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Monitor-Anschlüsse erklärt – von HDMI bis Thunderbolt 3

Durchblick im Dschungel der Standards: Wir verraten, was welcher Monitor-Anschluss leistet.
Durchblick im Dschungel der Standards: Wir verraten, was welcher Monitor-Anschluss leistet. Bild: © Samsung 2018

Es gibt eine Vielzahl an Monitor-Anschlüssen. Spätestens wenn der Kauf eines neuen Bildschirms ansteht, stellt sich die Frage: Welcher Anschluss ist wofür geeignet, welche Ports benötige ich? Wir stellen die wichtigsten Monitor-Anschlüsse vor.

HDMI: Für Heimkino und PC

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HDMI ist bei modernen Monitoren weitverbreitet. Bild: © Hama 2018

HDMI (High Definition Multimedia Interface) wurde vor allem für die Unterhaltungselektronik und da speziell zur Übertragung von digitalen Signalen entwickelt, löste den alten SCART-Anschluss ab. Da die meisten PC-Grafikkarten ebenfalls über HDMI-Schnittstellen verfügen, hat sich der Standard auch im Computer-Bereich etabliert.

HDMI wird ständig weiterentwickelt. Die aktuelle Version HDMI 2.1 ermöglicht wahlweise die Übertragung von 8K-Signalen oder von 4K-Signalen mit bis zu 120 Hz. Den HDMI-Anschlüssen und Kabeln sieht man allerdings nicht an, um welche Version es sich handelt. Außerdem gibt es auch innerhalb der einzelnen HDMI-Versionen viele Funktionen, die rein optional sind. Dadurch ist für Kunden oft nicht ersichtlich, ob ein Monitor wirklich alle gewünschten Features bietet.

DisplayPort: Der digitale Vorreiter

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Ein Kabel von Standard- auf Mini-DisplayPort. Bild: © Hama 2018

DisplayPort ist Nachfolger des älteren digitalen Anschlusses DVI und hat diesen weitgehend vom Markt verdrängt. Im PC-Segment ist DisplayPort der am häufigsten eingesetzte Standard. Die Funktionsweise ähnelt der von HDMI, die Stecker haben jedoch oft eine mechanische Verriegelung, um Wackelkontakte zu vermeiden.

Die aktuelle Version DisplayPort 2.0 unterstützt 8K-Signale mit bis zu 60 Hz oder 4K mit bis zu 120 Hz und HDR. Im Vergleich zu HDMI ist DisplayPort stärker standardisiert, sodass sich Kunden hier eher darauf verlassen können, dass Anschlüsse und Kabel auch die versprochene Leistung bieten. Zudem ist es mit DisplayPort möglich, mehrere Bildschirme über einen Anschluss mit einem PC zu verbinden.

HDMI oder DisplayPort

HDMI und DisplayPort haben verschiedene Vor- und Nachteile. Welche das sind, erfährst Du in diesem Artikel:

DisplayPort vs. HDMI: Was sind die Unterschiede und ist besser?

MHL: Für Mobilgeräte

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MHL ist mittlerweile fast verschwunden. Bild: © Popova Olga - stock.adobe.com 2020

MHL (Mobile High Definition Link) ist vor allem für Mobilgeräte konzipiert und taucht meist in Form von Micro-USB-Anschlüssen und -Steckern auf. Grundsätzlich ist MHL aber nicht an eine spezielle Steckerform gebunden. Über den Standard lassen sich Videosignale bis zu einer Auflösung von 1080p und 7.1-Sound übertragen. In der Praxis ist MHL nur noch wenig verbreitet.

DVI: Der erste digitale Standard

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DVI-Anschlüsse sind nur noch selten zu finden. Bild: © gargantiopa - stock.adobe.com 2020

Bei DVI (Digital Video Interface) handelt es sich ebenfalls um einen Anschluss zum Übertragen von hauptsächlich digitalen Videosignalen. Der Standard ist der Nachfolger von VGA – Form und Aufbau der Stecker und Anschlüsse ähneln sich sehr. Monitore und Grafikkarten mit DVI-Anschluss werden immer noch verkauft, sind jedoch vergleichsweise selten zu finden.

