Ratgeber

Mit dem Smartphone per Photo Sphere 360-Grad-Bilder machen

Mit Photo Sphere lassen sich tolle 360-Grad-Bilder machen.
Mit Photo Sphere lassen sich tolle 360-Grad-Bilder machen. (©TURN ON 2015)

Rundum-Fotografie ist "in": Wer mit seinem Smartphone coole 360-Grad-Bilder machen will, kann die Kamera-App Photo Sphere Camera von Google benutzen, die es für Android und iOS gibt. Oder aber man nutzt den in vielen Android-Geräten enthaltenen Kamera-Modus.

Sowohl der jeweilige Kamera-Modus – bei Samsung heißt er beispielsweise "Surround Shot" und muss bei etlichen Modellen wie dem Samsung Galaxy S5 extra heruntergeladen werden – wie auch die App "Photo Sphere Camera" von Google für iOS oder "Google Camera" für Android funktionieren sehr ähnlich. Man kalibriert die Smartphone-Kamera auf eine bestimmte Position und schießt dann viele Einzelbilder, die von der App zu einem 360-Grad-Bild zusammengesetzt werden.

Beim Betrachten wirkt ein 360-Grad-Bild wie die Innenseite einer Kugel, in der man in allen Richtungen etwas sehen kann. Flach ausgebreitet wirkt das Bild daher besonders an den Rändern etwas verzerrt. Mit dem Smartphone oder zum Beispiel dem Photosphere-Viewer im Internet kann man sich die Aufnahmen im Rundum-Modus ansehen. Auf dem Smartphone geht es, indem man das Gerät bewegt oder über das 360-Grad-Bild mit dem Finger wischt. Das sieht dann so aus, als würde man sich einfach umsehen.

1. App "Photo Sphere Camera" herunterladen

Öffne den Google Play oder den Apple App Store und suche nach Photo Sphere. Lade die App herunter und installiere sie auf Deinem Smartphone. Mit dem Kamera-Modus geht es ähnlich: Einfach innerhalb der Kamera-App herunterladen.

2. "Phote Sphere Camera" starten und kalibrieren

Um 360-Grad-Aufnahmen zu machen, startest Du Photo Sphere und beginnst die Aufnahme. Zuerst muss sich die App aber kalibrieren. Dazu musst Du erstens den kleinen Punkt durch Bewegen des Geräts in den Bildausschnitt mit dem Kreis bringen. Dann muss das Gerät für einige Sekunden ruhig gehalten werden, bis die Kalibrierung beendet ist.

3. Die einzelnen Bilder schießen

Um die einzelnen Aufnahmen zu machen, aus denen dann das Panoramabild zusammengesetzt wird, musst Du jetzt nur immer wieder den Punkt in den Kreis befördern. Dazu drehst Du Dich und die Kamera möglichst exakt auf einem Radius und versuchst auch, den Aufnahmewinkel möglichst identisch zu halten. Es ist wichtig, dass das Smartphone beim Fotografieren der Einzelbilder möglichst immer im identischen Kipp- und Neigewinkel gehalten wird. Nur dann kann man die Verzerrungen und fehlenden Anschlüsse reduzieren. Die Darstellung von sehr nahen und komplexen Objekten ist übrigens eher schwierig. Besser: Auf Motive im Umkreis von drei bis vier Metern verzichten.

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Bei der Aufnahme des 360-Grad-Fotos sollte das Smartphone möglichst ruhig geführt werden. (©TURN ON 2015)

4. Die 360-Grad-Aufnahme beenden

Da es eine 360-Grad-Aufnahme ist, muss man nicht nur in der Mitte, sondern auch vom Boden und dem Himmel Aufnahmen machen. Ist die Kugel komplett mit Bildkacheln belegt, werden nach dem Fotografieren des letzten Bildes automatisch die einzelnen Aufnahmen zu einem Gesamtbild zusammengefügt. Das kann ein paar Sekunden dauern.

5. Testen und Experimentieren

Wahrscheinlich werden Deine ersten 360-Grad-Bilder nicht sofort gelingen. Ein Trick für bessere Aufnahmen: Mache eine Markierung auf dem Boden und drehe Dich möglichst genau nur auf dieser umher. Ansonsten hilft nur probieren, um die beste Methode zu entwickeln. Das fertige 360-Grad-Bild ist dann über die Foto-Galerie oder direkt in der App Photo Sphere abrufbar. Du kannst das Bild entweder aufgeklappt oder im 360-Grad-Modus anschauen. Dabei wird entweder ein Film des Bildes automatisch abgespielt oder die Blickrichtung per Smartphone-Bewegung bestimmt.

Zusammenfassung:

  1. Die App Photo Sphere Camera für iOS oder Google Camera für Android herunterladen
  2. App starten und Photo Sphere-Modus kalibrieren – Smartphone dabei ruhig halten
  3. Einzelbilder machen, Objekte in der Nähe besser ganz vermeiden und auf den Aufnahmewinkel achten
  4. Nach dem letzten Bild wird die 360-Grad-Aufnahme erstellt
  5. Bild ist über die Galerie oder in der App abrufbar

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