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Nachtaufnahmen mit dem iPhone machen: So gelingt's im Dunkeln

Wer mit dem iPhone bei Dunkelheit gute Fotos knipsen will, muss einige Dinge beachten.
Wer mit dem iPhone bei Dunkelheit gute Fotos knipsen will, muss einige Dinge beachten. (©hedge111/iStock/Thinkstock 2017)

Wer mit dem iPhone gelungene Nachtaufnahmen anfertigen will, muss einige Punkte dabei beachten. Denn: Fotos im Dunkeln sind stets besonders herausfordernd. Mit unseren Tipps gelingen beeindruckende Nachtfotos mit der iPhone-Kamera.

Der wohl wichtigste Punkt, um bei Dunkelheit gelungene Fotos zu knipsen: Eine ruhige Hand, oder alternativ alles, was zweckdienlich ist, damit sich das iPhone während der Aufnahme nicht bewegt. Denn: Die Kamera benötigt immer einen Moment für die Aufnahme, dieser ist nachts natürlich höher als am Tage. Steht nur wenig Licht zur Verfügung, ist dieser Zeitraum deutlich höher, da die iPhone-Kamera eine höhere Belichtungszeit benötigt.

Die wichtigste Regel: Vermeide jede Bewegung

Für Deine Nachtaufnahmen solltest Du nach Möglichkeit ein Stativ nutzen. Damit ist sichergestellt, dass sich das Smartphone während des Auslösevorgangs nicht bewegt. Steht Dir kein Hilfsmittel zur Verfügung, kannst Du alternativ auch Deine Ellbogen an Deinen Körper anlegen und mit Deinen Armen ein Dreieck bilden. Dadurch verhinderst Du zwar nicht jede Bewegung, doch sollte die Erschütterung deutlich minimiert werden. Generell gilt: Alles, was Bewegung vermeidet, ist gut und sinnvoll. So kannst Du Dich auch an ein Geländer oder eine Wand anlehnen, um ein ruhiges Händchen bei der Aufnahme zu haben.

 Ein gutes Stativ ist für gelungene Nachtaufnahmen Pflicht. fullscreen
Ein gutes Stativ ist für gelungene Nachtaufnahmen Pflicht. (©Eric Wüstenhagen 2016)

Doch selbst wenn Du ein Stativ im Einsatz hast, kannst Du eine kleine Verwacklung kaum verhindern, wenn Du den Auslöser der Kamera-App betätigst. Besser bist Du dran, wenn Du stattdessen den physischen Auslöser benutzt, also eine der Lautstärketasten. Noch besser ist es, wenn Du die Lautstärke-Buttons von Kopfhörern verwendest oder auf einen Bluetooth-Auslöser zurückgreifst. Damit hast Du schon die technischen Voraussetzungen für eine verwacklungsfreie Aufnahme bei schwierigen Lichtverhältnissen geschaffen.

Suche Dir ein beleuchtetes Motiv

Da eine Aufnahme bei kompletter Dunkelheit nicht funktioniert und auch wenig zielführend ist, solltest Du Dir ein beleuchtetes Motiv suchen. Ob Häuser, Werbetafel oder sonstige Objekte – es gibt viele Motive, die sich hervorragend für eine Nachtaufnahme eignen. Je mehr Farben, umso besser – so entstehen besonders eindrucksvolle Bilder. Gleichwohl gilt, dass Du allzu helle Lichter meiden solltest, welche direkt in die Kamera scheinen. Besser ist es, wenn Du Dich auf Motive konzentrierst, die von hellen Lichtern angestrahlt werden.

 Suche Dir beleuchtete Motive für Deine Aufnahmen bei Nacht. fullscreen
Suche Dir beleuchtete Motive für Deine Aufnahmen bei Nacht. (©TURN ON/Hendrin Paryab 2015)

Bei der Aufnahme solltest Du stets den hellsten Bildbereich belichten, indem Du einfach auf diesen Punkt tippst. Damit legst Du die Belichtung und den Fokus für den definierten Bereich fest – eine sehr wichtige Einstellung, um gelungene Nachtfotos zu schießen. Denn dadurch wird das Bild nicht nur deutlich schärfer und dunkler. Auch die ISO-Sensibilität wird dadurch reduziert, da der Kamerasensor im iPhone weniger Licht benötigt. Aufnehmen werden so weniger körnig.

Nachtfotos mit langer Belichtungszeit aufnehmen

Außerdem empfehlen wir, Bilder mit langer Belichtungszeit aufzunehmen. Da das iPhone standardmäßig dafür keine Option bietet, musst Du für dieses Feature auf eine separate App zurückgreifen, etwa die kostenpflichtige App Slow Shutter Cam. Hier kannst Du mit den Einstellungen und der Belichtungszeit etwas experimentieren, ein Wert zwischen vier und 15 Sekunden sollte respektable Ergebnisse liefern.

 Mit einer langen Belichtungszeit kannst Du beeindruckende Effekte erzielen. fullscreen
Mit einer langen Belichtungszeit kannst Du beeindruckende Effekte erzielen. (©TURN ON/Hendrin Paryab 2015)

Willst Du ein Motiv aufnehmen, das nur wenige Meter von Dir entfernt ist, kann es sinnvoll sein, die Taschenlampe während der Aufnahme zu aktivieren. Dadurch wird es leichter, den perfekten Bildausschnitt zu finden, da bei Dunkelheit mitunter kaum etwas auf dem Display zu erkennen ist. Die Kamera-App unter iOS erlaubt aber nicht die Nutzung der Taschenlampe während einer Aufnahme, sodass Du auf eine Drittanbieter-App zurückgreifen musst, etwa Camera+. Die kostenpflichtige App erweitert Deine iPhone-Kamera zudem um zahlreiche andere Möglichkeiten. So enthält das Programm eine Bildstabilisierung, die den richtigen Moment abwartet und dann auslöst, wenn die Bedingungen stimmen.

Zusammenfassung

  1. Tue alles dafür, Bewegungen bei Nachtaufnahmen zu vermeiden
  2. Nutze nach Möglichkeit ein Stativ oder stütze Deine Ellbogen am Körper ab
  3. Verwende als Auslöser Lautstärketasten des iPhones oder von Kopfhörern
  4. Suche Dir ein beleuchtetes Motiv und belichte es manuell mit einem Tap auf das Objekt
  5. Nachtaufnahmen mit langer Belichtungszeit aufnehmen, etwa mit der App Slow Shutter Cam
  6. Als Richtwert sollte eine Belichtungsdauer von fünf bis 14 Sekunden gelten
  7. Aktiviere die Taschenlampe während der Aufnahme für eine bessere Sicht, etwa mit Camera+

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