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NVMe-SSDs: Diese Vorteile bringt der neue Speicherstandard

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Die Samsung SSD 970 EVO Plus demonstriert die Vorzüge der NVMe-SSDs.

Sogenannte NVMe-SSDs gehören zu den derzeit schnellsten SSD-Laufwerken. Doch was hat es mit dieser besonderen Technik auf sich? Und welche Vorteile bieten NVMe-SSDs wie die Samsung 970 EVO Plus gegenüber klassischen SATA-SSDs? Eine Übersicht.

Du kennst sicher die 2,5 Zoll großen SSD-Speicher, die via Kabel mit dem SATA-Anschluss des Mainboards verbunden werden. Sie galten noch bis vor Kurzem als der heilige Gral der rasanten Datensicherung und sind mittlerweile in vielen Rechnern Standard. Generell haben SSD-Laufwerke große Vorteile gegenüber den alten mechanischen Festplatten mit ihrem lauten Rattern und ihrer gemächlichen Geschwindigkeit.

Die Nachfolger der SATA-SSDs sind da

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NVMe-SSDs wie die Samsung 970 EVO Plus können Daten viel schneller übertragen als herkömmliche SSDs.

Seit der Einführung der SATA-SSDs hat sich die SSD-Technologie aber deutlich weiterentwickelt. Inzwischen setzen Hersteller verstärkt auf die sogenannten "NVMe"-SSDs. Diese bieten gegenüber den herkömmlichen SSDs noch einmal einen deutlichen Geschwindigkeitsvorteil – und sie haben darüber hinaus noch weitere Besonderheiten. Doch worum handelt es sich bei dieser Technologie genau?

"NVMe" bedeutet "Non-Volatile Memory Express". Damit ist ein Protokoll gemeint, das die Art und Weise regelt, wie Daten übertragen werden. Im Vergleich zum Vorgänger "AHCI" ("Advanced Host Controller Interface") nutzen NVMe-SSDs die Mehrkern-Prozessoren moderner Computer besser aus und sorgen so für ein höheres Tempo beim Lesen und Schreiben von Daten. Moderne SSDs machen sich dies zu Nutze, um Daten noch schneller zu sichern und wieder abzurufen.

PCI Express sorgt für mehr Speed

NVMe-SSDs werden in der Regel an der schnelleren PCIe-Schnittstelle an das Motherboard eines Computers angeschlossen – und nicht, wie ältere Exemplare, an einen SATA-Port. Über SATA lassen sich Daten nämlich nur mit einer maximalen Geschwindigkeit von 600 Megabyte pro Sekunde übertragen. Zum Vergleich: Die NVMe-SSD Samsung 970 EVO Plus schafft bis zu 3.500 Megabyte pro Sekunde und ist somit um ein Vielfaches schneller.

Du verbindest die NVMe-SSD nicht mit einem Kabel, wie es von den SATA-SSDs bekannt ist. Stattdessen steckst Du sie direkt in eine PCI-Express-3.0-Schnittstelle auf dem Mainboard. Eine moderne NVMe-SSD wie die Samsung 970 EVO Plus kann über die Schnittstelle bis zu vier Datenbahnen, sogenannte "Lanes", nutzen, um Daten zu übertragen. Ältere NVMe-SSDs begnügen sich oftmals mit zwei Lanes und schaffen entsprechend maximal halb so viele Daten in derselben Zeit.

Kompakt dank M.2-Formfaktor

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Trotz kleiner Maße passen bis zu 2 TB Daten auf die Samsung 970 EVO Plus.

Wie passen die NVMe-SSDs direkt an das Mainboard? Das ist dank ihres kleinen Formfaktors möglich – sie setzen nämlich auf das kompakte M.2-Format und sind damit viel kleiner als die 2,5-Zoll-Modelle. Tatsächlich ähneln die M.2-Speicherbausteine in ihrer Form eher RAM-Riegeln als klassischen Festplatten.

Aktuelle M.2-SSDs messen lediglich 22 Millimeter in der Breite und meist 80 Millimeter in der Länge – das spart eine Menge Platz. Nicht zuletzt Laptops profitieren von der Platzersparnis und können dünner und leichter gebaut werden. Obendrein entfallen die lästigen Kabel und somit das aufwendige Kabelmanagement.

V-NAND für eine höhere Datendichte und Lebensdauer

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Die V-NAND-Technik der Samsung 970 EVO Plus hilft dabei, viel Speicherplatz auf einer kleinen Fläche unterzubringen.

Um noch mehr Daten auf demselben Platz unterbringen zu können, setzt Samsung unter anderem bei der 970 EVO Plus auf die V-NAND-Technologie. Hier werden Speicherzellen nicht mehr nebeneinander, sondern übereinander angeordnet. Der 3D-Speicher erlaubt neben der höheren Datendichte auch eine bessere Haltbarkeit und eine optimierte Datensicherheit. Die Samsung 970 EVO Plus besteht beispielsweise aus mehr als 90 Lagen von Speicherzellen.

Für wen lohnt sich eine NVMe-SSD?

NVMe-SSDs machen sich am stärksten in High-End-Rechnern bei sehr hohen Arbeitslasten bemerkbar. Sie sind besonders gut für parallele Anwendungen wie gleichzeitiges Lesen und Schreiben geeignet. Vor allem professionelle Anwender, die sich mit 3D-Rendering, der Bearbeitung von 4K-Videos oder Datenanalyse befassen, dürften sich von der Technik angesprochen fühlen. Doch auch Gamer, welche die neuesten Spiele mit hohen Auflösungen bei kurzen Ladezeiten zocken möchten, profitieren von schnellen NVMe-SSDs.

Zusammenfassung

  1. NVMe-SSDs nutzen die Mehrkern-Prozessoren moderner Computer besser aus als herkömmliche SSDs.
  2. Sie werden meist am PCIe-Anschluss mit dem Mainboard verbunden statt am SATA-Anschluss.
  3. SATA-SSDs übertragen Daten mit bis zu 600 MB/s.
  4. Die NVMe-SSD Samsung 970 EVO Plus schafft bis zu 3.500 MB/s.
  5. Dank M.2-Formfaktor sind moderne NVMe-SSDs viel kleiner als die 2,5-Zoll-SATA-SSDs.
  6. Auch werden zum Anschluss keine Kabel benötigt.
  7. Bei SSDs mit V-NAND-Technik wie der Samsung 970 EVO Plus werden die Speicherzellen übereinander statt nebeneinander verbaut.
  8. Das verbessert Datendichte, Haltbarkeit und Datensicherheit.
  9. NVMe-SSDs lohnen sich vor allem für 3D-Rendering, Bearbeitung von 4K-Videos, Datenanalyse und High-End-Gaming.
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