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NFT: Was ist das eigentlich?

NFT
NFTs sind der neueste Hype in der Welt der Kryptowährungen. Bild: © elenabsl - stock.adobe.com 2021

Seit ein paar Wochen geistert die Abkürzung NFT durchs Netz und versetzt vor allem die Kunstwelt in helle Aufregung. Hier erfährst Du, was hinter der Kryptowährung steckt.

Was bedeutet NFT?

Die Abkürzung NFT steht für "Non-fungible Token", was auf Deutsch so viel wie "nicht-ersetzbares Zertifikat" heißt.

"Fungibel" bedeutet, dass etwas ausgetauscht oder durch etwas ersetzt werden kann, das den gleichen Wert hat. Ein simples Beispiel: Ein Zehn-Euro-Schein kann durch zwei Fünf-Euro-Scheine ersetzt werden. "Nicht-fungibel" bedeutet hingegen, dass ein Gut einzigartig ist und nicht ausgetauscht werden kann. Beispiele hierfür sind Kunstwerke (auch digital) oder Handelsmarken.

NFTs sind also einzigartig und kein Zertifikat ist wie ein anderes. Die im NFT enthaltenen Infos sind nachprüfbar, der ursprüngliche Aussteller lässt sich somit immer zurückverfolgen. Dies macht Fälschungen, anders als bei physischen Wertgegenständen, extrem schwierig. NFTs können deswegen auch nicht direkt getauscht, zerstört oder in kleinere Einheiten aufgeteilt werden.

Wie funktionierten NFTs?

Wer NFT sagt, sagt auch Blockchain. Die "Token" im Namen beziehen sich nämlich auf die Bausteine, die man aus dem Bereich der Kryptowährungen kennt. Diese digitalen Zertifikate werden auf einer sicheren Plattform gespeichert – der Blockchain. Zusammengefasst sind NFTs also digitale Güter, die öffentlich verifizierbar und mit der Blockchain gesichert sind. Der Vorteil für Künstler und Content-Produzenten: Sie können mit NFTs auch abseits großer Plattformen wie Google oder Facebook Geld verdienen.

NFT Everydays fullscreen
Das digitale Kunstwerk "Everydays" wurde als NFT verkauft. Bild: © Ascannio - stock.adobe.com 2021

Wo finde ich NFTs?

Auf Plattformen wie Ethereum oder Open Sea kannst Du zahlreiche NFTs finden und kaufen. Beispiele sind hier etwa virtuelle Grundstücke oder Gegenstände für Online-Games. Die NFTs werden mit Kryptowährungen bezahlt, meist mit Ether.

Laut der Webseite Nonfungible.com lag die Marktkapitalisierung von NFTs im Jahr 2020 bei über 380 Millionen US-Dollar. Im Jahr davor lag sie bei knapp 141 Millionen US-Dollar. NFTs haben also mittlerweile den Mainstream erreicht und gelten vor allem in der Kunstwelt als "Next Big Thing". So versteigerte das bekannte Auktionshaus Christie's im März 2021 das digitale Kunstwerk "Everdays: The First 5000 Days" für fast 70 Millionen Euro (via FAZ), die in Ether gezahlt wurden. Der Käufer "besitzt" nun also das digitale Kunstwerk – ein Urheber- oder Verwertungsrecht gibt es aber nicht dazu.

Gibt es auch Kritik an NFTs?

Wie bei vielen neuen Technologien gibt es auch bei NFTs kritische Stimmen. So bemängelt etwa der britische KI-Künstler Memo Akten in einem Blogbeitrag die hohen ökologischen Kosten beim Handel mit NFTs. Eine einzige Transaktion entspreche demnach einem Äquivalent von 211 Kilogramm CO2. Andere Beobachter warnen zudem davor, dass der aktuelle Hype um NFTs eine große Blase sei, die bald platzen könne.

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