Per DVI lassen sich eigentlich maximal Full-HD-Signale übertragen. Grafikkarten, die neben einem HDMI-2.0-Port auch einen DVI-Anschluss haben, können über diesen in der Regel jedoch auch Ultra-HD-Signale weiterleiten. Zu DVI gibt es noch drei Unterstandards:

DVI-D: Überträgt nur digitale Signale

DVI-A: Überträgt nur analoge Signale

DVI-I: Überträgt sowohl digitale als auch analoge Signale

VGA: Der analoge Vorfahre

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VGA-Kabel sind veraltet, aber teilweise noch im Einsatz. Bild: © alexkich - stock.adobe.com 2020

VGA (Video Graphics Array) war lange Zeit der am weitesten verbreitete Anschlusstyp für PC-Monitore. Im Gegensatz zu HDMI oder DisplayPort handelt es sich bei VGA um einen Anschluss zur Übertragung analoger Bildsignale. Es sind immer noch zahlreiche Monitore und Computer mit VGA-Anschlüssen im Einsatz, beim Kauf eines neuen Bildschirms spielt der analoge Anschluss jedoch keine Rolle mehr.

Ein Vorteil, den VGA gegenüber den digitalen Anschlüssen hat, ist die Reichweite: Signalübertragungen über 15 Meter lange Kabel sind analog unter Umständen noch möglich, digital ohne spezielle Verstärker nicht.

USB-C: Der Standard der Zukunft

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USB-C eignet sich auch für Videoübertragungen. Bild: © Adobe Stock/Alex 2019

Der USB-C-Standard wurde nicht nur für Datenübertragung entwickelt, er lässt sich ebenso für die Stromversorgung und das Übertragen von Video- und Audiosignalen verwenden – allerdings erst ab der USB-Version 3.1. Das gilt für HDMI-, DisplayPort- oder MHL-Signale. Allerdings müssen sowohl der Computer und der Monitor die gleichen Modi für die Signalübertragung beherrschen. Leider sind die Hersteller in dieser Beziehung intransparent, sodass sich USB-C am Monitor-Markt noch nicht durchgesetzt hat.

Thunderbolt 3: Extrem flexibel

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Thunderbolt 3 ist eine flexible, aber wenig verbreitete Schnittstelle. Bild: © Intel Corporation 2020

Äußerlich unterscheiden sich USB-C und Thunderbolt 3 nicht. Doch die Thunderbolt-Schnittstelle ermöglicht die Übertragung höherer Datenraten und ist auch flexibler einsetzbar, da sie USB, PCIe und DisplayPort zusammenfasst. Das bedeutet, dass Videosignale über DisplayPort ausgegeben werden und mit Monitoren, die über einen DisplayPort-Anschluss verfügen, kompatibel sind. Voraussetzung ist jedoch, dass ein entsprechender Stecker-Adapter vorhanden ist oder dass sowohl Computer als auch Monitor über Thunderbolt 3 verfügen.

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Fazit: HDMI und DisplayPort sind die sicheren Lösungen

Falls Du Dir vor dem Kauf eines neuen Monitors unsicher bist, welche Anschlüsse Du benötigst, solltest Du die Ports Deines Computers unter die Lupe nehmen. Welche Ausgänge hat der Rechner? Sind HDMI-Anschlüsse vorhanden? Gibt es DisplayPort? Steht vielleicht sogar noch ein DVI-Anschluss zur Verfügung?

In den meisten Fällen dürfte entweder HDMI oder DisplayPort vorhanden sein. Die sicherste Wahl ist dann DisplayPort, weil diese Technik mit weniger Substandards zu kämpfen hat als HDMI. Mit HDMI machst Du in der Regel jedoch ebenfalls nichts falsch. Notebooks, die nur mit USB-C oder Thunderbolt 3 ausgestattet sind, kannst Du über einen entsprechenden Hub mit den meisten HDMI- oder DisplayPort-Monitoren verwenden.

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