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iPhone 12 Pro mit LiDAR-Scanner: Das bringt das neue Feature

iPhone 12 Pro LiDAR
Der LiDAR-Scanner sendet eigentlich unsichtbare Laserstrahlen aus um Abstände zu messen. Bild: © Apple 2020

Wie das iPad Pro (2020) haben auch iPhone 12 Pro und iPhone 12 Pro Max einen sogenannten LiDAR-Scanner in der Rückkamera verbaut. Was bringt der Sensor bei der Fotografie und darüber hinaus genau?

Was ist LiDAR?

Die Abkürzung LiDAR steht für "Light Detection and Ranging" (Lichterkennung und Vermessung) und ist eine dem Radar verwandte Methode zur optischen Abstands- und Geschwindigkeitsmessung. Statt der Radiowellen wie beim Radar wird allerdings Licht beziehungsweise ein Laser verwendet. Vereinfacht gesagt misst LiDAR die Dauer, die Licht bis zu einem Objekt und wieder zurück benötigt. Dadurch lässt sich die Umgebung dreidimensional scannen.

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Das Konzept hinter LiDAR gibt es bereits seit den 1960er-Jahren. Bislang findet die Technik vor allem bei Geschwindigkeitskontrollen, Fahrassistenzsystemen und im Vermessungswesen Verwendung. Größere Bekanntheit erlangte LiDAR 1971, als im Rahmen der Apollo-15-Mission damit die Mondoberfläche kartografiert wurde.

In Tablets und Smartphones sind solche Scanner noch recht neu, bisher kommen hier für die Abstandsmessung meist Time-of-Flight (ToF)-Sensoren zum Einsatz. Mittlerweile sind LiDAR-Systeme allerdings so kompakt, dass sie sich auch in mobilen Geräten verwenden lassen. Der Vorteil gegenüber ToF: Statt eines einzigen Infrarot-Lichtimpulses gibt LiDAR über einen kurzen Zeitraum eine Folge von Laserimpulsen auf verschiedene Objekte in der Umgebung ab.

Apple präsentierte im Frühjahr 2020 erstmals ein Gerät mit LiDAR-Sensor: das iPad Pro (2020). Im Oktober 2020 folgten dann die Pro-Modelle des iPhone 12. Im iPhone 12 mini und in dem normalen iPhone 12 ist hingegen kein LiDAR-Sensor eingebaut.

iPhone 12 Pro mit LiDAR-Scannerfullscreen
Der LiDAR-Scanner ist in der Dreifach-Kamera des iPhone 12 Pro untergebracht. Bild: © Apple 2020

Was bringt LiDAR beim iPhone 12 Pro?

Laut Apple dient der LiDAR-Sensor im iPhone 12 Pro und Pro Max vor allem für Porträtfotos im Nachtmodus, einen bis zu sechsmal schnelleren Autofokus bei wenig Licht sowie Augmented-Reality-Anwendungen wie etwa Ikea Place. AR-Apps sollen dank des Scanners noch realistischer wirken, da digitale Objekte schneller erkannt und präziser platziert werden – auch vor und hinter realen Strukturen.

Anders als etwa Sensoren für Geschwindigkeitskontrollen hat der kleine LiDAR-Scanner im iPhone 12 Pro aber nur eine Reichweite von etwa fünf Metern. Innerhalb dieses Nahbereichs lässt sich drinnen und draußen reflektiertes Licht erfassen. iOS 14 und der Chip A14 Bionic verarbeiten dann die gesammelten Daten und errechnen ein räumliches Bild der Umgebung.

Zusammenfassung

  • Die Modelle iPhone 12 Pro und iPhone 12 Pro Max haben einen neuen LiDAR-Scanner in der Dreifach-Kamera verbaut.
  • Die Abkürzung steht für "Light Detection and Range". Vereinfacht gesagt wird mit LiDAR die Dauer gemessen, die Licht bis zu einem Objekt und wieder zurück braucht.
  • Die Technik gibt es bereits seit den 1960er-Jahren. Sie kam unter anderem bei der Apollo-15-Mission im Jahr 1971 zum Einsatz.
  • Seit kurzem sind die Scanner klein genug, um sie in mobile Geräte einzubauen.
  • Apple hat bereits im iPad Pro (2020) einen LiDAR-Sensor verbaut. Der LiDAR-Scanner sendet eigentlich unsichtbare Laserstrahlen aus, um Abstände zu messen.
  • Die Technik ermöglicht beim iPhone 12 Pro und Pro Max bessere AR-Anwendungen, Porträtfotos im Nachtmodus und einen schnelleren Autofokus.
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