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Laptop reinigen: So wird das Notebook richtig sauber

Das Notebook klebt, Dreck setzt sich zwischen den Tasten festsetzt – dann ist es höchste Zeit, den Laptop zu reinigen. Wir geben hilfreiche Tipps.
In der Tastatur des Laptops können sich viele Krümel ansammeln.
In der Tastatur des Laptops können sich viele Krümel ansammeln. (©picture alliance / dpa Themendienst 2014)

Keiner macht ihn gerne und doch muss er einfach sein: der regelmäßige Frühjahrsputz. Das gilt auch für Laptops und Notebooks, die Schmutz fast magisch anziehen. Dabei ist es ganz einfach, die Hardware mit nur wenigen Handgriffen wieder sauber zu bekommen.

Laptops vorsichtig, aber gründlich reinigen

Blitzblank liegt er da, der neue Laptop. Die Freude ist groß und innerlich versprichst Du Dir hoch und heilig, das neue Baby regelmäßig zu reinigen. Schließlich soll das Notebook in ein paar Monaten nicht so verschmutzt aussehen wie sein Vorgänger. Das Resultat: Selbstverständlich sieht der neue Laptop nach ein paar Monaten genauso dreckig aus wie immer. Krümel, Staub und Kaffeeflecken – je öfter wir unseren Laptop benutzen, desto mehr Schmutz sammelt sich im Laufe der Zeit an. Mit ein paar einfachen Tricks lässt sich dem alltäglichen Dreck aber leicht zu Leibe rücken.

Vor der Reinigung unbdingt den Stecker ziehen!

Ganz wichtig: Bevor Du Dich an die gründliche Reinigung der Hardware machst, sollte diese ausgeschaltet sein. Diese goldene Regel gilt natürlich für alle Geräte, die Strom ziehen. Die Gefahr eines schmerzhaften, wenn nicht gar tödlichen Stromschlags ist durch diverse Vorsichtsmaßnahmen der Hersteller zwar eher gering. Trotzdem solltest Du kein Risiko eingehen. Also: Den Laptop ausschalten und am besten auch gleich den Akku rausnehmen – so bist Du auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Ist das Notebook vom Stromnetz getrennt, kann es auch schon losgehen. Die gröbsten Krümel in den Zwischenräumen der Tastatur lassen sich leicht beseitigen, in dem Du das Gerät anhebst, kopfüber drehst und behutsam schüttelst. Es kann wirklich ganz erstaunlich sein, was sich nach Monaten oder gar Jahren alles in den kleinen Tastaturritzen ansammelt.

Krümel in der Tastatur einfach herausblasen

Schritt zwei: Mit einem kalten Luftstrahl aus dem Fön oder einer Druckluftdose die hartnäckigeren Verschmutzungen aus den Tastenzwischenräumen entfernen. Alternativ geht auch ein Staubsauger mit Bürstenaufsatz. Achtung: Den Staubsauger vorher auf die niedrigste Stufe drehen, damit keine womöglich losen Tasten eingesaugt werden! Danach werden mit einem Desinfektionsmittel und Kunststoffreiniger Tastatur und Touchpad abgewischt. Solche Putzmittelchen kriegst Du in jeder Haushaltsabteilung – speziell entwickelte Profiprodukte zur PC-Reinigung sind meistens ungleich teurer, dabei aber nicht zwangläufig besser.

Flüssigkeiten im Laptop-Keyboard auf den Leib rücken

Flüssigkeit, die unter die Tasten geraten ist, ist keine Katastrophe: Die Tasten einfach vorsichtig abhebeln und den Untergrund mit einem feuchten Wattestäbchen reinigen. Beachte dabei das Wörtchen "vorsichtig": Wenn Du zu ungestüm hebelst, beschädigst Du womöglich das Plastik. Und eine nicht richtig sitzende und ständig klappernde Taste kann ganz schön nerven. Alternativ kannst Du auch die Tastatur komplett aufschrauben, die Innereien entfernen und alle Tasten dann bequem von hinten herausdrücken. Aber auch hier gilt: Mit Fingerspitzengefühl, bitte. Nicht nur, um Tasten und Kontakte zu schonen. Sondern auch, weil eine unkontrolliert durch den Raum fliegende Taste in den meisten Fällen auf Nimmerwiedersehen verschwindet. Und wenn zum Beispiel das N fehlt, wird das Arbeiten, Surfen und Mailschreiben zum Nervenkrieg.

Das Display von Fingerabdrücken befreien

Damit ist das Reinemachen aber noch nicht abgeschlossen. Schmutzmagnet Nummer zwei ist nämlich der Bildschirm. Irgendwann weist jedes Display Staub oder gar Fingerabdrücke auf. Mit einem handelsüblichen Microfasertuch sind solche alltäglichen Verschmutzungen schnell behoben. Wer auf Nummer sicher gehen will, besorgt sich spezielles Display-Reinigungsmittel im Fachhandel. Unbedingt notwendig ist so etwas natürlich nicht, sondern kostet oftmals nur ein bisschen mehr. Zu beachten ist, dass viele Haushaltsreiniger zu scharf für empfindliche Displays sind – einfaches feuchtes Wischen reicht in den meisten Fällen aus. Das Gehäuse erstrahlt nach der Behandlung mit normalem Kunststoffreiniger wie neu. Wichtig: Den Reiniger immer auf das Tuch geben und nie direkt auf die Oberfläche! Die ist nämlich ziemlich empfindlich und hat ätzende Chemie gar nicht gern.

Den Laptop-Lüfter reinigen

Wer seinen Lüfter mal wieder "durchatmen" lassen will, bläst ihn wie gehabt mit einem kalten Luftstrom aus Fön oder Luftdruckreiniger frei. Bei schwerwiegenden Verschmutzungen der Lüftungsschlitze sollte ein Fachmann hinzugezogen werden – nur Profis schrauben ihre Hardware selbst auf. Wenn Du keine Angst vor diesem "chirurgischen" Eingriff hast, beachte ein paar einfache Tipps: Natürlich muss der Laptop davor wieder vom Strom genommen werden, den Akku baust du am besten auch aus. Liegt der Lüfter nach dem Aufschrauben frei, reinigst Du ihn behutsam mit einem feinen Wattestäbchen. Ganz wichtig: Auch die Kupferlamellen müssen sauber werden, weil der Luftstrom sonst nicht entweichen kann. Dann nur noch vorsichtig wieder einbauen und den Laptop verschließen. Nach dem ersten Anschalten hört man meistens sofort den Unterschied.

Lüfter aufdrehen hilft meistens nichts

Viele Laptops haben übrigens eine Funktion, mit der man den Lüfter für eine gewisse Zeit voll aufdrehen kann. Dadurch soll verhindert werden, dass sich Staub in den Lüftungsschlitzen ansammelt. Klingt gut, oder? Nur leider bringt das nicht viel, wenn die Rillen schon angestaubt sind. Im schlimmsten Fall wird der Schmutz so nur komprimiert. Also gilt: Den Laptop einfach regelmäßig mit den oben beschriebenen Tipps sauber machen – dann sieht er dieses Mal tatsächlich nicht mehr so schmutzig aus wie sein Vorgänger!

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