das Laden von Speicherinhalten vor dem eigentlichen Bedarf – angestoßen. iOS 12 wird nun einige Kanten ausbügeln und das Vorabladen von Inhalten noch genauer planen.
  • Das Auto-Layout von Inhalten für verschiedene Bildschirmgrößen wird mit iOS 12 verbessert. Nicht miteinander verwandte Ansichten werden nun sublinear skaliert. Miteinander verwandte Ansichten werden nun linear skaliert.
  • Apple verbessert das Speicher-Management für App in iOS 12. Zuvor suchte iOS für Apps bei großen Speicheranfragen den passenden Platz – meist bei anderen Apps. iOS 12 setzt hier mit neuen Speicher-Techniken an. Wenn eine App etwa nur eine niedrig aufgelöste Grafik statt eines hochauflösenden Porträtfotos verlangt, kann die Anwendung von 64-Bit auf 8-Bit herunterschalten.
  • Mit iOS 12 wird zudem die alte Schnittstelle UIWebView für die Darstellung einer Webseite in einer App durch das aktuellere WKWebview abgelöst. Das Programm erstellt seine eigenen Prozesse, bei einem Absturz ist also nicht sofort die ganze App betroffen.

Alle diese Änderungen zeigten bereits in den ersten Beta-Versionen von iOS 12, dass die Performance auf alten iPhones tatsächlich deutlich besser ausfiel. Bleibt zu hoffen, dass auch die finale Version von iOS 12 im Herbst immer noch so schnell läuft.

Zusammenfassung

  1. iOS 12 soll die Performance auf alten und neuen iPhones gegenüber iOS 11 deutlich verbessern
  2. Apple verspricht bis zu 40 Prozent schnellere App-Starts, flüssigere Animationen etc.
  3. Erreicht wird dies durch verschiedene Maßnahmen in iOS 12, etwa Anpassungen bei der CPU-Performance, dem Speicher-Management für Apps oder dem Auto-Layout von Inhalten

Artikel-Themen
close
Bitte Suchbegriff eingeben