Mini-Beamer im Check: Welche Geräte es gibt und was sie können

Mini-Beamer sind praktisch, doch taugen sie auch was?
Mini-Beamer sind praktisch, doch taugen sie auch was? (©YouTube/ HowMuchTech 2018)
Alexander Mundt Wartet weiterhin sehnsüchtig auf die ersten erschwinglichen OLED-TVs mit 65 Zoll aufwärts.

Echtes Heimkino-Feeling für Zuhause gibt es nur mit Beamern, die sich aufgrund ihrer Größe aber nur bedingt für den Transport eignen. Die Lösung: Mini-Beamer, die Du mitunter sogar per Akku betreiben und überallhin mitnehmen kannst. Wir erläutern, was Mini-Beamer können und welche Geräte empfehlenswert sind.

Gleich vorweg: Ein gleichwertiger Ersatz für herkömmliche Projektoren sind Mini-Beamer naturgemäß nicht. Sie dienen allenfalls als Ergänzung und spielen ihre Stärke vor allem aufgrund ihrer kompakten Abmessungen aus. Wer viel reist, kann so sein kleines Heimkino in der Tasche mitnehmen oder schnell gelungene Präsentationen an jedem Ort der Welt an die Wand werfen. Doch auch für einen schönen Filmabend unter freiem Himmel sind Mini-Beamer brauchbar. Ihre größte Schwäche: die vergleichsweise geringe Leuchtstärke, die einen vernünftigen Einsatz in helleren Umgebungen nahezu unmöglich macht.

Auflösung und Leuchtstärke bei Mini-Beamern häufig geringer

Während Mini-Beamer in der Regel mit LEDs ausgestattet sind, kommen bei herkömmlichen Beamern üblicherweise DLP-Lampen zum Einsatz. Beide Technologien haben ihre Vor- und Nachteile, doch insgesamt lässt sich festhalten, dass DLP die Grundlage für die Erzeugung besserer Bilder ist. Sie liefert im Vergleich zu Mini-Beamern mit LCD ein wesentlich tieferes Schwarz und einen höheren Kontrast. Doch vor allem bei der Leuchtstärke haben klassische Beamer deutlich die Nase vorn: Sie haben oftmals 3000 oder gar 4000 Lumen, sind entsprechend leuchtstark und erzielen somit auch in helleren Umgebungen sehr gute Resultate.

Mini-Beamer liegen meist deutlich darunter, bieten oftmals mit 1000 oder 2000 Lumen mehr als genügend Leuchtkraft, um auch in helleren Räumen eine gute Qualität zu liefern. Manche Geräte bieten nur 100 oder 200 Lumen und liefern nur in wirklich abgedunkelten Umgebungen ein brauchbares Bild. Generell gilt: Je mehr Lumen, desto besser. Generell sind mindestens 500 Lumen ein Richtwert, an dem Du Dich orientieren kannst. Wird der Mini-Beamer hingegen nur in dunklen Räumen genutzt, ist auch eine geringere Leuchtkraft in Ordnung.

Die meisten Mini-Beamer unterstützen eine Auflösung von 720p oder 1080p, was für die meisten Nutzer ausreichend sein dürfte. Zwar gibt es auch einige Modelle mit 4K-Auflösung, diese sind aber noch sehr teuer und werden auch kaum angeboten. 4K bei herkömmlichen Beamern hat sich hingegen längst durchgesetzt, die Preise sind mittlerweile ebenso erschwinglich. Wichtig ist hier der Blick auf die native Auflösung: Diese sollte im Idealfall bei 1920 x 1080 Pixeln liegen, was vor allem günstigere Geräte oftmals nicht bieten. Bietet ein Mini-Beamer etwa nur 320 x 240 Pixel, wird das Bild auf 1080p hochskaliert, wodurch das Bild pixelig wird.

Deeplee DP400: Einsteigermodell mit solider Ausstattung

Deeplee-DP400
Dieser Mini-Beamer projiziert Bilder mit einer Diagonale von maximal 130 Zoll.

Der Mini-Beamer Deeplee DP400 kostet etwas mehr als 50 Euro und bietet eine ordentliche Ausstattung: Er unterstützt eine native Auflösung von  800 x 480 Pixeln, die wahlweise in 720p oder 1080p ausgegeben werden kann. Dabei erreicht das Gadget eine ordentliche Leuchtstärke von 1200 Lumen, womit der Raum nicht vollständig abgedunkelt werden muss.

Der Mini-Beamer projiziert Inhalte mit einer Diagonale von 37 bis 130 Zoll, wobei der Hersteller als beste Größe einen Wert zwischen 60 und 80 Zoll empfiehlt. Zahlreiche Anschlüsse machen den Einsatz im Alltag einfach. Neben HDMI und VGA stehen auch USB-Schnittstellen und ein SD-Kartenschacht zur Verfügung. Ein Produkt, das vor allem durch sein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt.

Vivitek Qumi Q6: Der ideale Reisebegleiter mit Business-Fokus

Der Vivitek Qumi Q6 ist der ideale Reisebegleiter: Mit einem Gewicht von gerade einmal 475 Gramm und einer Höhe von nur 3,4 Zentimetern kannst Du den Mini-Beamer mit Leichtigkeit überallhin mitnehmen. Das Gerät eignet sich gleichermaßen für den Einsatz im Heimkino und in Büros, um etwa Präsentationen zu halten.

Mit einer nativen Auflösung von 1280 x 800 Pixeln projiziert der Beamer Bilder mit einer Leuchtkraft von 800 Lumen auf eine Fläche von maximal 90 Zoll Diagonale. In Sachen Anschlüsse bietet der Mini-Beamer  WLAN, USB, MHL und HDMI, außerdem können Inhalte auf dem internen Speicher mit 2,5 GB abgelegt werden. Das ideale Gerät vor allem im Business-Bereich.

Apeman: Mittelklasse-Beamer mit DLP-Technik

apeman
Mit 3500 Lumen Leuchtstärke erreicht dieser Mini-Beamer einen mehr als ordentlichen Wert.

Beim Mini-Beamer Apeman handelt es sich um einen DLP-Beamer mit LED-Leuchten, der eine native Auflösung von 854 x 480 Bildpunkten unterstützt. Der kompakte Projektor punktet vor allem mit einer sehr guten Leuchtstärke von 3500 Lumen – in der Preisklasse von 200 Euro ein mehr als ordentlicher Wert.

Für einen nahezu ungestörten Filmgenuss ist der Beamer mit einem speziellen Kühlsystem und einer Rauschunterdrückungstechnik ausgestattet, damit fast kein Lüftergeräusch zu hören ist. Das Gadget bietet in puncto Anschlüsse unter anderem HDMI und USB, per Bluetooth kann das Gerät mit einem externen Audiosystem verbunden werden.

Zusammenfassung

  1. Mini-Beamer unterscheiden sich von herkömmlichen Beamern vor allem in Auflösung und Leuchtstärke
  2. Ein Mini-Beamer sollte mindestens 500 Lumen Leuchtstärke unterstützen – je mehr, desto besser
  3. Achte auch auf die native Auflösung des Beamers, unter 800 x 480 Pixel sollte diese nicht liegen
  4. Vorteil von Mini-Beamern: Sie sind wesentlich kompakter und eignen sich für den schnellen Transport
  5. Achte darauf, dass mindestens ein HDMI- und USB-Anschluss vorhanden sind, auch WLAN & Bluetooth ratsam
  6. Einigermaßen ordentliche Modelle fangen bereits bei etwas mehr als 50 Euro an
  7. Bei gehobenen Ansprüchen solltest du mindestens 150 Euro und mehr einplanen

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