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NTFS oder FAT32? So unterscheiden sich die Dateisysteme

Was ist der Unterschied zwischen NTFS und FAT32? Wir klären auf.
Was ist der Unterschied zwischen NTFS und FAT32? Wir klären auf. (©Adobe Stock/Michael Kempf 2018)

NTFS oder Fat32? Diese Frage stellt sich oft beim Formatieren von Festplatten oder SD-Karten. Beide Dateisysteme funktionieren in der Praxis fast identisch, aber es gibt dennoch einige Unterschiede, die man kennen sollte. 

Wer schon mal eine Festplatte, einen USB-Stick oder eine SD-Karte formatiert hat, weiß wahrscheinlich um die verschiedenen Dateiformate NTFS und FAT32. Doch was hat es damit auf sich? Wir liefern die Antworten.

Das FAT32-Dateisystem erklärt

Das FAT-Dateisystem ist nach digitalen Maßstäben bereits uralt. Es wurde schon im Jahr 1977 vom damals noch jungen Startup Microsoft entwickelt und ist damit eine der ersten Erfolgsgeschichten des Konzerns. FAT steht dabei für File Allocation Table. In abgewandelter Form ist das Dateisystem bis heute flächendeckend im Einsatz. Die immer noch aktuelle Version FAT32 ist dabei eine im Jahre 1996 eingeführte Weiterentwicklung für Speicher ab 512 MB.

Das NTFS-Dateisystem erklärt

Auch das NTFS-Dateisystem wurde von Microsoft entwickelt – allerdings viel später als FAT. Im Jahre 1993 führte der Konzern das sogenannte New Technology File System erstmals für PCs ein. Für Festplatten-Formatierungen unter Windows ist NTFS bis heute Standard, allerdings ist speziell die Kompatibilität mit MacOS ein Problem.

Mac-Nutzer können NTFS-Datenträger zwar lesen, aber ohne Spezialsoftware nicht beschreiben. Linux und damit auch Android sind hingegen grundsätzlich kompatibel, allerdings implementiert nicht jeder Gerätehersteller diese Kompatibilität.

 FAT32 unterstützt nur Dateien bis maximal 4 GB. fullscreen
FAT32 unterstützt nur Dateien bis maximal 4 GB. (©Getty Images/iStockphoto/PhotoBylove 2018)

Die wichtigsten Unterschiede zwischen FAT32 und NTFS

FAT32 wird bis heute vorzugsweise für kleine Datenträger wie SD-Karten und USB-Sticks verwendet und kommt damit bei Digital- und Kompaktkameras zum Einsatz. Ein Vorteil ist die Kompatibilität zu sämtlichen aktuellen und zahlreichen älteren Betriebssystemen, die FAT32 noch immer zu einem beliebten Dateisystem macht.

Im Gegensatz zu NTFS hat das ältere Dateisystem jedoch einen entscheidenden Nachteil, der es insbesondere für größere Datenträgern ungeeignet macht: Es unterstützt lediglich Dateien bis zu einer maximalen Größe von 4 GB und Datenträger bis zu einer Größe von 2 Terabyte.

Welches Dateiformat ist besser?

Welches der beiden Dateiformate besser ist, hängt in der Praxis tatsächlich davon ab, mit welchen Geräten ein Datenträger genutzt wird. Wenn Du Deine externen Festplatten ausschließlich an Windows-Rechnern nutzt, dürfte die Wahl ziemlich eindeutig auf NTFS fallen. Nutzt Du sie auch an Macs, ist FAT32 das bessere Dateisystem – teilweise gilt das auch für Android-Geräte. Auch für SD-Karten, die im Kompaktkameras oder Smartphones eingesetzt werden, ist FAT32 die bessere Wahl.

Das richtige Dateisystem hängt somit vom individuellen Nutzungsszenario ab. Eine definitive Antwort, welches der beiden nun besser ist, gibt es, wie so oft, nicht.

Zusammenfassung

  1. FAT32 und NTFS sind zwei verschiedene Dateiformate, mit denen sich Datenträger formatieren lassen
  2. Je nachdem für welches Format eine Festplatte oder USB-Stick formatiert ist, gibt es Unterschiede für Dateigrößen und Kompatibilität
  3. Grundsätzlich lassen sich mit NTFS größere Dateien speichern, während FAT32 eine übergreifende Kompatibilität über verschiedene Geräteklassen und Betriebssysteme aufweist
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