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Musik zum Joggen: Das Tempo ist entscheidend

Mit Musik macht Joggen gleich doppelt so viel Spaß.
Mit Musik macht Joggen gleich doppelt so viel Spaß. (©Samsung Mobile 2014)

Während des Joggens Musik zu hören steigert die Motivation und die Leistungsfähigkeit. Dabei spielt jedoch die Wahl der richtigen Songs eine entscheidende Rolle. Wenn der Rhythmus nicht stimmt, gerät auch der geübteste Läufer aus dem Takt.

Mit dem rhythmischen Beat der Lieblingsmusik in den Ohren fällt das Lauftraining leichter: Die Beine werden nicht so schnell schwer und lange Strecken sind in persönlicher Rekordzeit zurück gelegt. Wegen der leistungsfördernden und aufputschenden Wirkung ist Musikhören beim Profisport sogar verboten – es gilt hier als Dopingmittel. Doch als Hobbyläufer kannst Du Dir den anspornenden Effekt Deiner Playlist zunutze machen, um Bestleistungen abzurufen. Das funktioniert allerdings nur mit der richtigen Titelwahl.

Leistungssteigernde Wirkung von Musik

Musik wirkt auf vielerlei Weise leistungssteigernd: Zum einen lenkt sie die Aufmerksamkeit des Joggers vom monotonen Bewegungsablauf hin zu den Lieblingsmelodien. Dadurch empfindet der Sportler das Ausdauertraining als weniger anstrengend. Zum anderen passt sich die Schrittfrequenz während des Joggens automatisch dem Rhythmus der Musik an. Neben einer gleichmäßigen Laufgeschwindigkeit sorgt der optimale Musikrhythmus so dafür, dass Du konstant an Deiner Leistungsgrenze läufst und dabei so wenig Kraft wie möglich aufwendest.

Geeignete Beats für Bestleistungen

Damit Du von dem leistungssteigernden Effekt der Musik profitierst und nicht aus der Puste kommst, solltest Du bei der Wahl der Musiktitel einige Feinheiten berücksichtigen: Da Du Deine Laufgeschwindigkeit automatisch mit dem Rhythmus der Musik synchronisierst, solltest Du beispielsweise darauf achten, dass der Beat einen gleichmäßigen 4/4-Takt hat und weder zu schnell noch zu langsam ist. Andernfalls über- oder unterforderst Du Dich. Zur Orientierung dient hier die Pulsfrequenz.

Die Pulsfrequenz eines gesunden Joggers liegt während des Trainings zwischen 110 und 140 Schlägen pro Minute (beats per minute = bpm). Zum lockeren Einlaufen eignet sich langsamere Musik mit etwa 110 bpm optimal. Danach zieht das Tempo etwas an: auf 120 bpm für langsamere Läufer bis zu 140 bpm für schnelle Läufer. Geeignete Songs zum Trainieren sind zum Beispiel "Beautiful Day" von U2, "Beat It" von Michael Jackson oder "Sex On Fire" von den Kings of Leon. Sie geben einen guten Laufrhythmus vor.

Zusammenstellen einer Playlist

Wie motivierend Musik wirkt, hängt davon ab, wie gern der Jogger den Titel hört. Auf den Text kommt es hierbei weniger an als auf die Melodie und den passenden Rhythmus, denn während des Laufens nehmen Sportler den Songtext in der Regel kaum wahr. Deine Playlist sollte sich also aus Deinen Lieblingsliedern zusammensetzen, die Folgendes mitbringen:

  • einen 4/4-Takt für den gleichmäßigen Bewegungsablauf
  • einen Rhythmus von 120 bpm bis 140 bpm für das richtige Tempo
  • eine pushende Melodie zum Motivieren

Verliert die Musik nach einigen Wochen ihre motivierende Wirkung, ist es Zeit, die alten Titel in der Playlist gegen neue auszutauschen.

Musik beeinflusst den Laufstil

Musik wirkt sich nicht nur positiv auf die Psyche aus, sie verbessert auch den Bewegungsablauf und die Atmung. Während der Laufstil geschmeidiger wird, geht der Atem rhythmischer und vertieft sich. Die tiefe gleichmäßige Atmung sorgt dafür, dass dem Körper des Joggers ständig ausreichend Sauerstoff zur Verfügung steht und schafft so die Grundlage für eine gute sportliche Leistung.

Zusammenfassung

  1. Musik pusht während des Joggens zu Höchstleistungen
  2. Songs mit 120 bpm bis 140 bpm passen zu den meisten Laufrhythmen
  3. Musiktitel müssen regelmäßig gegen neue ausgetauscht werden, damit die Playlist ihre euphorisierende Wirkung nicht verliert
  4. Passende Musik beeinflusst nicht nur den Lauftakt des Joggers positiv, sondern auch dessen Atmung
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