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Mixed Reality vs. Virtual Reality: Was ist der Unterschied?

Mixed Reality ist das neue Schlagwort, mit dem Acer, Lenovo, Microsoft und andere Unternehmen ihre VR-Brillen vermarkten. Doch was bedeutet eigentlich Mixed Reality und wie unterscheidet es sich von Virtual Reality und Augmented Reality?

Virtual Reality und Augmented Reality sind vielen Technik-Fans schon länger ein Begriff, doch längst nicht jeder versteht, was damit gemeint ist. Und nun wirft Microsoft mit Mixed Reality noch einen weiteren Begriff in den Raum. Wer soll da noch durchsehen und wo liegen die Unterschiede? Wir klären auf.

Virtual Reality: Eine komplett virtuelle Realität

Der Begriff Virtual Reality lässt sich eigentlich relativ leicht erklären, indem man ihn ins Deutsche übersetzt. Es geht um eine virtuelle Realität oder kurz gesagt, um eine Realität, die sich zwar echt anfühlen soll, die jedoch komplett am Computer berechnet wird. Virtual-Reality-Brillen wie die Oculus Rift transportieren uns direkt in ein PC-Spiel oder einen 360-Grad-Film und blenden die Realität dabei vollständig aus.

Geräte, die Virtual Reality darstellen können, sind die Brillen Oculus Rift, HTC Vive oder PlayStation VR. Auch die Smartphone-Lösungen Samsung Gear VR und Google Daydream sind echte Virtual-Reality-Lösungen.

Die Samsung Gear VR ist eine klassische Virtual-Reality-Brille. (© 2017 TURN ON)

Augmented Reality: Eine digital erweiterte Realität

Bei Augmented Reality sprechen wir von einer erweiterten Realität. Wir sehen also unsere echte Welt, die jedoch durch digitale Elemente oder Objekte ergänzt wird. Beides verschmilzt zu einem zusammenhängenden Bild.

Ein gutes Beispiel für die Augmented Reality ist etwa die App Pokémon Go. Durch das Display unseres Smartphones sehen wir dabei die echte Welt, aber in dieser tummeln sich plötzlich Pokémon. Auch die Filter von Snapchat sind ein populäres Beispiel: Über die Kamera erkennen wir auf dem Display uns selbst, aber die Gesichtsfilter und -Masken werden digital vom Smartphone übergeblendet. Auch hier sprechen wir von Augmented Reality.

Bekannte Augmented-Reality-Brillen sind Microsoft HoloLens und Google Glass. Auch die Jedi Challenge von Lenovo geht als eine der ersten Augmented-Reality-Brillen durch.

Microsoft HoloLens ist eine der ersten funktionierenden Augmented-Reality-Brillen. (© 2016 TURN ON)

Mixed Reality: Was ist damit gemeint?

Der Begriff Mixed Reality macht das Ganze kompliziert: Wörtlich übersetzt bedeutet er "Gemischte Realität" und könnte damit quasi als Synonym für Augmented Reality herhalten, also eine Realität, in der sich Echtes mit Virtuellem vermischt. Wie so etwas aussehen kann, erben wir zum Beispiel im Fernsehen, wenn Objekte per CGI in einen Film oder eine Serie eingeblendet werden.

Windows 10 Fall Creators Update mit Mixed Reality
Microsoft wirbt mit dem Label "Mixed Reality". (© 2017 Microsoft)

Doch tatsächlich wird Mixed Reality in der Praxis momentan eher als eine Art Oberbegriff genutzt, der Virtual Reality und Augmented Reality unter einen Hut bekommen soll. Verantwortlich dafür ist vor allem Microsoft, das als erstes Unternehmen mit dem Label "Mixed Reality" wirbt. Mit Windows 10 haben die Redmonder ein Betriebssystem geschaffen hat, das sowohl Virtual Reality als auch Augmented Reality unterstützen soll. Microsoft vermarktet deshalb VR- und AR-Brillen gleichermaßen als Mixed Reality, was bei den Kunden für einige Verwirrung sorgen kann.

Die neuen Mixed-Reality-Brillen von Acer und Lenovo

Dies trifft auch bei den neuen Headsets von Acer und Lenovo zu, die sich bei TURN ON bereits in einem Vergleichstest beweisen mussten. In Wahrheit sind das Acer-Mixed-Reality-Headset und die Lenovo Explorer reine Virtual-Reality-Brillen. In der Praxis funktionieren sie vergleichbar zu Oculus Rift und HTC Vive und sind mit vielen der gleichen Anwendungen kompatibel.

Das Acer Mixed Reality Headset ist tatsächlich eine reine VR-Brille. (© 2017 TURN ON)

Der größte Unterschied ist tatsächlich das Tracking-System. Während Rift und Vive externe Kameras beziehungsweise Sensoren zur Positionserkennung benötigen, arbeiten die Brillen von Acer und Lenovo mit einem eingebauten Tracking-System. Zwei Kameras erkennen den Raum, die Controller und dienen zur Positionserkennung. Gerade für Nutzer, die Kabelsalat vermeiden möchten, sind die Mixed-Reality-Brillen daher eine echte Alternative zu Rift oder Vive.

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